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Gemischte Gefühle: Schulen wieder im Präsenzunterricht
Zurück in voller Klassenstärke

Solche Szenen gab es zuletzt nur selten zu sehen: Seit Montag sind die Schüler in den meisten Kommunen in Nordrhein-Westfalen zurück im Präsenzunterricht und dürfen wieder vor Ort mit ihren Freunden und Lehrern lernen.
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  • Solche Szenen gab es zuletzt nur selten zu sehen: Seit Montag sind die Schüler in den meisten Kommunen in Nordrhein-Westfalen zurück im Präsenzunterricht und dürfen wieder vor Ort mit ihren Freunden und Lehrern lernen.
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juka/kay Siegen/Olpe. Gefühlt sind es Bilder aus einer anderen Zeit: Von der Bushaltestelle strömen Scharen von Schülern in Richtung Gebäude, auf dem Hof treffen sich Kinder und Jugendliche auch klassen- und jahrgangsübergreifend wieder in voller Stärke. Seit Montag sind die Schüler in
Siegen-Wittgenstein und Olpe zurück im Präsenzunterricht. Das Ende des Distanz- und Wechsellernens ist besiegelt – bis auf Weiteres zumindest. Denn solange die Inzidenz in den einzelnen Kreisen in Nordrhein-Westfalen konstant unter einem Wert von 100 liegt, wird wieder vor Ort gelernt.
Derzeit erfüllen landesweit nur Hagen und Remscheid diese Voraussetzungen nicht, müssen vorerst im Wechselunterricht verbleiben.

juka/kay Siegen/Olpe. Gefühlt sind es Bilder aus einer anderen Zeit: Von der Bushaltestelle strömen Scharen von Schülern in Richtung Gebäude, auf dem Hof treffen sich Kinder und Jugendliche auch klassen- und jahrgangsübergreifend wieder in voller Stärke. Seit Montag sind die Schüler in
Siegen-Wittgenstein und Olpe zurück im Präsenzunterricht. Das Ende des Distanz- und Wechsellernens ist besiegelt – bis auf Weiteres zumindest. Denn solange die Inzidenz in den einzelnen Kreisen in Nordrhein-Westfalen konstant unter einem Wert von 100 liegt, wird wieder vor Ort gelernt.
Derzeit erfüllen landesweit nur Hagen und Remscheid diese Voraussetzungen nicht, müssen vorerst im Wechselunterricht verbleiben. In den anderen Kommunen nimmt man die letzten fünf Wochen vor den Sommerferien nun aber erstmal in Präsenz in Angriff.

Weiterhin Vorsicht geboten

Neben vielen freudigen Gesichtern schwingt aber auch bei einigen Schülern etwas Sorge mit. „Der Abstand wird jetzt auch nicht mehr so groß sein, weil alle wieder in der Schule sind. Da muss man vorsichtig sein“, berichtet Eva aus der 8 a des Gymnasiums in Wilnsdorf. Auch ihr Mitschüler Tim sieht zwei Seiten bei der Rückkehr zu etwas mehr Normalität. „Man sieht wieder alle seine Klassenkameraden – das ist toll. Allerdings ist jetzt alles wieder stressiger, weil man jeden Tag in die Schule gehen muss“, sagt er. Schulleiter Sören Leopold kann dem Neustart in kompletter Präsenz allerdings viele positive Dinge abgewinnen. „Ich bin sehr froh, dass alle Schüler wieder da sind und dass es auch vertretbar ist“, betont Leopold. Man müsse immer zwischen Risiken und Erfordernissen abwägen. „Aber ich denke, es ist ein Erfordernis, dass alle wieder in die Schule gehen“, stellt der Schulleiter klar.

Tests werden weiterhin durchgeführt

Für die Schulen hält der Startschuss zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts aber auch einiges an Stress bereit. Denn neben dem regulären Betrieb müssen auch weiterhin die Testungen durchgeführt – im Gegensatz zum Wechselunterricht nun in voller Mannschaftsstärke – und auf Wunsch auch offizielle Bescheinigungen über das Ergebnis ausgestellt werden.

Skepsis seitens der Schulleiter

Diese können die Schüler dann auch außerhalb der Schule beispielsweise beim Sport oder in Restaurants nutzen, ohne noch mal zusätzlich ein Testzentrum aufsuchen zu müssen. Einzige Voraussetzung dabei ist, dass der Test unter Aufsicht vorgenommen wird. „Das ist natürlich eine zusätzliche Belastung“, räumt Thomas Grütz, Schulleiter des Gymnasiums Kreuztal, ein. „Aber wir machen das gerne, unterstützen damit ja auch unsere Schüler und Schülerinnen.“ Dieses Entgegenkommen und eine Entlastung für die Testzentren sieht auch Werner Jüngst, Schulleiter der Gesamtschule Eiserfeld. „Aber ich finde das System sehr fragwürdig“, erklärt Jüngst. „Wir bescheinigen letztlich die richtige Anwendung von 25 bis 30 Schülern pro Klasse. Aber wir können das nicht gleichzeitig für alle beurteilen.“ Wie tief die Schüler beispielsweise beim Test vordringen, könne man nicht nachvollziehen. „Da kommt es auf jeden einzelnen an, dass es richtig angewendet wird“, betont Jüngst.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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