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Bald beginnt die Erntezeit
Wo darf man Obst pflücken und wo nicht?

Neugierig beäugt der fünf Monate alte Kater Simba die ersten reifen Äpfel.

ap Siegen.  Unsere Obstbäume hängen derzeit voll mit reifen Früchten. Knallrote Punkte in Apfelbaumkronen, dunkle Brombeeren am Waldesrand und duftende Quittenbäume auf Feldern und Wiesen laden zum Pflücken ein. Das heimische Obst kann nicht nur bei einem ausgiebigen Spaziergang entdeckt werden, auch Plattformen wie www.mundraub.org bieten virtuelle Karten mit Standorten von Kirschbäumen, Kräuterfeldern, Hagebuttensträuchern und Co. Dort werden Fundorte miteinander geteilt, es wird zusammen gepflanzt und später dann auch gemeinsam geerntet. Die oberste Regel dabei: Beachte Eigentumsrechte.
Denn: Alles, was an Bäumen, Sträuchern oder Hecken wächst, gehört einzig und allein dem Grundstücksbesitzer.

ap Siegen.  Unsere Obstbäume hängen derzeit voll mit reifen Früchten. Knallrote Punkte in Apfelbaumkronen, dunkle Brombeeren am Waldesrand und duftende Quittenbäume auf Feldern und Wiesen laden zum Pflücken ein. Das heimische Obst kann nicht nur bei einem ausgiebigen Spaziergang entdeckt werden, auch Plattformen wie www.mundraub.org bieten virtuelle Karten mit Standorten von Kirschbäumen, Kräuterfeldern, Hagebuttensträuchern und Co. Dort werden Fundorte miteinander geteilt, es wird zusammen gepflanzt und später dann auch gemeinsam geerntet. Die oberste Regel dabei: Beachte Eigentumsrechte.
Denn: Alles, was an Bäumen, Sträuchern oder Hecken wächst, gehört einzig und allein dem Grundstücksbesitzer. Das gilt übrigens auch für überhängende Äste des reich bestückten Obstbaumes vom Nachbargrundstück auf die eigene Wiese. Früher war das Ernten Mundraub, heute ist es sogar Diebstahl. Allerdings muss niemand mit einem Strafverfahren rechnen, der einmal unerlaubt einen Apfel pflückt. Und auch wilde Beeren, Kräuter oder Pilze dürfen in kleinen Mengen für den Eigengebrauch geerntet werden.

Auf öffentlichen Flächen erlaubt

Auch auf öffentlichen Flächen darf jeder zugreifen, ohne mit einer Strafe rechnen zu müssen. Ob der Baum der Begierde auf öffentlichem Grund steht, lässt sich im Zweifelsfall bei den zuständigen Behörden der Stadt, wie zum Beispiel der Grünflächenabteilung, erfragen. Da aber auch viele Tiere die Obstbäume als Nahrungsquelle nutzen, sollte man sich auch hier nur in Maßen bedienen.
Aber wie erkennt man überhaupt, ob ein Apfel reif ist? „Wenn man ihn leicht dreht, sollte er mit Stiel abgehen, sonst ist er noch nicht reif“, erklärt der Neunkirchener Pomologe Theo Morgenschweis. Das könne aber je nach Sorte etwas variieren, der Golden Delicious sei beispielsweise schwerer vom Baum zu lösen als andere bekannte Äpfel. Generell solle man mit viel Vorsicht und dem passenden Werkzeug arbeiten, um Äste nicht zu beschädigen. Wer nicht sofort nach der Ernte einen leckeren Kuchen backen oder eine fruchtige Marmelade kochen möchte, sollte das Erntegut im Kühlschrank oder Keller aufbewahren. Nicht einlagern, aber sehr gut verwerten könne man zudem Fallobst, zum Beispiel für Mus oder Kompott.

 Ärger vorprogrammiert 

Da nicht jeder einen Obstbaum im heimischen Garten stehen hat, gibt es in vielen Kommunen Projekte wie das „Gelbe Band“. Dabei werden Bäume gekennzeichnet, die jeder abernten darf, ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Theo Morgenschweis sieht daran nicht nur positive Aspekte: „So sorglos wie viele mit unserer Natur umgehen und einfach die Äste herunterreißen, um an die Früchte zu gelangen, ist Ärger vorprogrammiert.“
Und was sagt die Krönchenstadt zu einem solchen Konzept? „Wir als Stadt Siegen konnten uns bislang noch nicht in dieser Thematik engagieren“, erläutert Dr. Sabine Schutz, Leiterin der städtischen Pressestelle. Dafür gebe es zwei Gründe: Zum einen seien städtische Flächen mit Obstbäumen oftmals verpachtet. Dieses Problem spricht auch Morgenschweis an: „Oftmals sind Flächen, die auf den ersten Blick aussehen wie öffentliche, in privatem Besitz. Da bräuchte man dann eine Umzäunung oder ganz deutliche Kennzeichnung jedes einzelnen Baumes.“ Zum anderen habe die Umweltabteilung der Stadt in den vergangenen Jahren zwar einige Obstbäume gepflanzt, diese seien aber noch zu jung, um nennenswert Früchte zu tragen. „Daher können wir bislang keine Wiesen auf Online-Karten eintragen“, so Schutz.

Autor:

Alexandra Pfeifer

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