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Ehepaar Engel lebt mit sieben Kindern in Geisweid
Zwei Seiten einer Großfamilie

Die sieben Geschwister sind froh, einander zu haben. Auch wenn es schwierig ist, mal Zeit für sich allein zu haben.
  • Die sieben Geschwister sind froh, einander zu haben. Auch wenn es schwierig ist, mal Zeit für sich allein zu haben.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Geisweid. Rosalie (3), Samuel (5), Martha (6), Pauline (9), Luisa (12), Johannes (17) und Isabelle (21) sind Geschwister. Gemeinsam mit ihren Eltern leben sie in Geisweid. Für das Gespräch mit der SZ hat sich ein Teil der Familie im Garten zusammengefunden, um darüber zu sprechen, was es bedeutet, Geschwister zu haben – auch mit Blick auf die Pandemie. Vater Dominik Engel ist auf der Arbeit, ebenso Sohn Johannes. Die Älteste, Isabelle, sitzt in einer Prüfung. Alle an einen Tisch zu bekommen – an einem Nachmittag unter der Woche so gut wie unmöglich.

Jede siebte Familie hat drei oder mehr Kinder 2,5 Millionen der 9 Millionen Familien in Nordrhein-Westfalen hatten im Jahr 2019 ein oder mehrere (ledige) Kind(er). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lebten in etwa jeder siebten (13,7 Prozent) Familie mit Kindern drei oder mehr Kinder. In 35,8 Prozent der Familien waren es zwei Kinder, und in etwa der Hälfte (50,5 Prozent) der Familien war es ein Kind. Bezieht man die Zahl der Familien mit drei oder mehr Kindern auf alle Familien, dann lag ihr Anteil 2019 in NRW bei 3,8 Prozent.

sp Geisweid. Rosalie (3), Samuel (5), Martha (6), Pauline (9), Luisa (12), Johannes (17) und Isabelle (21) sind Geschwister. Gemeinsam mit ihren Eltern leben sie in Geisweid. Für das Gespräch mit der SZ hat sich ein Teil der Familie im Garten zusammengefunden, um darüber zu sprechen, was es bedeutet, Geschwister zu haben – auch mit Blick auf die Pandemie. Vater Dominik Engel ist auf der Arbeit, ebenso Sohn Johannes. Die Älteste, Isabelle, sitzt in einer Prüfung. Alle an einen Tisch zu bekommen – an einem Nachmittag unter der Woche so gut wie unmöglich.

Die Kinder kümmern sich umeinander

Für die Gespräche hat Mutter Marie-Luis Engel klare Regeln aufgestellt: Ein Kind unterhält sich mit der SZ-Redakteurin am großen Holztisch auf der Terrasse, während die anderen sich zurückhalten und im Garten spielen. Die 42-Jährige weiß, dass ihre Kinder sich umeinander kümmern, die älteren auf die jüngeren aufpassen.

Pandemie eine Herausforderung

Die Pandemie ist für die Familie, die auf ca. 150 Quadratmetern wohnt, teils eine echte Herausforderung. Je weiter die Corona-Einschränkungen voranschritten, desto gereizter wurde die Grundstimmung. „Man muss Distanz suchen, findet sie aber nicht“, erklärt die siebenfache Mutter. Freunde treffen ging nur selten und sehr eingeschränkt. Das vermisst vor allem Samuel. „Wirklich gut“ findet er es deshalb, dass er so viele Geschwister hat.

Keine Zeit für sich

Nicht anders sieht das Luisa: „Es ist ziemlich cool, viele Geschwister zu haben.“ Aber es gebe eben „beide Seiten“. So könne sie beispielsweise nur selten alleine im Zimmer sein, weil ständig jemand hereinplatze, aber „sobald einem langweilig ist, kann man zu seinen Geschwistern gehen“. Ein klarer Vorteil, den auch Pauline erkennt. „Ich finde es toll, aber auch anstrengend“, gibt die Neunjährige zu.
Gemeinsam wissen sich die Geschwister bestens zu beschäftigen: Toben oder Lagerfeuer im Garten, Filmabende, Theateraufführungen, Basteln, Spielen – oder gemeinsam Singen. Während Luisa erzählt, haben ihre Geschwister in ein paar Metern Entfernung angefangen, Hits aus dem Radio aus voller Kehle zu singen.

Großfamilie heißt: Kompromisse finden

Nicht nur bei der Lied-, Film- oder Spielauswahl, immer wieder gilt es für die sieben, Kompromisse zu finden. „Bei meinen Geschwistern muss ich immer darauf achten, dass es auch was für die Kleinen ist“, erklärt Pauline, das ist bei Freunden anders, mit denen kann sie machen, worauf sie Lust hat.
Was sich mit der Pandemie noch verändert hat? „Wir sind noch ein bisschen dicker miteinander“, stellt Luisa fest. Sie seien noch mehr zusammengewachsen, der Zusammenhalt sei größer. Und ob mit oder ohne Lockdown – Mutter Marie-Luis Engel fasst zusammen: „Langeweile ist selten.“ Und für Pauline ist klar: „Wäre ich Einzelkind, würde ich mich langweilen.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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