»Wir wollen an die Folgeaufträge!«

Erich Schäfer KG wartete mit Bedacht: Erfolgreiche Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000

ch Feuersbach. »Nichts ist so schwer wie eine Fünf-Jahres-Prognose« – Inge Schäfer wiegt den Kopf nachdenklich. Ziele in einem schrumpfenden Markt mit wachsendem Wettbewerb? Visionen in einem mittelständischen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes? Die Unternehmerin und Mitgeschäftsführerin will zunächst nur eines: genau wie auch Bruder Ulrich und Vater Erich – zugleich Firmengründer – das Maschinen- und Anlagenbauunternehmen Erich Schäfer KG stärken und behutsam durch die allgemeine Wirtschaftsflaute steuern, die durch stagnierende Auftragseingänge und Investitionszurückhaltung gekennzeichnet ist. Deshalb hat das Feuersbacher Familienunternehmen in der zweiten Generation sich vor kurzem erfolgreich nach DIN ISO 9001:2000 zertifizieren lassen.

Zertifizierung? Wer redet noch von ihr? Ist sie – heute im Mittelstand – noch etwas Besonderes? Inge Schäfer nickt mit dem Kopf – nachdrücklich: »Die Zeit muss reif sein!«. Die Entscheidung zur Einführung eines Qualitätmanagementsystems (QM), die Zeit und Geld kostet, hat die KG punktgenau getroffen: »Die Märkte sind im Umbruch, das Nachfrageverhalten kaum mehr vorhersehbar. Die Rahmenbedingungen für unser Wirtschaften werden immer schwieriger«, erklärt Schäfer. »Um etwas zu bewegen – gemäß unserer Firmenphilosophie –, haben wir uns bewegt.«

40 Mill. e im Schnitt erwirtschaftet das Unternehmen mit derzeit 130 Mitarbeitern jährlich. Das Kerngeschäft wird in zwei Bereichen abgewickelt: Zum einen haben die Feuersbacher ihre Nische in der Fördertechnik gefunden. Entwickeln, konstruieren und vertreiben im Alleingang oder mit starken Partnern eine Produktpalette vom Hubwerk über die Laufkatze bis hin zu kompletten Kranlösungen. Heben und transportieren ist das Thema. Zum anderen hat sich die heimische Firma einen Namen mit dem Handel von Elektromotoren gemacht. Einst in 1950 als Ein-Mann-Betrieb und so genannte Ankerwickelei gegründet, hält das Unternehmen heute ständig rund 6000 Motoren im Lager vor. Die Erich Schäfer KG ist vor allem in Deutschland und Europa aktiv, aber auch in die USA und in die fernöstlichen »Tigerstaaten« wird – direkt oder indirekt – geliefert. Die Exportquote, sagt Schäfer, liegt bei rund 30 Prozent.

»Konjunkturelle Schwankungen müssen wir auffangen«, ergänzt die Juniorchefin. Durch Auffächerung der Produktpalette hier, durch Spezialisierung dort, wie das Kran-Geschäft mit Top-Kunden, z..B. der Adam Opel AG, zeigt. Mit gut ausgebildeten Facharbeitern auf der einen Seite und mit Service auf der anderen. Schäfer: »Wir wollen an die Folgeaufträge ran!« Das geht nur über Kundenbindung. Und die erreiche man über Service – profunde Montage, Inspektionen, Instandsetzungen, Wartung, 24-Stunden-Lieferzeiten. Oder über Qualität. Hier schließt sich der Kreis in dem Betrieb, der ausschließlich mit Produkten deutscher Hersteller fertigt oder handelt: »Qualität schafft man über das Definieren und Einhalten von Standards. Und die haben wir mit der Zertifizierung nun dokumentiert!«

Das, was das QM-Team um Erich-Schäfer-Mitarbeiter Bernd Manderbach und Unternehmensberater Axel Prewitz von Prewitz Quality Consult, Wilnsdorf, dabei herausfand, war erstaunlich: Bei der Einführung des Systems in den vergangenen anderthalb Jahren wurde offengelegt, dass sich in dem Familienunternehmen in den fünf Jahrzehnten ein optimierter Arbeitsfluss gefestigt hat. Den können die Feuersbacher nach der Zertifizierung durch die ZertKommerz GmbH, Düsseldorf, hervorragend in ihrem Marketing herausstellen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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