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Antreten zum Corona-Schnelltest
Zusätzliche Soldaten rücken in Siegen-Wittgenstein an

Im Kampf gegen das Coronavirus greifen auch heimische Einrichtungen vermehrt auf die Hilfe von Bundeswehr-Soldaten zurück.
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  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch Siegen/Olpe. Kaum hat das Bundeskabinett am Mittwoch den Weg politisch geebnet, marschiert auch schon die Verstärkung an: Ab Montag wird die Bundeswehr im Kreis Siegen-Wittgenstein nicht nur zur Verfolgung von Corona-Kontakten eingesetzt, sondern die Truppe unterstützt die Altenheime der Region beim Anfertigen von Schnelltests. Zunächst werden sechs Soldaten aus der Erndtebrücker Hachenbergkaserne in sechs Einrichtungen antreten, um die Pflegeteams zu entlasten.
Der Hilferuf – Behördendeutsch: Amtshilfeersuchen – ging schon vor ein paar Tagen von den stationären Pflegeeinrichtungen ans Kreishaus in Siegen und von dort aus Richtung Bundeswehr.

ch Siegen/Olpe. Kaum hat das Bundeskabinett am Mittwoch den Weg politisch geebnet, marschiert auch schon die Verstärkung an: Ab Montag wird die Bundeswehr im Kreis Siegen-Wittgenstein nicht nur zur Verfolgung von Corona-Kontakten eingesetzt, sondern die Truppe unterstützt die Altenheime der Region beim Anfertigen von Schnelltests. Zunächst werden sechs Soldaten aus der Erndtebrücker Hachenbergkaserne in sechs Einrichtungen antreten, um die Pflegeteams zu entlasten.
Der Hilferuf – Behördendeutsch: Amtshilfeersuchen – ging schon vor ein paar Tagen von den stationären Pflegeeinrichtungen ans Kreishaus in Siegen und von dort aus Richtung Bundeswehr. Die Entscheidung des Bundeskabinetts macht die Sache für die Kreise und Kommunen nun noch leichter: Auf die Erstattung von Kosten, die bei Corona-Einsätzen anfallen, verzichtet die Bundeswehr ab sofort.
Bereits seit der ersten Corona-Welle im März 2020 unterstützt die Bundeswehr die Länder und Kommunen bei der Bekämpfung der Pandemie mit bis zu 20.000 Soldaten.

Soldaten helfen in Kreishäusern aus

Sie helfen in den Gesundheitsämtern eben in erster Linie bei der Kontaktnachverfolgung, hier sind in den drei Kreisen Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen derzeit rund drei Dutzend Soldaten im Einsatz. Aktiv ist die Truppe mittlerweile auch beim Transport und bei der Lagerung der Impfstoffdosen und beim Aufbau von Teststationen.

Auch Kreis Olpe bittet die Bundeswehr um Hilfe

Und täglich wird der Hilferuf lauter. Auch der Kreis Olpe hat die Anträge aus den Altenheimen eingesammelt, elf Einrichtungen zwischen Wenden und Attendorn „wollen gerne von der Unterstützung profitieren“, so Kreishaus-Sprecher Hans- Werner Voß. Die Anträge werden derzeit geprüft.
Zurück nach Siegen-Wittgenstein: Konkret dabei sind neben den AWo-Häusern in Siegen, Kreuztal und Erndtebrück das Haus Elim (Bad Laasphe), der Eiserfelder Gilberghof und das Weidenauer Marienheim. „Wir freuen uns über jede Hilfe“, so Christian Stoffers von der Siegener Mariengesellschaft, zu der die letztere Einrichtungen zählt. Gleichwohl wolle er betonen, „dass wir uns bislang auch von den lokalen Diensten wie dem DRK prima unterstützt sehen. Den Helfern gilt unser großer Dank, sie tragen dazu bei, das Virus gar nicht erst in unsere Einrichtungen zu lassen!“

Diakonie plant keinen Einsatz der Bundeswehr

„Pläne für einen Einsatz der Bundeswehr in unseren Einrichtungen gibt es bislang nicht“, sagt hingegen Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen, die im Geschäftsbereich Altenhilfe diverse Senioreneinrichtungen betreibt. Grundsätzlich sei der Bundeswehr-Einsatz in der Pandemie „eine große Hilfe, die muss allerdings schnell und unbürokratisch gewährleistet werden“, so Rosenbauer. Denn schließlich könnten sich die Corona-Regelungen von Bund und Land von einem Tag auf den anderen ändern.
Damit zielt der Diakonie-Chef auf die Kritik an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ab. Sie hatte bemängelt, dass viel zu wenige Kreise und Kommunen ihr Hilfsangebot annähmen. Doch die wiederum schimpften über die überbordende Bürokratie und die Kostenbelastung bei den Amtshilfeanträgen.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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