Wisent stirbt durch Missgeschick

 Die Wisentherde in freier Natur ist geschrumpft. Wisent-Kuh Abtisa ist durch einen unglücklichen Unfall an der Hirschfütterung „Homrighausen“ später verstorben. Foto: Archiv
  • Die Wisentherde in freier Natur ist geschrumpft. Wisent-Kuh Abtisa ist durch einen unglücklichen Unfall an der Hirschfütterung „Homrighausen“ später verstorben. Foto: Archiv
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sz - Nach einer unglücklichen und ganz außergewöhnlichen Begebenheit ist die 2008 geborene Wisent-Kuh Abtisa trotz umfangreicher medizinischer Hilfe gestorben. Damit besteht die Herde derzeit aus 19 Tieren, wie der Trägerverein Wisent-Welt-Wittgenstein mitteilt. Am Freitag der vergangenen Woche hatte der Wildmeister der Wittgenstein-Berleburg’schen Rentkammer, Patrick Rath, die Kuh Abtisa an der Hirschfütterung „Homrighausen“ entdeckt. Sie hatte sich unglücklich an einem der Futtertische verhakt. Wie lange sie sich bereits in dieser extrem unglücklichen Position befand, war nicht festzustellen. Sofort wurde Wisent-Ranger Jochen Born hinzugezogen, ebenso Tierarzt Ivan Hafner aus Bad Berleburg.

Beide versuchten zunächst, die Holzbalken abzusägen, die die Kuh blockierten, um diese so zu befreien. Die Kuh reagierte darauf jedoch in Panik. Damit brachte sie sich selbst und die beiden Menschen in Gefahr. Deshalb entschieden Tierarzt und Wisent-Ranger gemeinsam, das Tier zu sedieren. Anschließend konnte das Tier unter erheblichem Aufwand und Mühen in den in der Zwischenzeit herbeigeholten Viehtransportanhänger gebracht und dort auf dicken Strohlagen gebettet werden.

Die Kuh war da bereits nicht mehr in der Lage, selbstständig aufzustehen. Bei einer späteren weiteren Begutachtung der Kuh wurde jedoch festgestellt, dass sich ihr Zustand nicht verändert hatte. Tierarzt Hafner kam daraufhin zur der Einschätzung, dass ein weiteres Abwarten in dieser Situation aus Tierschutzsicht nicht geboten sei. Entweder müsse das Tier erlöst oder aber in die Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen gebracht werden. Diese war auf Anfrage auch bereit, die Wisent-Kuh aufzunehmen und zu versuchen, sie zu stabilisieren.

Um alle Mittel auszuschöpfen, berichtet Johannes Röhl, wurde die Kuh deshalb nach Gießen transportiert, wo sie am Montagnachmittag ankam. Den Veterinären in Gießen gelang es allerdings nicht mehr, das Tier zu stabilisieren, so dass es in der Nacht zum Dienstag verendete. Zur genauen Feststellung der Todesursache wird die Kuh derzeit in der Tierpathologie der Universität in Gießen untersucht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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