Werbetafel statt Eistüte

 Vor dem Eiscafé Cancian in der Fußgängerzone steht seit dem Wochenende eine weitere Werbetafel. Die ist an der Stelle platziert worden, an der einst eine schöne, bunte Eistüte die Kunden den Berg hinauf lockte. Fotos: Christian Hoffmann  Zwei weitere Ströer-Standorte gibt es an der Kölner Straße: am Kölner Tor ...  ... und weiter oben in direkter Nachbarschaft zum Karstadt-Gebäude.
  • Vor dem Eiscafé Cancian in der Fußgängerzone steht seit dem Wochenende eine weitere Werbetafel. Die ist an der Stelle platziert worden, an der einst eine schöne, bunte Eistüte die Kunden den Berg hinauf lockte. Fotos: Christian Hoffmann Zwei weitere Ströer-Standorte gibt es an der Kölner Straße: am Kölner Tor ... ... und weiter oben in direkter Nachbarschaft zum Karstadt-Gebäude.
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ch - Andreas Prastano ist empört. Der Besitzer des Eiscafé Cancian in der Siegener Oberstadt musste mit ansehen, wie ihm in diesen Tagen eine der derzeit kontrovers diskutierten Ströer-Werbetafeln vor die Nase gesetzt wurde. Und zwar an der Stelle, an der bis vor zwei Jahren seine überdimensionale Eistüte Werbung für das Café an der Kölner Straße machte – bis die „Gestaltungssatzung Innenstadt“ Prastano zum Wegräumen der Waffeltüte aus Kunststoff zwang.

Der Gastronom zur SZ mit Blick auf das geplante Aufstellen von insgesamt 13 Werbeträgern zwischen Bahnhofstraße und Rathausplatz in der Oberstadt: „Es kann sein, dass die Stadt Siegen Verträge hat, die einzuhalten sind. Es kann auch sein, dass wir uns als Wirtschaftsstandort Innenstadt durchaus modernisieren müssen, um die jungen Menschen den Berg hinauf zu bekommen. Es kann aber nicht sein, dass die Stadtverwaltung nicht mit uns Einzelhändlern und Gastronomen kommuniziert, weil man Angst davor hat, uns zu erklären, dass bei dem Kölner Großunternehmen und den Siegener Kleinbetrieben mit zweierlei Maß gemessen wird!“ Prastano kritisierte konkret, dass mit ihm bislang nicht einmal über den Standort der Tafeln gesprochen wurde. Nun hat er künftig einen der großen grauen Quader vor seiner Außenbestuhlung stehen.

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Oberstadt, kurz ISG, bläst in das selbe Horn: „Außer den Basisinfos nach der Entscheidung des Rates der Stadt Siegen im Herbst 2015, gemeinsam mit Ströer die Tafeln aufzustellen, und außer den Daten zum Aussehen und zu den Maßen der Werbeträger mit ihren rollierenden Botschaften, haben wir von der federführenden Wirtschaftsförderung im Rathaus noch immer keine Antwort auf die Frage nach den Standorten erhalten“, sagte Thiemo Brinkmann von der ISG. Mehrere Nachfragen seien unbeantwortet geblieben.

Das soll sich ändern. Am Mittwoch hat die ISG Stadtbaurat Michael Stojan im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung zu Gast. Der ist zwar nicht für die Wirtschaftsförderung zuständig, soll aber dennoch Rede und Antwort stehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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