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Erste Hilfe für Bienen und Co.
Wildblumenwiesen auch im eigenen Garten hilfreich

Das Wildblumenbeet am Giersberg ist nicht nur optisch ein Hingucker ...
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ap Siegen. Verschiedene Pflanzenarten blühen wild durcheinander: Krokus, Margerite, Narzisse, Veilchen. Ein bunter Wildblumenteppich ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. Mit welchen Maßnahmen wirkt die Stadt dem Insektensterben entgegen, und wie kann jeder Gartenbesitzer die kleinen Tierchen bei ihrer Nahrungssuche unterstützen?
13.000 Quadratmeter voller WildblumenAn 50 verschiedenen Orten im Stadtgebiet können Insekten ein vielfältiges Nektarbuffet ansteuern. Die Stadt Siegen hat auf einer Fläche von insgesamt 13.000 Quadratmetern Wildblumen gesät, um den Fortbestand der Tiere zu sichern. Außerdem wurden kostenlose Samentüten an Gartenbesitzer, Kitas, Schulen und Heimatvereine verteilt.

ap Siegen. Verschiedene Pflanzenarten blühen wild durcheinander: Krokus, Margerite, Narzisse, Veilchen. Ein bunter Wildblumenteppich ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. Mit welchen Maßnahmen wirkt die Stadt dem Insektensterben entgegen, und wie kann jeder Gartenbesitzer die kleinen Tierchen bei ihrer Nahrungssuche unterstützen?

13.000 Quadratmeter voller Wildblumen

An 50 verschiedenen Orten im Stadtgebiet können Insekten ein vielfältiges Nektarbuffet ansteuern. Die Stadt Siegen hat auf einer Fläche von insgesamt 13.000 Quadratmetern Wildblumen gesät, um den Fortbestand der Tiere zu sichern. Außerdem wurden kostenlose Samentüten an Gartenbesitzer, Kitas, Schulen und Heimatvereine verteilt. „Wir haben Saatgut für mehr als 3000 Flächen zur Verfügung gestellt, damit können knapp 26.000 Quadratmeter bepflanzt werden“, erklärt Dr. Bernhard Kraft, Leiter der städtischen Umweltabteilung Siegen, stolz.

Blumen halten nicht ewig

Wer Bienen und anderen Insekten eine farbenfrohe Futterquelle bieten möchte, sollte jedoch ein paar Dinge beachten. „Das aktive Anlegen von Wildblumenbeeten im heimischen Garten bedeutet Aufwand“, darauf weist Matthias Jung, Umwelt- und Klimaschutzberater der Gemeinde Neunkirchen, hin. Außerdem hielten die Blumen nicht ewig. Der Samen könne sich zwar ins nächste Jahr übertragen, aber man müsse dennoch alle paar Jahre neues Saatgut im Garten verteilen. „Wichtig ist außerdem, die Samen nicht vor Mitte Mai, also vor den Eisheiligen, auszustreuen, sonst reißen die feinen Haarwurzeln, und die Blumen sind hinüber“, ergänzt der Siegener Gärtner Andreas Falkenhahn. Bis spätestens Mitte September sollten interessierte Hobbygärtner ihre Wildblumensamen aber unter die Erde gebracht haben, so empfiehlt es die Stadt und stellt ab Mitte August im Rahmen der Aktion „Spätsommersaat“ noch einmal Samentütchen zur Verfügung.

Die Wiese wachsen lassen

Matthias Jung hat noch einen weiteren Tipp, um den nützlichen Tierchen bei der Nahrungssuche zu helfen: Die Wiese zu Hause einfach mal wachsen lassen. „Durch späteres Mähen kann man viel bewirken“, erklären Falkenhahn und Jung einstimmig. So könnten Krokus, kriechender Günsel oder Scharfgarbe bis in den Herbst hinein durchblühen und als Nahrungsquelle dienen. Die bisherigen Bemühungen in Sachen Insektenerhalt zahlen sich aus: „Man kann beobachten, dass die Maßnahmen auf kommunalen Flächen und in heimischen Gärten Früchte tragen. Es sind wieder immer mehr Insekten zu beobachten“, resümiert Jung.
Die Grünflächenabteilung der Stadt Siegen verspricht außerdem: „Im nächsten Jahr werden noch weitere Flächen mit Wildblumensamen oder insektenfreundlichen Stauden bepflanzt.“

Das Wildblumenbeet am Giersberg ist nicht nur optisch ein Hingucker ...
... sondern bietet auch zahlreichen Insekten reichlich Nahrung.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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