Zurzeit keine 100 Bewohner mehr

 Ein Kommen und Gehen: In der Flüchtlingsunterkunft am Spielacker sind die Belegungszahlen deutlich nach unten gegangen. Sie werden aber im kommenden Jahr wieder steigen. Archivfoto: Martin Völkel
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howe - Dass zurzeit keine 100 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft am Spielacker in Bad Berleburg leben, ist nicht der Tatsache geschuldet, dass hier die Einrichtungsgröße bewusst reduziert wurde. Vielmehr hat es massiv Abreisen gegeben. Zwischen Weihnachten und Neujahr nehmen die Kommunen keine Flüchtlinge auf. Da gilt es, Kapazitäten für nach dieser Zeit freizuhalten. Am Montagabend wurde beim 10. Runden Tisch im Bürgerhaus am Markt deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die Leitung der Notunterkunft, Mitarbeiter und Stadt zu tun haben. „Es ist nichts richtig planbar“, formulierte Bürgermeister Bernd Fuhrmann.

Es kann sein, dass 80 Menschen angekündigt werden und zehn kommen. Heute noch unter 100 Leute, morgen wieder weitaus mehr: Schon für den Abend kündigte Einrichtungsleiterin Colette Siebert „drei Busse“ an, die in Kürze eintreffen werden. Zurzeit laufen aktiv Maßnahmen, das Personal aufzustocken. Momentan arbeiten am Spielacker 27 Mitarbeiter in Vollzeit, hinzu kommen weitere geringfügig Beschäftigte und der Sicherheitsdienst.

Das angekündigte Beschäftigungskonzept ist konkret geworden. Colette Siebert berichtete vom Disco-Abend „in wunderbarer Atmosphäre bei uns“, vom Laternenbasteln und dem kleinen Umzug mit den Kindern am Spielacker, von der Unterstützung beim Sortieren der Kleider- und anderen Spenden, von den 200 Stutenmännern für die Flüchtlingsfamilien oder von der Initiative der Stadt, über den Baubetriebshof den Spielplatz vom Schulhof der ehemaligen Förderschule abzumontieren und am Spielacker mit Tischtennisplatte, Rutsche, Reck und Schaukel wieder aufzubauen. Weitere Aktionen sind geplant, etwa der Besuch einer Jugendgruppe der Kirchengemeinde Bad Berleburg, des Arbeitskreises für Toleranz und Zivilcourage oder die Einladung des Raumländer Pfarrers Dr. Dirk Spornhauer zum gemeinsamen Heiligabend im Gemeindehaus.

Dass aktuell keine Kleider- und ähnliche Spenden aus Kapazitätsgründen mehr angenommen werden können, wertete der Runde Tisch positiv. Superintendent des Kirchenkreises Wittgenstein Stefan Berk: „Ein tolles Zeichen. Das zeigt, dass die Einrichtung sehr wohl von der Bevölkerung angenommen wird.“

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