Werte lagen im grünen Bereich

 Mit diesem Passivsammler an der Frankfurter Straße wird der Stickstoffdioxid-Wert gemessen. Foto: Jan Krumnow
  • Mit diesem Passivsammler an der Frankfurter Straße wird der Stickstoffdioxid-Wert gemessen. Foto: Jan Krumnow
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jak - Noch bevor die von vielen Autofahrern und Unternehmen ungeliebte Umweltzone in Siegen in Kraft getreten ist, lagen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid wieder im Normalbereich. Das geht aus einer Liste hervor, die das Landesumweltamt einmal im Jahr herausgibt. Darin enthalten: Die gemessenen Jahresmittelwerte der so genannten Passivsammler an der Frankfurter und an der Sandstraße.

Im Klartext: Der Grund für das Anschrauben dutzender Verkehrsschilder, für das Ankleben hunderter grüner Umweltplaketten und das Abarbeiten zahlreicher Ausnahmeanträge hat sich, zumindest für das Jahr 2014 gesehen, buchstäblich in Luft aufgelöst. Denn nachdem die Werte für Stickstoffdioxid in den Jahren 2009 und 2010 jenseits der 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen, sind sie seitdem an beiden Messstellen langsam, aber kontinuierlich gesunken. Auch im vergangenen Jahr. Die neueste Auswertung der Passivsammler ergab für die Sandstraße einen Wert von 38, auf der Frankfurter Straße wurde der maximal zulässige Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht.

Aber: Wenn 2017 der Kreisverkehr am Schleifmühlchen umfassend saniert wird und der Verkehr danach besser läuft als jetzt, könnten geringere Rückstaus auch zu (noch) niedrigeren Werten führen.

Einspruch kommt von der Bezirksregierung Arnsberg. „Die Maßnahmen wurden festgeschrieben, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen“, sagte Pressesprecher Christian Chmel-Menges auf SZ-Anfrage: „Man sollte mehrere Jahre abwarten und schauen, ob die Wirkung erzielt werden kann.“

Chmel-Menges richtete auch ein Wort an die Kritiker der Umweltzone: „Wenn die Werte auf dem Niveau von 2014 stagnieren oder sogar sinken, hat man natürlich eine andere argumentative Grundlage.“ Argumentative Grundlage hin oder her – die wird mit Blick auf die Umweltzone nichts bringen. Sie sei ein derart großer Baustein innerhalb einer Luftreinhalteplanung, so die der Krönchenstadt übergeordnete Behörde, dass man diesen sicher nicht kippen werde. Allenfalls kleinere, eher flankierende Maßnahmen könnten aus dem Gesamtpaket herausgelöst werden.

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