„Wir müssen bei Null anfangen“

 Die Brandruine an der Mennertalstraße in Elsoff lässt erahnen, mit welcher Kraft das Feuer hier gewütet hat. Eigentümer Ingo Weber verriet im SZ-Gespräch, dass im Fachwerkhaus viel persönliches Engagement und Herzblut gesteckt habe. Foto: Martin Völkel
  • Die Brandruine an der Mennertalstraße in Elsoff lässt erahnen, mit welcher Kraft das Feuer hier gewütet hat. Eigentümer Ingo Weber verriet im SZ-Gespräch, dass im Fachwerkhaus viel persönliches Engagement und Herzblut gesteckt habe. Foto: Martin Völkel
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vö - Das Bad Berleburger Kriminalkommissariat ermittelt mit Hochdruck: Denn noch ist die Ursache für den verheerenden Brand eines Bauernhofes in Elsoff in der Nacht von Samstag auf Sonntag nicht geklärt. In nicht einmal zwei Stunden brannte das Fachwerkhaus samt Nebengebäuden ab. Noch in der Nacht zum Sonntag hatten Kripo-Beamte ihre Arbeit aufgenommen, am Dienstag wird ein Brandsachverständiger in Elsoff erwartet.

Den entstandenen Sachschaden bezifferte die Polizei auch in der Mitteilung auf rund 400.000 Euro. Das sind die blanken Zahlen, was dahinter steckt, machte Hauseigentümer Ingo Weber im Gespräch mit der Siegener Zeitung vor Ort deutlich: „Wir müssen praktisch wieder bei Null anfangen.“ Das Haus sei ein Fall für den Abrissbagger, stellte der Elsoffer fest und hofft, dass es nun möglichst schnell weiter geht. Vollständig zu ersetzen sei der Schaden ohnehin nicht, so der Eigentümer, denn in dem rund 200 Jahre alten Haus habe unheimlich viel Herzblut und persönliches Engagement gesteckt.

Das Gebäude sei „topp in Schuss“ gewesen, immer wieder hätten in den vergangenen Jahren umfangreiche Renovierungsarbeiten stattgefunden: „Zuletzt waren wir an einem Punkt angelangt, an dem man sagen konnte, wir sind erst einmal fertig.“ Letztlich seien die wichtigsten Aktenordner gerettet worden, die beiden Autos und auch die beiden Schlepper. Viel mehr allerdings nicht. Ingo Weber: „Das kann sich jeder im Haus, besser gesagt was noch vom Haus übrig ist, anschauen. Davon ist nichts mehr zu gebrauchen.“

Der Elsoffer, der mit seiner Familie bei Verwandten untergekommen ist, bedankt sich für die enorme Hilfsbereitschaft innerhalb der Ortschaft. Kleidung sei abgeliefert, Dinge für den täglichen Gebrauch seien wie selbstverständlich zur Verfügung gestellt worden. „Dass wir hier in Elsoff eine gute Nachbarschaft haben, ist sicher kein Geheimnis. Aber in einer derartigen Notlage weiß man erst zu schätzen, wo man zu Hause ist.“

Ein riesiges Kompliment verteilte Ingo Weber auch an die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr: „Was die Jungs und Mädels geleistet haben, ist phänomenal. Davor kann ich nur den Hut ziehen.“ Viele Kameraden hätten die komplette Nacht bis in den Sonntag hinein durchgearbeitet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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