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Gewisse Normalität ab Mitte 2021 möglich?
Zusätzlicher Impfstoff gegen Corona macht Mut

"Wenn wir 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben, ist die Pandemie in Europa vorbei", ist sich Peter Liese, heimischer Europaabgeordneter, sicher.
  • "Wenn wir 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben, ist die Pandemie in Europa vorbei", ist sich Peter Liese, heimischer Europaabgeordneter, sicher.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

juka Siegen. Der Durchbruch des schwedisch-britischen Unternehmens Astra Zeneca, dessen Impfstoff eine Wirksamkeit von 70 Prozent aufweist und das mit der EU bereits einen Vertrag über 400 Millionen Dosen abgeschlossen hat, macht dem heimischen Europaabgeordneten Peter Liese (CDU) in der Bekämpfung des Coronavirus weiter Mut. „Alleine mit den 300 Millionen Dosen von Biontech und den 400 Millionen von Astra Zeneca könnten wir bereits eine Gemeinschaftsimmunität herstellen“, freut sich Liese. So könne man 350 Millionen Menschen in der EU impfen. Zu Prüfung und eventuelle Zulassung erfolge zwar zügig, aber ohne Abstriche bei der Sicherheit, hebt Liese hervor.
Normalität ab Mitte 2021?

juka Siegen. Der Durchbruch des schwedisch-britischen Unternehmens Astra Zeneca, dessen Impfstoff eine Wirksamkeit von 70 Prozent aufweist und das mit der EU bereits einen Vertrag über 400 Millionen Dosen abgeschlossen hat, macht dem heimischen Europaabgeordneten Peter Liese (CDU) in der Bekämpfung des Coronavirus weiter Mut. „Alleine mit den 300 Millionen Dosen von Biontech und den 400 Millionen von Astra Zeneca könnten wir bereits eine Gemeinschaftsimmunität herstellen“, freut sich Liese. So könne man 350 Millionen Menschen in der EU impfen. Zu Prüfung und eventuelle Zulassung erfolge zwar zügig, aber ohne Abstriche bei der Sicherheit, hebt Liese hervor.

Normalität ab Mitte 2021?

„Wenn wir, wovon ich ausgehe, vor Ort die Logistik hinbekommen, werden wir schon um den Jahreswechsel mit der Impfung von Risikopersonen und medizinischem Personal beginnen können. Wenn diese Personengruppen geimpft sind, wird die Pandemie ihren Schrecken verlieren“, erklärt Liese, denn dann seien schwere Verläufe oder eine Überlastung des Gesundheitssystems praktisch ausgeschlossen. „Wenn wir 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung geimpft haben, ist die Pandemie in Europa vorbei, und ich hoffe, dass wir das mit einer großen Kraftanstrengung bis zum Sommer hinbekommen“, macht der 55-Jährige Mut, dass man Mitte 2021 wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren könnte.

Staat übernimmt Kosten von Impfung

Sorgen, dass sich zu wenige Menschen impfen lassen wollen, macht sich Liese dabei nicht. „Es wird zu Beginn eher ein Thema sein, dass wir nicht genug Impfstoff für die Menschen haben, die sich gerne impfen lassen möchten“, prognostiziert der Europaabgeordnete, der sich nach eigener Aussage mit jedem der drei aktuell diskutierten Impfstoffe impfen lassen würde. Eine Dose von Biontech würde dabei zwischen 15 und 16 Euro kosten, Astra Zeneca läge bei ungefähr 5 Euro. „Das könnte insbesondere für osteuropäische Länder interessant sein“, weiß Liese. In Deutschland würden diese Kosten aber, wie jede empfohlene Impfung, vom Staat übernommen.
Auch wenn der Start der Impfungen also zu nahen scheint, warnt Liese davor, im Kampf gegen die weitere Verbreitung locker zu lassen. „Wir müssen unbedingt schnell wieder unter die Zahl von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern kommen, damit die Gesundheitsämter wirklich jeden Fall konsequent und zügig verfolgen können“, mahnt Liese.

Keine schnellen Lockerungen

Besonders für die Impfung sei es wichtig, Kapazitäten durch geringere Fallzahlen zu gewinnen. „Es ist viel besser, wenn sich die Gesundheitsämter um die Impfung kümmern können als den ganzen Tag nur Kontaktnachverfolgung zu machen.“ Außerdem wäre es fatal, wenn noch über viele Wochen täglich 200 bis 300 Menschen in Deutschland an Covid-19 sterben würden, nur weil es zu Nachlässigkeiten käme. Daher glaubt der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament auch nicht an schnelle und weitreichende Lockerungen. Im Gegenteil. Liese fordert, Schulklassen in höheren Jahrgängen zu teilen und eine Hälfte von zu-Hause, die andere vor Ort unterrichten zu lassen. „Der Abstand ist einfach nicht gewährleistet“, erklärt der 55-Jährige.

Aus Fehlern lernen

Durch gezielte Maßnahmen, wie sie beispielsweise in Nachbarländern getroffen worden seien, die vor ein paar Monaten noch deutlich höhere Zahlen hatten, nun aber besser dastünden als Deutschland, könne man das Ziel von rund 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern sogar noch deutlich vor Weihnachten erreicht werden, ist sich Liese sicher. So unvorsichtig wie im Sommer dürfte man dann aber auch bei niedrigeren Zahlen nicht wieder werden, mahnt der Arzt, aus den Fehlern der vergangenen Monaten zu lernen.

Autor:

Julian Kaiser (Volontär) aus Siegen

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