Wolf wird zurückkehren

Laut Nabu liegen für Nordrhein-Westfalen aus diesem Jahr nur sieben bestätigte Meldungen über durchwandernde Wölfe vor. Archivfoto: damo
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sz/dima - Die Bauern und Jagdrechtsinhaber in Westfalen-Lippe fordern eine offene Debatte über verantwortliche Wege in der Bestandsregulierung von Wölfen durch die Jagd. Gemeinsam gehen sie davon aus, dass der in hiesigen Breiten seit fast 200 Jahren ausgestorbene Wolf in absehbarer Zeit zurückkehren wird. Das teilte der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) am Dienstag mit. Es gelte deshalb, sich rechtzeitig auf diese Situation einzustellen. Die Verbände verwiesen auf die Ergebnisse eines Wolfsgutachtens, das am Dienstag in Münster vorgestellt wurde.

„Alle bisherigen Schutzmaßnahmen und Entschädigungsregeln waren bisher höchst unbefriedigend. Es muss deutlich mehr passieren als nur eine ,Willkommenskultur‘ für den Wolf auszurufen, wie es die ehemalige NRW-Landesregierung getan hat“, sagte Johannes Röring, amtierender Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands.

„Es geht nicht darum den Rückkehrer Wolf aus unserer Kulturlandschaft zu verbannen. Wir wollen vielmehr einen verantwortlichen Umgang im künftigen Zusammenleben mit dem Wolf“, sagte Clemens Freiherr von Oer, Vorsitzender des Verbandes der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe. Grundsätzlich beobachten WLV und VJE, dass die gesellschaftlichen Debatten über die Wiederansiedlung des Wolfes sehr emotional geführt würden, was für eine verantwortungsvolle Behandlung des Themas nicht hilfreich sei.

Der Nabu hält die vom WLV und den Jägern befeuerte öffentliche Debatte zur Aufweichung des Schutzstatus’ von Wölfen für unnötig und fordert von der Politik ein klares Bekenntnis zum Schutz des Wolfes. Die Naturschützer lehnen eine Herabstufung des Schutzstatus‘ sowie eine Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht strikt ab. Mit Blick auf die vielfach diskutieren Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere sehen die Naturschützer in möglichen Abschüssen keine Lösung. Nabu-Wolfsexperte Thomas Pusch meint, es sei stattdessen wichtig, die Tierhalter stärker zu unterstützen und Maßnahmen ausreichend zu finanzieren. Herdenschutz müsse vor Ort leistbar werden. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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