Zu viel Wild für die Waldbesitzer

Sorgen macht  den Waldbesitzer der hohe Wildbestand, der in einigen Gebieten bereits zu Totalschäden geführt habe. Archivfoto: Dirk ManderbachFür ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in den Waldgenossenschaften wurden einige Waldbauern geehrt. Forstamtsdirektor Diethard Altrogge (l.) und Uli Kolb vom Waldbauernverband (2. v. r.) zeichneten auf Hohenroth Helmut Krämer (2. v. l.), Othmar Schmidt (3. v. l.) und Hartmut Weiss (r.) aus. Foto: Forstamt
  • Sorgen macht  den Waldbesitzer der hohe Wildbestand, der in einigen Gebieten bereits zu Totalschäden geführt habe. Archivfoto: Dirk ManderbachFür ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in den Waldgenossenschaften wurden einige Waldbauern geehrt. Forstamtsdirektor Diethard Altrogge (l.) und Uli Kolb vom Waldbauernverband (2. v. r.) zeichneten auf Hohenroth Helmut Krämer (2. v. l.), Othmar Schmidt (3. v. l.) und Hartmut Weiss (r.) aus. Foto: Forstamt
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sz - Rund 350 Waldbesitzer waren jetzt zu den Winterversammlungen ins Forsthaus Hohenroth und in den Eichener Hamer gekommen. Es ging um einen Rückblick aufs vergangene Jahr, Aktuelles aus der Forstpolitik und den Ausblick auf 2015. Forstdirektor Diethard Altrogge wies darauf hin, dass seit dem letzten Jahr insbesondere wald- und umweltpolitische Themen den forstlichen Alltag für Waldbesitzer und Förster nicht immer leicht gemacht hätten, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung darstellten, miteinander gute und auch weiterhin kluge Forstwirtschaft zu betreiben. Ein kommendes neues Landesjagdgesetz, ein neues Landschaftsgesetz, die Novellierung des Landesforstgesetzes, Kartellklage, Entgeltordnung, Biodiversität oder Natur-Erbestiftung erwähnte Altrogge als Beispiele und stellte klar, dass das Forstamt die vielen Bedenken, Sorgen und Nöte der Waldbesitzer, insbesondere wenn es um Erträge aus der Forstwirtschaft oder Eigentumsrechte gehe, gut verstehen könne.

Überaus kritische Worte fanden die Experten des Forstamts zur Wald-Wild-Situation im Forstamtsbereich. Sie führten aus, dass die Abschusszahlen noch nie so hoch gewesen seien wie heute, also die Wildbestände extrem angewachsen seien. Die Waldbereiche im Forstamt Siegen-Wittgenstein, wo Rotwild heimisch sei, wiesen zum Teil katastrophale Zustände auf. Teile Wittgensteins, aber auch der Großraum Netphen und das Südsiegerland seien stellenweise total geschädigt. Dazu komme, dass sich das Rotwild in viele Bereiche ausbreite und nun auch Wälder aufsuche, in denen es früher nicht heimisch gewesen sei.

Altrogge appellierte an die Waldbesitzer, das Thema endlich ernst zu nehmen und sich zusammen mit den Jägern und den Förstern um „eine scharfe Wildreduzierung, aber auch eine wildbiologisch ausgewogene und ethisch ausgerichtete Bejagung zu kümmern“, denn ein alleiniges Absenken der Wildbestände sei nicht der Schlüssel zum Erfolg.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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