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Nach Totalausfall
Zwei Influencerinnen über ihre Abhängigkeit von Social Media sowie über ihr Alternativprogramm

Zwei Influencerinnen aus der Region berichten über ihre Abhängigkeit von Facebook & Co. sowie über ihr Alternativprogramm.
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ap Siegen/Neunkirchen. Mit einer Welle von #InternetShutDown-Beiträgen wurde Twitter am Montagabend buchstäblich überrollt. Denn bei den wichtig(st)en Kommunikationskanälen im World Wide Web (Facebook, Instagram und Whatsapp) ging für sechs lange Stunden rein gar nichts mehr. Kein Posting, keine Story, keine Nachricht. Vor allem für Vielsurfer und Influencer war die mediale Funkstille ein wahrer Schock. So auch für zwei Influencerinnen aus unserer Region.

„In meinem Kopf hat sich direkt ein Gedankenkarusell abgespielt“, sagt Lene Betz, die den Totalausfall kurz nach ihrem Feierabend bemerkte. „Was ist, wenn das häufiger passiert? Ist Instagram vielleicht doch nicht so sicher, wie ich dachte, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten?

ap Siegen/Neunkirchen. Mit einer Welle von #InternetShutDown-Beiträgen wurde Twitter am Montagabend buchstäblich überrollt. Denn bei den wichtig(st)en Kommunikationskanälen im World Wide Web (Facebook, Instagram und Whatsapp) ging für sechs lange Stunden rein gar nichts mehr. Kein Posting, keine Story, keine Nachricht. Vor allem für Vielsurfer und Influencer war die mediale Funkstille ein wahrer Schock. So auch für zwei Influencerinnen aus unserer Region.

„In meinem Kopf hat sich direkt ein Gedankenkarusell abgespielt“, sagt Lene Betz, die den Totalausfall kurz nach ihrem Feierabend bemerkte. „Was ist, wenn das häufiger passiert? Ist Instagram vielleicht doch nicht so sicher, wie ich dachte, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten?“ Denn wie die Influencerin aus Siegen mit 15 900 Followern verrät, arbeitet sie zwar (noch) hauptberuflich bei einer Bank, verdient jedoch den Großteil ihres Geldes mit Social Media – so wie auch Jana Motschnig.

„In meinem Job bin ich sehr flexibel, aber gleichzeitig auch total abhängig davon, dass alles funktioniert.“
Jana Motschnig
Influencerin aus Neunkirchen

„Ich habe mir meine Community seit 2015 aufgebaut. Ich generiere mein Einkommen daraus, bin völlig abhängig davon“, erklärt die Influencerin und zweifache Mutter. Größtenteils läuft das über Langzeitkooperationen. „Die wollen natürlich regelmäßig meine Werbeposts sehen“, erklärt die 31 Jahre alte Neunkirchenerin mit 19 500 Abonnenten. Erst dann folge die Bezahlung. „Glücklicherweise habe ich mir aber noch ein zweites Standbein aufgebaut“, räumt Motschnig ein. Dadurch sei sie etwas freier in der Gestaltung und Taktung ihrer Postings – doch auch das Network-Marketing funktioniert nur so richtig gut über die soziale Vernetzung.

Nach dem Totalausfall: Ohne neuen Content keine Follower und kein Geld

„In meinem Job bin ich sehr flexibel, aber gleichzeitig auch total abhängig davon, dass alles funktioniert“, betont Motschnig. Als die 31-Jährige beim Hochladen einer Instagram-Story am Montagabend bemerkte, dass sie in ihrem heimischen Netzwerk erst einmal nichts gegen das (Server-)Problem tun konnte, sorgte auch sie sich. „Was ist, wenn das jetzt länger so bleibt und nicht nur eine temporäre Geschichte ist?“ Ohne neuen Content keine Follower und kein Geld, das weiß auch Betz.

Facebook gibt eine mögliche Ursache bekannt

Doch einen Vorteil hatte die Zwangspause dann doch. „Ich habe mir Zeit für Dinge genommen, die im Alltag zu kurz kommen. Es gibt ja auch noch ein Leben außerhalb der Online-Welt“, so Betz. Aber so ganz darauf verzichten konnte die Siegerländerin dann doch nicht. Nachdem sie in Ruhe gekocht und ausgiebig mit ihrer Mutter telefoniert hatte, nutze die Content Creatorin den Abend, um über die Plattform Zoom weiterzuarbeiten.

Jana Motschnig hingegen blieb ausnahmsweise lieber offline. „Ich habe mit meinem Mann auf der Couch gesessen und einen Film geschaut“, lächelt sie. Das komme normalerweise sehr selten vor. „Weil immer jemand von uns etwas arbeitet.“

Ersatzdroge gefunden
Autor:

Alexandra Pfeifer

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