Wirtschaftsinformatik: Väter kommen

Prof. Dr. Pressmar Ehrendoktor / Unternehmer und Forscher: Prof. Scheer hält Festvortrag

kk Siegen. Der Studiengang Wirtschaftsinformatik im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität wird fünf Jahre alt. Das ist zwar noch kein Jubiläum, blickt man aber auf die Entwicklung des integrierten Studiengangs zurück, wird schnell klar: Die Wirtschaftsinformatik hat sich etabliert. Rund 500 Studierende werden derzeit gezählt, ebenso wie vier Hochschullehrer. Eine Junior-Professur ist vorhanden, eine Professur für IT-Sicherheit steht ganz oben auf der Wunschliste der Verantwortlichen. Noch wird das Thema über einen Lehrauftrag abgedeckt. Kurzum: »Die Wirtschaftsinformatik ist erwachsen geworden«, bringt es deren Begründer an der Uni Siegen, Prof. Dr. Manfred Grauer, auf den Punkt.

Nun, da die Wirtschaftsinformatik auf festen Beinen steht, gilt ein ganz besonderer Dank denjenigen, die dem noch vergleichsweise jungen integrierten Studiengang von Beginn an den Rücken gestärkt haben. Ein Name fällt Grauer ad hoc ein: Prof. Dr. Dieter B. Pressmar. Der gehört zu den Vätern der Wirtschaftsinformatik in Deutschland. Für Siegen machte sich Pressmar mehrfach stark. Die Krönchenstädter wissen dieses Engagement zu schätzen. Die Entscheidung war in allen Gremien einstimmig: Am 14. Mai (16 Uhr, AudiMax) verleiht der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Dieter B. Pressmar vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Hamburg die Ehrendoktorwürde. Übrigens: Seit Jahresbeginn 2003 besitzt auch die Universität Siegen ein Institut für Wirtschaftsinformatik, kurz IWI genannt.

Pressmar studierte an der TU Stuttgart Maschinenbau und an der TU München Wirtschaftsingenieurwesen. Er promovierte in Hamburg und nahm dort nach seiner Habilitation in Betriebswirtschaft 1973 den Ruf an den Lehrstuhl für Betriebliche Datenverarbeitung an. Nach heutigem Sprachgebrauch erhielt er einen der ersten Lehrstühle für Wirtschaftsinformatik in Deutschland. In Forschung und Lehre machte sich Pressmar über die Grenzen hinaus einen Namen. Eine Vielzahl an Publikationen wie auch an Ämtern machen dies deutlich. Er gilt als einer der wesentlichen Protagonisten der derzeitigen Wirtschaftsinformatik im deutschsprachigen Raum.

Mit einem weiteren Bonbon wartet der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften auf: Den Festvortrag zur Verleihung der Ehrendoktorwürde hält Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer. Scheer gehört nicht nur zu der Crème de la Crème der Wirtschaftsinformatiker. Ihm gelang es zudem, Wissenschaft und Wirtschaft de facto unter einen Hut zu bringen. Scheer ist Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats der IDS Scheer AG sowie Gründer und Hauptgesellschafter der Information Multimedia Communication AG. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in Saarbrücken.

Sein Festvortrag »Wirtschaftsinformatik – wie viel Theorie verträgt die Praxis?« dürfte nach Meinung Grauers für Studierende, Hochschulangehörige wie auch besonders für Mittelständler hoch interessant sein. Grauer: »Scheer hat gezeigt, dass man an der Hochschule und als Unternehmer erfolgreich sein kann.« August-Wilhelm Scheer erhält den diesjährigen Philip Morris Forschungspreis für die Entwicklung von »ARIS: Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem« sowie »ARIS: Modellierungsmethoden, Metamodelle, Anwendungen«.

Wirtschaftsinformatik für mittelständische Unternehmen – nicht nur der Festvortrag dürfte die angesprochene Klientel faszinieren. Auch die Wirtschaftsinformatik auf dem Haardter Berg sieht sich der Region und deren Arbeitgebern verpflichtet. Grauer: »Wir bilden nicht nur für Banken und Konzerne aus, sondern auch speziell für mittelständische Unternehmen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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