Wohnen in ehemaliger Lahnklinik

 Kaufmann Berthold Wiora und Makler Matthias Thomé, die Investoren Hans Ulrich Burk und Olaf Gillmann sowie Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Insolvenzverwalter Carsten Koch (v.l.) stellten am Donnerstag das Vorhaben „Lahnklinik“ vor. Foto: Holger Weber
  • Kaufmann Berthold Wiora und Makler Matthias Thomé, die Investoren Hans Ulrich Burk und Olaf Gillmann sowie Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Insolvenzverwalter Carsten Koch (v.l.) stellten am Donnerstag das Vorhaben „Lahnklinik“ vor. Foto: Holger Weber
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howe - Wenn auch das Pressegespräch am Donnerstag nicht gerade unter den professionellsten Umständen stattfand – nämlich sozusagen zwischen Tür und Angel auf dem Flur des Hauses Hackenberg –, so merkte man doch dem Investor der beiden Lahnklinik-Komplexe deutlich an: Hier steckt Herzblut dahinter.

Gestatten: Hans Ulrich Burk aus dem benachbarten Dautphetal-Herzhausen, Geschäftsführer der Burk & Gillmann Hausträger GmbH, hat die Lahnklinik gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Olaf Gillmann erworben, und zwar mit allem Drum und Dran. 18.367 Quadratmeter Grundstücksfläche hat das Areal mit Haus I und II sowie, man höre und staune, die Minigolfanlage an der Teufelskanzel inklusive herrlichem Waldstück. Die Minigolfanlage hatte Pächter Michael Leismann nämlich vor knapp sechs Jahren aus der Insolvenzmasse heraus über den Insolvenzverwalter sichern können. Seitdem läuft die Teufelskanzel ganz ordentlich. Für Michael Leismann ändert sich künftig lediglich der Vermieter.

Was Hans Ulrich Burk genau mit den Häusern vor hat, das wusste er zu hundert Prozent noch nicht. Mehrere Alternativen und Möglichkeiten gebe es, dennoch war herauszuhören, zu welchem Loch der Dautphetaler am Ende raus will: Es dürfte sich um zunächst 80 Plätze betreutes, behindertengerechtes Wohnen drehen, eine Art Pflegeheim. Zehn Zimmer, so hieß es, könnten für Schwerstpflegebedürftige vorgehalten werden.

Ein Hotel, wie den Kornspeicher in Marburg, wird es definitiv nicht geben, wie Burk verriet. Damit erwähnte der Investor auch eines seiner wohl besten Referenzobjekte. Für 2,5 Mill. Euro bauten Burk und Gillmann vor einigen Jahren den Kornspeicher im Marburger Industriegebiet um. Betreiber des Hotels ist die gemeinnützige Kornspeicher gGmbH, als alleinige Gesellschafterin fungiert die Soziale Hilfe Marburg.

Zurück in die Sebastian-Kneipp-Straße in Bad Laasphe: Denn mit dem Erwerb der ehemaligen Lahnklinik springe er sicher nicht ins kalte Wasser, erläuterte Hans Ulrich Burk. „Das Objekt ist in der Substanz in einem guten Zustand.“ 60 bis 70 Prozent seien geleistet, zwei Fahrstühle seien vorhanden. Selbstverständlich werde ein hoher Betrag in die Sanierung fließen, Zahlen wolle er aber nicht nennen. Er sei sich sicher, dass man etwas Nachhaltiges aus der Immobilie machen könne. Aber nochmal: „Final“ sei noch keine Entscheidung getroffen worden, was mit den Häusern passiere.

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