SZ

Kein Zeuge in der Siegerlandhalle
Wieder "Lesetag" im Burbach-Prozess

Wieder wurden im Burbach-Verfahren zahlreiche Zeugenaussagen verlesen.

mick Siegen. Ein „lebender“ Zeuge ist geladen an diesem Mittwoch im Burbach-Verfahren. Daneben sollen weitere fünf Aussagen verlesen werden, von Männern, die mutmaßlich in der Erstaufnahmeeinrichtung Opfer von Straftaten geworden und aktuell für das Gericht nicht mehr greifbar sind. Der erwartete Mann kommt nicht, also wird es wieder zu einer reinen „Lesung“ im Hüttensaal der Siegerlandhalle.
Gut 100 Minuten dauert das Vortragen, bei dem auffällt, dass nur einer der Zeugen kurz vor den Geschehnissen von 2014 aus seiner Heimat aufgebrochen ist, um ein besseres Leben zu finden. Die anderen sind schon seit mehreren Jahren unterwegs gewesen, hielten sich unter anderem bereits lange Zeit in Frankreich oder Italien auf, um dann in Deutschland Asyl zu beantragen.

mick Siegen. Ein „lebender“ Zeuge ist geladen an diesem Mittwoch im Burbach-Verfahren. Daneben sollen weitere fünf Aussagen verlesen werden, von Männern, die mutmaßlich in der Erstaufnahmeeinrichtung Opfer von Straftaten geworden und aktuell für das Gericht nicht mehr greifbar sind. Der erwartete Mann kommt nicht, also wird es wieder zu einer reinen „Lesung“ im Hüttensaal der Siegerlandhalle.
Gut 100 Minuten dauert das Vortragen, bei dem auffällt, dass nur einer der Zeugen kurz vor den Geschehnissen von 2014 aus seiner Heimat aufgebrochen ist, um ein besseres Leben zu finden. Die anderen sind schon seit mehreren Jahren unterwegs gewesen, hielten sich unter anderem bereits lange Zeit in Frankreich oder Italien auf, um dann in Deutschland Asyl zu beantragen.

Unterschiedliche Beschreibung des "Problemzimmers"

In den Aussagen gibt es erhebliche Unterschiede. Das berüchtigte „Problemzimmer“ wird als völlig leer beschrieben, mit nur ein paar Matratzen auf der Erde. Einmal ist es im gleichen Atemzug leer, für eine Vernehmung vor Ort aber doch mit einem kleinen Tisch und Stuhl ausgestattet. Und ein Zeuge berichtet von fünf Etagenbetten. Lediglich die Zahl der – vergitterten –Fenster bleibt bei allen Aussagen konstant.
Alle fünf Zeugen haben berichtet, dass ihnen bei ihrer Ankunft die Hausordnung vermittelt wurde. Meistens informierte der „Obersozialbetreuer“ George B. darüber, dass unter anderem Rauchen auf dem Zimmer und Alkohol in der gesamten Einrichtung verboten waren. Die meisten geben zudem zu, auch vor einer potentiellen Bestrafung durch Einsperren gewarnt worden zu sein.

Freitag geht es im Burbach-Verfahren weiter

Die Beschreibungen der Wachleute als nett oder durchgehend brutal, halten sich irgendwo die Waage. Manchmal hat es die ganze Zeit keinen Kontakt gegeben, einmal wird von einem Sicherheitsmann berichtet, der freundlich Essen brachte und wegen Toilettengängen nachfragte. Einer der Männer gibt an, völlig grundlos „in den Mund geschlagen“ worden, dann gefesselt, zu Boden gebracht und getreten worden zu sein. Ein Vorgang, den ein zweiter Zeuge übereinstimmend schildert. Am Freitag geht es weiter, bevor wieder eine vierwöchige Pause eintritt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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