Wundersame Wacholdervermehrung

 Rund 60 Teilnehmer erfreuten sich an der Neujahrswanderung des Bindweide-Fördervereins. Foto: rai

rai - Die Neujahrswanderung des Fördervereins der Grube Bindweide ist ein schöner und beliebter Brauch: Gut 60 Teilnehmer spazierten durch die wie aus einem riesigen Puderzuckerstreuer bestäubte weiße Winterlandschaft.

Begrüßt wurden sie von Gebhardshains Altbürgermeister Konrad Schwan, der bis Silvester qua amt Vorsitzender des Fördervereins war. Mit dem designierten Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, Bernd Brato, sei es abgesprochen, dass die Organisation der seit rund 25 Jahren praktizierten Neujahrswanderung an diesem Jahreswechsel so belassen werde wie bislang: Vorstandsmitglied Joachim Weger und er selbst stemmten dies. Und so führte Schwan die Teilnehmer von Steinebach über den Mühlenweg bis nach Elben. Im ehemaligen Mühlendorf, das im Vorjahr die erste urkundliche Erwähnung vor 700 Jahre feierte, wurde über Jahrzehnte Wacholder gebrannt.

Dies ist längst ein abgeschlossenes Kapitel in der Chronik des Dorfes, aber es wird in gewisser Weise noch an diesen Wirtschaftszweig im Dorf erinnert. Es gibt einen Wacholderweg, und an dem Straßenschild ist eine typische, jedoch etwas größer ausgefallene Flasche aus Steinzeug angebracht. Offenbar hat die Brennerei Peter Meyer seit 1897 existiert, wie das „anno“ auf der Flasche andeutet.

Auch wenn schon lange kein Wacholder mehr in Elben gebrannt wird, so soll auf wundersame Weise dort einmal im Jahr noch eine kleine Flasche Wacholder zum Vorschein kommen, erzählte Konrad Schwan an Ort und Stelle den Wanderern. Und weil das immer in der Neujahrsnacht passiere, habe er eigens in der Nacht vor der Wanderung des Fördervereins nachgeschaut. Wie dem auch sei: Ein Gläschen schenkte er den Wanderfreunden aus – und auch in den Vorjahren gab es bei der ersten Wanderung im neuen Jahr immer eine Überraschung, z. B. als Schornsteinfegermeister Christian Baldus vorbeischaute.

Diesmal führte die rund fünf Kilometer lange und zweistündige Tour weiter bis zur Pfarrkirche Maria-Magdalena in Gebhardshain. Dort wurde die derzeit aufgebaute historische Krippe besichtigt. Nach ca. zwei Stunden zurück in Steinebach kehrten die Wanderer, die auch von außerhalb der Altverbandsgemeinde Gebhardshain kamen, am Ziel ein: dem Westerwaldmuseum von Gerhard Weller.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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