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Kinder und Jugendliche in Siegen-Wittgenstein
Zahnhygiene deutlich verbessert

Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist eine klar positive Tendenz bei Kindern und Jugendlichen in Sachen Zahnhygiene zu verzeichnen. Es ist jedoch zu befürchten, dass der Corona-Lockdown diese Entwicklung ein bisschen eingebremst hat.
  • Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist eine klar positive Tendenz bei Kindern und Jugendlichen in Sachen Zahnhygiene zu verzeichnen. Es ist jedoch zu befürchten, dass der Corona-Lockdown diese Entwicklung ein bisschen eingebremst hat.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

juka Siegen. Für viele ist es von klein auf zur Routine geworden. Ob vor dem ins Bett gehen oder dem Weg in den Kindergarten, zur Schule oder auf die Arbeit: Der Griff zur Zahnbürste gehört einfach dazu. Anlässlich des Tags der Zahngesundheit am Freitag appelliert der gleichnamige Arbeitskreis in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, diesen auch weiterhin konsequent durchzuführen, aber auch darüber hinaus zu denken.
Denn der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gesundheit beginnt im Mund! - Mahlzeit!“ und rückt damit die zahnbewusste Ernährung, neben der richtigen Mundhygiene, der halbjährlichen Kontrolle und der regelmäßigen Fluoridanwendung eine der vier Säulen der Zahngesundheit, in den Vordergrund.

juka Siegen. Für viele ist es von klein auf zur Routine geworden. Ob vor dem ins Bett gehen oder dem Weg in den Kindergarten, zur Schule oder auf die Arbeit: Der Griff zur Zahnbürste gehört einfach dazu. Anlässlich des Tags der Zahngesundheit am Freitag appelliert der gleichnamige Arbeitskreis in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, diesen auch weiterhin konsequent durchzuführen, aber auch darüber hinaus zu denken.
Denn der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Gesundheit beginnt im Mund! - Mahlzeit!“ und rückt damit die zahnbewusste Ernährung, neben der richtigen Mundhygiene, der halbjährlichen Kontrolle und der regelmäßigen Fluoridanwendung eine der vier Säulen der Zahngesundheit, in den Vordergrund.
Denn alles, was wir in unserem Alltag essen und trinken, nimmt direkten Einfluss auf die Mund- und somit auch Allgemeingesundheit. Je nach Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeiten kann dies das Entstehen von Krankheiten beschleunigen“, zeigt der Arbeitskreis auf. Eine zuckerreiche Ernährung würde so die Entstehung von Karies begünstigen, säurehaltige Lebensmittel die Erosionen am Zahnschmelz und eine vitamin- sowie mineralstoffarme Ernährung hielte das Immunsystem auf Dauer nicht intakt.

Tee statt Cola für die Zahngesundheit

Empfohlen werden daher zuckerfreie Getränke wie Wasser oder ungesüßter Tee sowie pflanzliche Lebensmittel. Darunter fallen Obst und Gemüse und Getreideprodukte. Aber auch Kartoffeln, Reis, Nudeln, Bulgur oder Couscous sollten reichlich verzehrt werden. Vorsichtiger sollte dagegen mit tierischen Lebensmitteln, zu denenen Milch, Milchprodukte, aber auch Wurst, Fleisch, Fisch und Eiern gehören, umgegangen werden, die, genauso wie Süßigkeiten, eher selten auf dem Speiseplan stehen sollen.
Mit der Initiative hat der Arbeitskreis Zahngesundheit insbesondere Kinder und Jugendliche im Blick. „Besonders die brauchen über den Vormittag in Kindertagesstätte und Schule viel Energie und auch Nährstoffe, um aktiv und leistungsfähig zu sein“, betont der Arbeitskreis. Die aktuellen Zahlen aus dem Untersuchungsbericht des zahnärztlichen Dienstes, stammend aus den Jahren 2018 und 2019, zeichnen für den Kreis Siegen-Wittgenstein ein gutes Bild. Bei den Dreijährigen wurden 89,8 Prozent der Patienten als gesund bezeichnet, nur neun Prozent waren behandlungsbedürftig. Bereits Eingriffe hinter sich hatten nur 1,2 Prozent. Damit schneidet der Kreis auch im überregionalen Vergleich gut ab. Deutschlandweit galten in diesem Zeitraum „nur“ 86,8 Prozent als gesund.

Gute Zahlen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein

Auch bei den Zwölfjährigen – in dem Alter ist der Zahnwechsel „durch“ – sehen die Zahlen gut aus. 84,20 Prozent der behandelten Kinder werden im Kreis Siegen-Wittgenstein als „primär gesund“ bezeichnet. Das sind deutlich mehr als es noch in den Jahren 2004/2005 (55,4 Prozent) und 2009/2010 (69,1 Prozent) der Fall waren. nur 5,3 Prozent benötigen eine weiterführende Behandlung und bei 10,5 Prozent musste bereits eine Reparatur vorgenommen werden. Im deutschlandweiten Vergleich (78,8 Prozent) hat der Kreis auch hier die Nase klar vorne. „Es ist eine kar positive Tendenz zu erkennen“, freut sich Dorothea Freyberg vom Arbeitskreis Zahngesundheit über die Zahlen. Maßgeblich dafür sei neben Prophylaxemaßnahmen auch die Arbeit in Kindergärten, wo zum einen in vielen Fällen auf ein gemeinsames, ausgewogenes Frühstück geachtet, zum anderen aber auch großer Wert auf das Zähneputzen nach den Mahlzeiten gelegt wird.

Corona-Krise könnte sich negativ auf Zahngesundheit auswirken

Daher befürchten Experten, dass sich die Corona-Situation negativ auf die Zahnhygiene bei Kindern und Jugendlichen ausgewirkt haben könnte, da ein einheitliches und ausgewogenes Frühstück in den Kindergärten durch die vorübergehenden Schließungen nicht mehr möglich war und auch die Zahnputz-Gewohnheiten etwas auf der Strecke geblieben sein könnten. „Eine feste Aussage kann man darüber aber noch nicht treffen. Das geht erst, wenn uns Zahlen vorliegen“, erklärt Freyberg.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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