Widerstand gegen Shisha-Bar

In den Räumlichkeiten der ehemaligen Metzgerei Hermes im Freudenberger Einkaufszentrum an der „Lohmühle“ soll eine Shisha-Bar Einzug halten – ein Vorhaben, das auf Widerstand der Anwohner stößt. Foto: Christian Schwermer
  • In den Räumlichkeiten der ehemaligen Metzgerei Hermes im Freudenberger Einkaufszentrum an der „Lohmühle“ soll eine Shisha-Bar Einzug halten – ein Vorhaben, das auf Widerstand der Anwohner stößt. Foto: Christian Schwermer
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

„Eine solche Bar passt überhaupt nicht in das Stadtbild von Freudenberg“, ist sich Beate Czymek sicher. Die Freudenbergerin, in unmittelbarer Nähe zur „Lohmühle“ wohnhaft, fürchtet etwa „Autolärm und laute Gespräche mitten in der Nacht“ und fragt: „Will man wirklich mitten im Herzen von Freudenberg in einem ehemals beliebten Einkaufszentrum mit attraktiven Läden das Nachtleben einziehen lassen?“ Die Anwohner saßen vor einigen Tagen zusammen und beschlossen, künftig als Bürgerinitiative „Stoppt die Shisha-Bar mitten in Freudenberg!“ gegen die geplante Kneipe mobil zu machen. „Wir möchten eine Unterschriftenaktion starten, um die Bürger erst einmal auf das Vorhaben aufmerksam zu machen“, führt Czymek aus – und erhebt Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung: „Man fragt sich angesichts der Fülle an Negativschlagzeilen, warum die Stadt Freudenberg einer solchen Nutzungsänderung zustimmen konnte.“

Die Sorge und den Ärger der Bürger kann Michael Längler, Abteilungsleiter Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung im Rathaus, durchaus nachvollziehen, stellt auf SZ-Anfrage aber klar: „Uns als Stadtverwaltung sind im Kerngebiet die Hände gebunden – wir können das nicht verhindern.“ Es habe einen entsprechenden Bauantrag für die Shisha-Bar gegeben, diesem habe der Kreis Siegen-Wittgenstein als zuständige Bauaufsichtsbehörde zugestimmt.

Der Eigentümer stellt auf Anfrage der Siegener Zeitung klar, dass am Einzug der Shisha-Bar nichts mehr zu rütteln ist. „Ich bin daran vertraglich gebunden und habe auch keinerlei Veranlassung, jetzt zu versuchen, diesen Vertrag wieder rückgängig zu machen“, unterstreicht Raymund Hermes. Die Aufregung der Anwohner könne er nicht nachvollziehen, der künftige Betreiber der Shisha-Bar habe sich bei allen übrigen Mietern im Einkaufszentrum persönlich vorgestellt und habe alle Bedenken ausräumen können. „Es gibt doch schon viele solcher Bars, über lauten Lärm in der Nacht ist mir in diesem Zusammenhang nichts bekannt. Auch rund um die Spielhalle war es immer ruhig“, wundert sich der Unternehmer aus Hamm an der Sieg, der das Einkaufszentrum als Investor vor gut 35 Jahren erbaute.  Am Einzug der Shisha-Bar lässt Raymund Hermes keinerlei Zweifel aufkommen – in etwa einem viertel Jahr werde die Einrichtung mitten im Freudenberger Zentrum eröffnen.

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