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Wir alle haben den Erhalt des Abenteuerdorfs selbst in der Hand

SZ-Redakteur Björn Weyand.
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Meine erste Begegnung mit dem Abenteuerdorf Wittgenstein war im 5. Schuljahr – damals hieß es noch Freizeitzentrum. Es war die Klassenfahrt zum Kennenlernen der neuen Klassenkameraden an der Realschule Erndtebrück. Das war Anfang der 90er Jahre und in meiner zugegeben dunklen Erinnerung fällt die Bewertung dieser Unterkunft eher durchschnittlich aus.

Dieses angestaubte Image der 70er-Jahre-Jugendherberge hat das Abenteuerdorf in Wemlighausen heute längst abgelegt. Die Investitionen in den Um- und Ausbau haben sich gelohnt: Es ist eine Begegnungsstätte mit Wohlfühl-Faktor, die viel mehr Zuspruch verdient hätte, als sie nach der Modernisierung bislang erhalten hat, was aber auch an Corona liegt. Wer weiß, ob die Zahlen nicht schon besser wären?

Meine erste Begegnung mit dem Abenteuerdorf Wittgenstein war im 5. Schuljahr – damals hieß es noch Freizeitzentrum. Es war die Klassenfahrt zum Kennenlernen der neuen Klassenkameraden an der Realschule Erndtebrück. Das war Anfang der 90er Jahre und in meiner zugegeben dunklen Erinnerung fällt die Bewertung dieser Unterkunft eher durchschnittlich aus.

Dieses angestaubte Image der 70er-Jahre-Jugendherberge hat das Abenteuerdorf in Wemlighausen heute längst abgelegt. Die Investitionen in den Um- und Ausbau haben sich gelohnt: Es ist eine Begegnungsstätte mit Wohlfühl-Faktor, die viel mehr Zuspruch verdient hätte, als sie nach der Modernisierung bislang erhalten hat, was aber auch an Corona liegt. Wer weiß, ob die Zahlen nicht schon besser wären?

Eines ist aber auch klar: Das Abenteuerdorf mit rein betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu betrachten, funktioniert nicht. Es kann vermutlich nie eine Einrichtung werden, die immense Gewinne abwirft. Dafür wäre eine höhere Auslastung der insgesamt 120 Betten in den drei Gästehäusern erforderlich, auch die Tagesangebote können nie gewinnorientiert funktionieren. Aber der Kirchenkreis weiß um den Wert des Abenteuerdorfes.

Um einen hohen Grad an Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wäre es jedoch wichtig, dass nicht nur die Kirche das Abenteuerdorf zu schätzen weiß, sondern eben auch alle anderen Wittgensteiner. Heute gehen viele Klassenfahrten weiter weg – warum eigentlich? Chöre können Probenwochenenden auch bei uns machen und nicht am Rhein. Es gäbe sicherlich noch mehr gute Beispiele. Wir alle haben den Erhalt des Abenteuerdorfs selbst in der Hand. Wozu also immer in die Ferne schweifen?

b.weyand@siegener-zeitung.de

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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