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Kommentar zum NRW-Check
Wo drückt der Schuh?

SZ-Chefredakteur Markus Vogt.
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Diese Befunde haben es in sich. Gut einen Monat nach dem Ministerpräsidenten-Wechsel von Armin Laschet (CDU) zu Hendrik Wüst zeigen sich 64 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen unzufrieden mit der Arbeit der Landesregierung, 40 Prozent unzufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. Zwei Drittel (64 Prozent) der Wahlberechtigten würde sich im Fall einer Direktwahl des Ministerpräsidenten nicht für Amtsinhaber Wüst (CDU) entscheiden.

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Diese Befunde haben es in sich. Gut einen Monat nach dem Ministerpräsidenten-Wechsel von Armin Laschet (CDU) zu Hendrik Wüst zeigen sich 64 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen unzufrieden mit der Arbeit der Landesregierung, 40 Prozent unzufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. Zwei Drittel (64 Prozent) der Wahlberechtigten würde sich im Fall einer Direktwahl des Ministerpräsidenten nicht für Amtsinhaber Wüst (CDU) entscheiden.

Schlimmer noch: Das Vertrauen in die Lösungskompetenz der Landesregierung ist erschreckend gering. Das wird in vielen Einzelfragen des „NRW Check“ – der Umfrage der nordrhein-westfälischen Tageszeitungen – deutlich. Aber auch am zunehmenden Desinteresse, das die Bürger im bevölkerungsreichsten Bundesland der Politik entgegenbringen. Beispiel: Zwei Drittel der Befragten weiß nicht, wann die nächsten Wahlen in NRW sind!

Das ist demonstrative Gleichgültigkeit, die mehr als deutlich die Entfremdung zwischen Regierten und Regierenden offenbart. In einem Umfang, der angesichts der anstehenden Herausforderungen – nicht nur im Corona-Management – schädlich für ein funktionierendes Gemeinwesen ist.

Gelbe Karte für Hendrik Wüst

Solche Befunde müssen den Regierungschef Hendrik Wüst berühren. Er wird liefern müssen. Zu tun gibt es reichlich. Und wir werden weiter genau hinschauen.

Mit dem Format „NRW-Check“ setzt die Siegener Zeitung in den kommenden Wochen Themen mit Blick auf die Landtagswahl im Mai 2022. Gemeinsam mit 37 Tageszeitungen aus NRW – mit einer täglichen gedruckten Auflage von rund zwei Millionen Exemplaren und 9,8 Millionen Lesern.

Es geht dabei nicht um eine Kampagne, nicht um Einheitsbrei. Jede Redaktion setzt eigene Schwerpunkte – in Bericht und Kommentierung. Gemeinsam ist nur die Basis: miteinander entwickelte Themen und Fragen, die vom Meinungsforschungsinstitut forsa in Antworten und in eine daraus abgeleitete repräsentative Umfrage übersetzt werden.

Wo drückt den Menschen in Nordrhein-Westfalen der Schuh, was macht ihnen Sorgen, was macht sie zuversichtlich? Das werden wir zusammen mit Forsa ermitteln. Ihre Siegener Zeitung hat dabei natürlich die regionale Brille auf, wird ganz besonders den ländlichen Raum im Blick behalten.

Autor:

Markus Vogt (Chefredakteur) aus Siegen

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