Wo stehen diese Brunnen?

Vier Brunnen werden auch in dieser Woche gesucht.
bö - Wie immer geht es in der letzten Runde des SZ-Sommerrätsels über die Grenzen der Region hinaus. Traditionell werden die Leserinnen und Leser auf eine Reise in die sogenannten neuen Bundesländer mitgenommen. Dort gibt es immer noch viel zu entdecken, Reiseziele voller kultureller und architektonischer Attraktionen und dazu gehören auch die Brunnen. Für die Lösung werden die Namen der Brunnen und der jeweiligen Städte benötigt.

Diese Brunnen suchen wir

Brunnen A: Schon beim ersten zu lösenden Rätsel kann man über die kulturelle Schiene einiges aufdecken. Schließlich nimmt die lebensgroße Bronzefigur einer jungen Frau, die auf ihren Schultern zwei Gefäße mit Wasser balanciert, Bezug auf das wohl bekannteste deutsche Theaterstück. In einer Szene treffen sich Gretchen und Lieschen zum Wasserholen und Tratschen. Eine andere Szene des Dramas spielt im zweitältesten Gasthaus der Stadt, einem Weinkeller, der schon im 16. Jahrhundert zu den beliebtesten Lokalen der Stadt, die zu DDR-Zeiten für ihre Messe berühmt war, zählte. Der Name des am 31. Mai 1906 eingeweihten Brunnens benennt übrigens die Profession der Mädchen, die dort
Wasser für ihre Herrschaft holten. Das sechsseitige Becken aus Muschelkalkstein wurde übrigens von auswärts lebenden Ex-Bewohnern der Stadt finanziert. Den Mittelpunkt bildet eine mit Löwenköpfen geschmückte Säule, auf der die Figur der Wasserträgerin steht.
Brunnen B: Auf einer Sage basiert der Name des Wasserspenders am zweiten Etappenziel unserer Rätselreise. Als in längst vergangenen Zeiten Kaiser Otto die Stadt in Sachsen-Anhalt besuchen wollte, bestreuten die Bürger, obwohl sie das Chanson von Hildegard Knef noch nicht kennen konnten, die Straßen mit Rosen. Doch, manchmal läuft es eben wirklich dumm, führte der Fluss Saale just an diesem Tag Hochwasser, und der Kaiser und seine Recken mussten einen anderen Weg nehmen. Stattdessen trabte plötzlich ein Müllerbursche auf seinem nicht hochherrschaftlichem Reittier über den Blumenteppich, und die Bürger hatten ihren Spaß daran. Das 1913 vollendete Bauwerk zählt heute zu den bekanntesten und beliebtesten Brunnen der Stadt. Der Brunnen steht auf dem ?Alten Markt? der Stadt, wo schon im frühen Mittelalter rege gehandelt wurde. Ein kleiner Hinweis noch für Fußballfreunde- und freundinnen: Der in der Ex-DDR durchaus renommierte Klub (gerne die ?Chemiker? genannt) ist gerade in die 3. Liga aufgestiegen.
Brunnen C: Die vielleicht leichteste Aufgabe dürfte es sein, den Namen dieses, ja, man kann es sicherlich so nennen, Denkmals herauszufinden. In der Stadt, in der der Brunnen steht, hat einer der ganz großen Deutschen einen Großteil seiner Kindheit verbracht, und er ist natürlich auch ihm gewidmet. Auf dem 1913 geschaffenen Denkmal steht übrigens eine Figur des heiligen St. Georg, des Schutzpatrons der Stadt. Drei große Bildreliefs stellen wichtige Stationen im bewegten Leben des Mannes dar, der nicht nur Deutschland, sondern die Welt verändert hat. Die Stadt, sie erhielt übrigens 1400 die Stadtrechte, ist bekannt für die Gewinnung von Kupfer und Silber in Hütten. Der Vater des Brunnennamensgebers siedelte sich 1448 als Hüttenmeister an. Der Gesuchte war Ministrant in der St. Georgskirche, hat sich aber im weiteren Verlauf seines Lebens in Rom überhaupt nicht mehr viele Freunde gemacht.
Brunnen D: Bekannter noch als die Stadt, in der vierte zu suchende Brunnen steht, ist das hoch über der Kommune thronende Bauwerk, das seit 1999 zum Welktkulturerbe zählt. Dieser Touristenmagnet spielt auch im Leben der im dritten Rätsel gesuchten Persönlichkeit eine entscheidende Rolle. Der Brunnen ist übrigens unter zwei Namen bekannt. Gesucht wird der, der an den Stadtheiligen erinnert. Dabei handelt es sich um einen Ritter und Drachentöter, der wegen seiner vergoldeten Rüstung vermutlich schon im Mittelalter auch "Güldenmannsbrunnen" - damit ist der zweite Name raus - genannt wurde. Wie das Bach-Denkmal (der Komponist wurde in der Stadt geboren) musste auch der Brunnen den Nazis weichen. Um den Marktplatz für Aufmärsche und Paraden zu vergrößern, wurde er versetzt. Bekannt ist die Stadt außerdem als ein Zentrum des Automobilbaus.

Einsendeschluss ist der 15. August

Drei Wege führen auch zum Abschluss des Sommerrätsels, das traditionsgemäß im Osten Deutschlands verortet ist, in die SZ-Lostrommel: Ihre Lösungen zu den gesuchten Brunnen können Sie uns per Post, per E-Mail oder online zusenden. Aus allen Einsendungen mit den korrekten Lösungen werden die Gewinner ausgelost. Einsendeschluss der dritten Rätselrunde ist Mittwoch, 15. August 2012. Entscheiden Sie sich für den E-Mail-Weg, dann senden Sie die Namen der gesuchten Brunnen und Städte an raetsel@siegener-zeitung.de. Alternativ steht Ihnen natürlich auch unser Formular unter der Adresse raetsel.siegener-zeitung.de zur Verfügung, das Sie auch durch einen Klick auf die Weltkugel am Anfang dieses Textes erreichen. Postkarten oder Briefe schicken Sie bitte an folgende Anschrift: Siegener Zeitung, Stichwort Sommerrätsel, Obergraben 39, 57072 Siegen. Wichtig: Geben Sie Ihre volle Absenderadresse an, egal, welchen Weg Sie nutzen.
Mitmachen lohnt sich, denn auch in diesem Sommer gibt es in jeder Rätselrunde wieder tolle Preise zu gewinnen: vier Geldpreise, gestaffelt von 25 bis
125 Euro, außerdem 16 Buchpreise.
Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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