„Zum Ebsch“ wird immer gerader

 Im vorderen Bereich der Straße „Zum Ebsch“ wird kräftig gebaut. Der hintere Teil, von Stahl- und Leichtmetallbau Kuhmichel bis hierher, ist fertiggestellt. Foto: Holger Weber
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howe - Die Straße „Zum Ebsch“ in Hesselbach erhitzte in den vergangenen zwei Jahren die Gemüter in Hesselbach. Zwar sahen die Anwohner ein, dass die marode Straße erneuert werden musste, doch um das „Wie“ schieden sich die Geister. Viele vornehmlich ältere Bürger vertraten die Ansicht, ein neuer Oberbau mit einer frischen Asphaltdecke würde reichen. Sie seien nicht willens und in der Lage, so die Argumentation, die hohen Anliegerkosten zu tragen, wenn denn ein Ausbau in großem Stil erfolge.

Dagegen sprachen sich die meisten jüngeren Anlieger für einen umfangreicheren Ausbau aus. Dann habe man schließlich die nächsten Jahrzehnte Ruhe. Mit Elmar Bayer holte sich die Verwaltung einen erfahrenen Planer ins Boot, der unter anderem für den Ausbau der Oberndorfer Straße verantwortlich zeichnete. Allerdings stießen dessen Ausführungen bei der Bürgerversammlung im November nicht überall auf Einvernehmen. Die Anlieger kritisierten die Fülle und den Aufwand der Stützbauwerke. Große Mauern würden am Ebsch gebaut, hieß es. Das treibe ja nur die Kosten in die Höhe. Das Planungsbüro schaute nochmal über seine Entwürfe und suchte vor Ort nach Lösungen. Zugleich machte Beigeordneter Dieter Kasper den Bürgern klar, dass eine „Flickschusterei“ einfach nicht gehe. Es könnte nicht sein, dass man Straßen herstelle, die keine Bordsteine, keine Straßenentwässerung und keine Beleuchtung aufwiesen. Im Frühjahr dieses Jahres vergab die Stadt die Baumaßnahme, im März rückten die Bagger an. Und was ist draus geworden?

Von Stahl- und Leichtmetallbau Kuhmichel bis zum vorderen Eck des Hauses Reuter-Fischer ist die Straße bereits hergestellt. Die Bordsteine sind sauber gesetzt, die Entwässerung sieht prima aus und in der Kurve hat der Planer gänzlich auf Mauerbauwerke verzichtet - so, wie es die Anlieger gefordert hatten und so, wie sich die Ergebnisse der Nachverhandlungen mit den Eigentümern präsentierten. Die Böschung dürfte auch ohne Mauer ausreichend abgefangen sein. „Der hintere Teil ist abgeschlossen“, verriet Dieter Kasper im SZ-Gespräch. Der untere Teil bis zur Kreisstraße, der zweite Teilbereich, könne in diesem Monat abgeschlossen sein. Dann wäre die komplette Baumaßnahme „Zum Ebsch“ in Hesselbach beendet. Dieter Kasper fand lobende Worte für die Zusammenarbeit mit den Anliegern. Die Beschwerden hielten sich „im normalen Bereich“. Erfreulich sei, dass ja sogar im Kurvenbereich aktuell ein Neubau entstanden sei. Im Vorfeld der Baumaßnahme hatte die Verwaltung die Kosten bereits von 550.000 Euro auf 330.000 Euro reduzieren können. Und obwohl die Anliegerbeiträge zuletzt erhöht worden waren, bleibt es bei der Beteiligung von 50 Prozent. Pro Quadratmeter zahlen die Anwohner also zwischen 12,50 und 13 Euro. Noch ein paar Wochen, dann dürfen die Hesselbacher im Ebsch aufatmen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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