Schafhalter völlig verunsichert
"Zusagen werden nicht eingehalten"

ch Siegen/Schermbeck/Düsseldorf. Die heimischen Schafhalter sind „völlig verunsichert und inzwischen auch wütend“, dass – aus ihrer Sicht – trotz Bereitschaft, sich mit dem Thema Wolf zu arrangieren und praktikable Herdenschutzmaßnahmen auch umzusetzen, „die Zusagen seitens der Behörden, Problemwölfe zu entnehmen, nicht eingehalten werden!“ So drastisch formulierte es jetzt der Schafzuchtverband NRW, so klagte denn auch der „Kreisverband der Schafhalter Siegerland und Umgebung“ bzw. dessen 1. Vorsitzender Oliver Schneider gegenüber der SZ.

Zehn Schafe verloren

Hintergrund ist der erneute Riss eines Schafes bei Hünxe (Wolfsgebiet Schermbeck) an Heiligabend. Schafhalter Kurt Opriel führt an, dass er „trotz Umsetzung des größtmöglichen, betrieblich umsetzbaren Herdenschutzes“ bereits zehn Tiere verloren habe; er habe einen „Entnahmeantrag“ für die in Schermbeck ansässige Wölfin „GW954f“ gestellt. Im Klartext: „Wölfin Gloria“, wie das Tier auch genannt wird, soll getötet werden.

"Einzeltier an weiterer Zerstörung hindern"

Mit Blick darauf, dass auch das Oberbergische Land in der Nachbarschaft ab Monatsmitte als Wolfsverdachtsgebiet ausgewiesen wird, und mit Blick auf die in Hünxe errichteten Schutzzäune, die immer höher errichtet und dennoch von der Wölfin überwunden wurden, fordern die heimischen Schafhalter, „das Schaden anrichtende Einzeltier, das sich mit für diesen Betrieb umsetzbaren Maßnahmen nicht fernhalten lässt, an weiterer Zerstörung von fremdem Leben zu hindern – ohne weiteres Taktieren!“

Nur eine Frage der Zeit

Diese deutliche Unterstützung sei Folge der Verunsicherung der Schafhalter, die argwöhnen, „dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann auch in unserer Region mit Nutztierrissen zu rechnen ist“, so Oliver Schneider.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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