Wie aus einem Guss

Das aus zwei Badensern und einem Schwaben bestehende Trio Boogie Connection wurde im Lÿz enthusiastisch gefeiert.  Foto: hel
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hel Siegen. Musik macht glücklich. Insbesondere ultrascharfer Boogie Woogie, spannender Blues und prächtig abgehender Rock ’n’ Roll erhöhen den Ausstoß von Glückshormonen. Davon profitierten die gut 100 Besucher des ersten Siegener Auftritts der Boogie Connection in exzellentem Maße, die sich von dem tollen Sound des Trios mitreißen ließen.

Klein war das Schlagzeug des Drummers Paul Weidlich, die Gitarren von Christoph Pfaff vom intensiven Gebrauch abgewetzt. Dafür glänzten die Lackschuhe des Pianisten Thomas Scheytt, der mit seinem schwarzen Schnurrbart so verschmitzt dreinschaute wie Groucho Marx. Das Spiel des Schwaben war so stimmig und von enormer Spielfreude geprägt, wie das seiner badischen Mitstreiter.

Wie aus einem Guss agierte das in Freiburg beheimatete Trio, das trotz 18-jährigen gemeinsamen Agierens noch nicht in Routine erstarrt ist. Noch immer fährt einem der alte Sound mit ewig junger Frische in die Glieder. Lässig schnippte man mit den Fingern, wippte mit den Füßen und ließ das Herz jubilieren. Christoph Pfaff sang vom Leben auf der Straße, den erotischen Begehrlichkeiten und der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Die Legenden der afro-amerikanischen Musik von Robert Johnson und Jesse Fuller über Jimmy Witherspoon und Willie Dixon bis zu T-Bone Walker und Chuck Berry und ihre unvergesslichen Songs waren die Stichwortgeber für den unverwechselbaren Klang und die behände Technik des Trios. Dabei brachten die Freiburger in sitzender Haltung das Oase-Publikum zum Toben, das sich von ihren vorzüglichen Arrangements bestens unterhalten fühlte.

Neben der Tour durch die amerikanische Musikgeschichte hatte die Boogie Connection, die zwischen Rag und Rock ’n’ Roll, Blues und Boogie alles spielte, auch ein paar eigene Songs in petto, die sich nahtlos in ihr rund zweieinhalbstündige Set einfügten.Als sich zu guter Letzt noch der Jazzclub-Vorsitzende und bekennende Boogie-Fan Hartmut Sperl ans Piano begab, um mit Thomas Scheytt den „China Boogie“ vierhändig zu spielen, erreichte die Stimmung im Lÿz den Höhepunkt. Dennoch blieb man relaxt und gänzlich unaufgeregt, dem Boogie Woogie der Musiker bis zum letzten Ton der Zugabe aufmerksam folgend. Und etwas von dem Glücksgefühl, das die Boogie Connection verströmte, nahm wohl jeder mit auf den Nachhauseweg.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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