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Zeichen der Hoffnung rund um den Nikolaustag
Wie in einer anderen Welt

In Burbach war der Nikolaus auf dem Trecker unterwegs und hatte ein Rätsel im Gepäck. Das Lösungswort nahm der Heimatverein bis gestern Abend entgegen.
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  • In Burbach war der Nikolaus auf dem Trecker unterwegs und hatte ein Rätsel im Gepäck. Das Lösungswort nahm der Heimatverein bis gestern Abend entgegen.
  • Foto: René Traut
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

kay/bjö/roh Siegen/Hilchenbach/Burbach. Da staunte manch einer nicht schlecht, als am Vorabend des Nikolaustags gut 20 geschmückte Traktoren durch die Region rollten. Gesteuert von heimischen Landwirten begleitete die Kolonne den Nikolaus, der Krankenhäusern und Altenheimen im Siegerland einen Besuch abstattete. Organisiert wurde die Tour von Landwirten aus Hilchenbach und Salchendorf, die mit ihren Kollegen an der NRW-weiten Aktion der Vereinigung „Land schafft Verbindung NRW“ unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ teilnahmen.
Leckereien für Patienten der KinderklinikSo wollten die Landwirte auf diese Weise Adventsstimmung in die Städte bringen. Dafür wurden die Landmaschinen zuvor mit Lichterketten und weihnachtlicher Deko geschmückt.

kay/bjö/roh Siegen/Hilchenbach/Burbach. Da staunte manch einer nicht schlecht, als am Vorabend des Nikolaustags gut 20 geschmückte Traktoren durch die Region rollten. Gesteuert von heimischen Landwirten begleitete die Kolonne den Nikolaus, der Krankenhäusern und Altenheimen im Siegerland einen Besuch abstattete. Organisiert wurde die Tour von Landwirten aus Hilchenbach und Salchendorf, die mit ihren Kollegen an der NRW-weiten Aktion der Vereinigung „Land schafft Verbindung NRW“ unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ teilnahmen.

Leckereien für Patienten der Kinderklinik

So wollten die Landwirte auf diese Weise Adventsstimmung in die Städte bringen. Dafür wurden die Landmaschinen zuvor mit Lichterketten und weihnachtlicher Deko geschmückt. Der Treckerkorso steuerte laut hupend neben den Altenheimen in Hilchenbach und Deuz das Weidenauer Krankenhaus, die DRK-Kinderklinik in Siegen und das Jung-Stilling-Krankenhaus an. 
Der Höhepunkt war sicherlich der Besuch des Kinderkrankenhauses, auf dessen Parkplatz eine längere Rast eingelegt wurde, um dem Pflegepersonal Leckereien für die Kinder zu übergeben. Neben dem Ansinnen, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wollten die Landwirte auf ihre derzeit sehr schwierige Situation aufmerksam machen: Gerade die Erzeuger von Lebensmitteln haben in der Pandemie enorme Umsatzeinbußen.

Sehr atmosphärische Anbetungsnacht

Besinnlich wurde es am gleichen Abend in Hilchenbach. Über 250 Kerzen und acht LED-Strahler – das waren die äußeren Voraussetzungen für die erste eucharistische Anbetungsnacht in der kath. Kirche St. Vitus. „Selbst ein Licht zu sein“, das wünschten sich die Messdienerleiter für die Besucher beim meditativen Eintauchen ins Lichtermeer des Kirchenschiffs. Lukas Klimke und Simon Hofeditz waren erleichtert, dass die Vorbereitungen nicht den Corona-Beschränkungen zum Opfer fielen.
Genau in dieser Zeit der vielen zwischenmenschlichen Entbehrungen und Irritationen im Alltag war es ihnen wichtig, einen Gegenpol zu setzen. Eine Andacht eröffnete am Samstagabend die Anbetungsnacht – mit Gedanken von Pastor Edgar Zoor, meditativen Texten, Orgelklängen sowie Gitarrenmusik und Sologesang von Kevin Brachthäuser. „Man war irgendwie in einer anderen Welt“, schilderte Anna Scholz ihr Erleben dieser Stunde. Alina von Germeten erging es ähnlich: „An manchen Stellen hat‘s mich wirklich mitgenommen. Man konnte runterkommen, von allem abschalten.“ Beide Jugendliche gehörten zum Team der Organisatoren der Anbetungsnacht. Katharina Weber, Johanna Kiess und Lisa Leopold sowie Küster Ludger Soltysik komplettierten das Team. „Die Atmosphäre hat mich noch mehr beeindruckt, als ich es erwartet hatte“, freute sich Messdienerleiter Lukas Klimke über die Veranstaltung, die sich inhaltlich an der Gebetsinitiative „Nightfever“ orientiert, einem geistlichen „Erbe“ des Weltjugendtages 2005.
Tatsächlich fanden auch nach Mitternacht einige Menschen den Weg ins Hilchenbacher Gotteshaus. Manche hatten sich Decken mitgebracht, um auf den Kirchenbänken nicht zu frieren. Insgesamt kamen rund 100 Besucher – auch aus Nachbarkommunen – zur Anbetungsnacht, die am Sonntagvormittag mit einem Hochamt zu Ende ging. Die Nacht sei ein Anfang, erklärte Lukas Klimke, nämlich „in die kommende Woche zu starten, Licht zu bringen und Licht zu sein – eben weiterzumachen mit dem, was hier beginnen sollte“.

Nikolaus auf dem Trecker unterwegs

Vielerorts war am Sonntag der Nikolaus unterwegs. In Burbach nahm er seinen Weg mit dem Trecker in Angriff. Ab dem Gasthof „Am Römer“ fuhr er durch den Ort. Die jüngeren Mitglieder des Heimatvereins Burbachs, Till-Moritz Stein, Femke Bösch, Birthe Langenbach und Ralf Pries, hatten die Idee, Geschenkpakete mit Buchstaben auf dem Anhänger des Traktors zu drapieren.
Die Burbacher Bürger mussten das Gefährt des Nikolaus nun nur noch erspähen, die Buchstaben auf den Paketen in die richtige Reihenfolge bringen und das Lösungswort noch am Nikolausabend bis spätestens 22 Uhr per E-Mail dem Heimatverein mitteilen (das Lösungswort mit fünf Buchstaben ist die Zeit vor Weihnachten). Besondere Haltepunkte waren das „Kinderzuhause“ und das Altenheim St. Raphael. Die Prämierung der Gewinner wird zeitnah durchgeführt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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