„Wir“ muss vor dem „Ich“ stehen

 Wehrführer Reiner Schilling (r.), Löschzugführer Roland Lauber (l.) sowie dessen Stellvertreter Jens Schmitt (2.v.l.) und Stefan Scholz (2.v.r.) nahmen die beförderten jungen Kräfte Florian Kroh (4.v.l.) und Lars Leopold sowie die verdienten Kameraden Hans-Ulrich Leopold (3.v.l.) und Wilhelm-Heinrich Winkelmann in ihre Mitte. Foto: mst
  • Wehrführer Reiner Schilling (r.), Löschzugführer Roland Lauber (l.) sowie dessen Stellvertreter Jens Schmitt (2.v.l.) und Stefan Scholz (2.v.r.) nahmen die beförderten jungen Kräfte Florian Kroh (4.v.l.) und Lars Leopold sowie die verdienten Kameraden Hans-Ulrich Leopold (3.v.l.) und Wilhelm-Heinrich Winkelmann in ihre Mitte. Foto: mst
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mst - Im Grunde war das Jahr 2014 für den Kernstadt-Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Berleburg gemessen an den absoluten Zahlen „normal“. Denn nach dem ungewöhnlich hohen dreistelligen Wert 2013 wies der Jahresbericht dieses Mal eine Zahl von 89 Einsätzen aus, was dem Durchschnitt der letzten Jahre entsprach. Doch „gewöhnlich“ ist so ein Einsatz eben (fast) nie und in den „allerseltensten Fällen“ lustig, wie es Löschzugführer Roland Lauber im Rahmen der Jahresdienstversammlung treffend beschrieb.

Insgesamt habe man elf kritische Alarmierungen zu verzeichnen gehabt, bei denen man also von Menschen in Gefahr habe ausgehen müssen. Schlussendlich seien es vier Großbrände gewesen, wobei Lauber vor allem an die Geschehnisse in Elsoff erinnerte. Während der Löschzug I im Vorjahr glücklicherweise mit keinem schwerem Verkehrsunfall konfrontiert worden sei, müsse man eine Zunahme zum Beispiel bei der Tragehilfe für den Rettungsdienst feststellen. Auch die 33 Auslösungen von Brandmeldeanlagen kamen zur Sprache, beispielsweise die Fehlalarme in der Flüchtlingsunterkunft am Spielacker. „Es hat mich mit Stolz erfüllt, dass sich auch beim dritten Vorfall innerhalb weniger Stunden noch 20 Mitglieder des Löschzuges im Feuerwehrgerätehaus in der frühen Nacht gewissenhaft für einen möglichen realen Einsatz vorbereitet haben“.

Wie so häufig, sei es übrigens ein Einzelner gewesen, der die Einrichtung in Misskredit gebracht habe, ergänzte Lauber abschließend. Schützenvereins-Vorsitzender Dirk Pöppel appellierte als Gast für die Berleburger Vereine an alle örtlichen Arbeitgeber, dem „Wir statt dem Ich“ dem Vorzug zu geben und die Kameraden im Alarmierungsfalle unproblematisch von ihrem Arbeitsplatz ziehen zu lassen.

Das Stichwort der Tagesverfügbarkeit kam auch bei Roland Lauber noch einmal zur Sprache. Die Zahl von 49 Kameradinnen und Kameraden sei zwar recht stabil und „soweit zufriedenstellend“, jedoch müsse man bedenken, dass einige Aktive direkt der Einsatzführung zugeordnet seien bzw. ihren Wohnort gar nicht in Bad Berleburg hätten. „Etwas Sorge“ bereite ihm daneben auch der Altersdurchschnitt mit 37,2 Jahren, da in der Regel die Kameraden zwischen 20 und 30 Jahren körperlich belastbarer seien, Stichwort Atemschutz. Roland Lauber freute sich auf anstehende Überstellungen aus dem Bereich der aktuell 19 Jugendfeuerwehrleute. Befördert werden konnten in diesem Jahr die jungen Oberfeuerwehrmänner Florian Kroh und Lars Leopold, die sich Hauptfeuerwehrmänner nennen dürfen. Gleiches trifft auf Sebastian Graf zu.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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