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Hohe Kosten
Zehn-Meter-Sprungturm im Freibad Geisweid soll saniert werden

Kann sich auch im Alter von fast sieben Jahrzehnten noch sehen lassen: Der Zehn-Meter-Turm im Geisweider Schwimmbad. Damit das so bleibt, muss er noch einmal kostspielig saniert werden.
  • Kann sich auch im Alter von fast sieben Jahrzehnten noch sehen lassen: Der Zehn-Meter-Turm im Geisweider Schwimmbad. Damit das so bleibt, muss er noch einmal kostspielig saniert werden.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Geisweid. Er ist eine mehrfach herausragende Konstruktion: Nicht nur, was seine Höhe angeht, auch als Alleinstellungsmerkmal des Warmwasserfreibads Geisweid ist der Zehn-Meter-Sprungturm weit über die Siegener Stadtgrenzen hinaus bekannt – und das bereits seit vielen Jahrzehnten. Das, so wollen es die Siegener Stadtverwaltung und die Politik, soll auch so bleiben. Zum Nulltarif ist das jedoch nicht zu haben.

Zehn-Mete

js Geisweid. Er ist eine mehrfach herausragende Konstruktion: Nicht nur, was seine Höhe angeht, auch als Alleinstellungsmerkmal des Warmwasserfreibads Geisweid ist der Zehn-Meter-Sprungturm weit über die Siegener Stadtgrenzen hinaus bekannt – und das bereits seit vielen Jahrzehnten. Das, so wollen es die Siegener Stadtverwaltung und die Politik, soll auch so bleiben. Zum Nulltarif ist das jedoch nicht zu haben.

Zehn-Meter-Springturm wurde 1953 in Geisweid in Betrieb genommen

Der Rat bestätigte jetzt einen Dringlichkeitsantrag, der den Weg zu einer Sanierung der Sprunganlage ebnen soll. Der markante Turm wurde 1953 in Betrieb genommen, ist somit schon fast 70 Jahre alt. 2010 wurde er bereits umfangreich saniert, jetzt aber hat er genau das offenbar wieder dringend nötig. Ein Ingenieurbüro hat festgestellt, dass der Zehner zwar insgesamt in einem „erhaltenswerten Zustand“ sei, aber Sanierungsmaßnahmen zwingend erforderlich seien. Ein entsprechender Sanierungsplan liegt vor und soll demnächst abgearbeitet werden.
Der Turm, eine Stahlbetonkonstruktion mit mehreren Sprungebenen (ein Sprungbrett auf 3 Metern sowie Plattformen auf 5, 7,5 und 10 Metern Höhe) ist laut Stadtverwaltung einer der wenigen erhaltenen Zehner in deutschen Bädern überhaupt. Die Kosten für die Sanierung haben es in sich. Auf etwa 101.000 Euro werden sie geschätzt.

Stadt Siegen möchte Fördergelder abgreifen

Damit die Stadt Siegen nicht allein auf ihnen sitzen bleibt, möchte sie in einen Fördertopf greifen. Der passende dafür ist der Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten, ein Programm, das in den vergangenen Monaten bereits so mancher Kommune in der Region unter die Arme gegriffen hat. 90 Prozent der Kosten sollen über das vom Bund aufgelegte Programm finanziert werden, der städtische Eigenanteil von 10 Prozent soll im Haushalt 2021 veranschlagt werden.
Fristablauf für die Antragstellung war bereits Mitte Januar – ausgerechnet im tiefsten Lockdown, in einer Zeit, in der die politischen Gremien gar nicht tagten. Da jedoch ein Ratsbeschluss als Grundlage benötigt wurde, hat die Stadt eine Dringlichkeitsentscheidung getroffen. Der Rat hatte dies in seiner ersten Sitzung im Nachgang zu genehmigen.

Bürgermeister Steffen Mues und Detlef Rujanski unterzeichnen Dringlichkeitsbeschluss

Eil- und Dringlichkeitsentscheidungen sieht die NRW-Gemeindeordnung genau für solche Fälle vor: Wenn eine Entscheidung, die eigentlich einem Ausschuss oder dem Rat vorbehalten ist, schneller getroffen werden muss, als das betreffende Gremium einberufen werden kann, darf der Bürgermeister mit einem Ratsmitglied vorab entscheiden – und sich dies später legitimieren lassen. In diesem Fall haben Bürgermeister Steffen Mues und SPD-Fraktionschef Detlef Rujanski die Dringlichkeitsentscheidung unterzeichnet.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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