Wölfe im Wendener Land?

 Dieses Reh ist bei Ottfingen auf sehr ungewöhnliche Weise gerissen worden. Weitere Indizien sowie ein weiterer Fund eines auf identische Art getöteten Rehs in der Nähe des Golfplatzes lassen die Vermutung aufkommen, der Wolf könne nun auch in den Kreis Olpe vorgedrungen sein. Foto: privat
  • Dieses Reh ist bei Ottfingen auf sehr ungewöhnliche Weise gerissen worden. Weitere Indizien sowie ein weiterer Fund eines auf identische Art getöteten Rehs in der Nähe des Golfplatzes lassen die Vermutung aufkommen, der Wolf könne nun auch in den Kreis Olpe vorgedrungen sein. Foto: privat
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hobö -Das NRW-Umweltministerium bestätigte am 30. Januar 2015, dass eine Wildkamera in einem Waldgebiet im Kreis Siegen-Wittgenstein zwischen Siegen und Neunkirchen einen Wolf festgehalten hat. Die acht Tage zuvor von einer Wildkamera erzeugte Aufnahme zeigt, wie der Isegrim nachts durch einen Wald streift. Die Fotos wurden vom „Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland“ (LUPUS) im sächsischen Spreewitz auf ihre Echtheit geprüft.

Jetzt bestätigte ein Jäger aus Ottfingen auf Anfrage der SZ, dass er auf Indizien für einen „Wolf-Besuch“ auch im Wendener Land gestoßen sei. Vorweg: Einen 100-prozentigen Beweis für diese These, wie etwa besagtes Foto der Wildkamera im Siegerland, gibt es nicht, aber die gefundenen Spuren sind nicht nur für den Ottfinger „eindeutige Indizien“ für die Anwesenheit eines Wolfs am Löhkopf in Ottfingen.

Als in der zweiten November-Woche Schnee gefallen war, stieß die Frau des Ottfinger Jägers beim Spaziergang auf ein gerissenes Reh. Daraufhin machte sich der passionierte Jäger auf den Weg zum Fundort auf dem südlich von Ottfingen gelegen Löhkopf. Dort wunderte er sich, denn der Riss sei ungewöhnlich gewesen, erklärte er gegenüber der SZ.

Sowohl Kopf als auch Hals fehlten komplett, die Innereien seien bis auf die Leber aus dem Kadaver gerissen worden. Hunde würden normalerweise in die Keule beißen, um das Reh zu Boden zu strecken. Dort seien aber keinerlei Bissspuren vorhanden gewesen. Wölfe hingegen würden ein Reh direkt im Kehlenbereich am Hals greifen. Doch diese Körperteile fehlten für eine eingehende Untersuchung. Das Reh sei überdies auf einem abgeernteten Maisfeld geschlagen und dann in den Wald geschleppt worden, dies sei völlig untypisch für einen Hund, erklärte der Fachmann.

Auch die Pfotenabdrücke seien auffällig gewesen und hätten die Merkmale eines Wolfes. Von dem Luchs, der kürzlich durch die heimischen Reviere streunte, hätten die Abdrücke nicht sein können. Dies habe er anhand der selbstgeschossenen Fotos abgeglichen. Einige Tage nach dem Fund habe er an anderer Stelle ebenfalls die für Wölfe typischen Abdrücke gefunden, berichtete der Ottfinger Naturfreund.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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