Zwei Teams, die sich sputen müssen

Sonntag im Leimbach-Stadion:

Siegen im Spiel gegen Schweinfurt schon unter Druck / Feichtenbeiner noch auf der Suche

geo Siegen. Michael Feichtenbeiner, Trainer der Siegener »Sportfreunde«, brachte seine Gemütslage vor dem 3. Spieltag der Regionalliga Süd ohne große Umschweife auf den Punkt: »Wir müssen aufpassen, dass wir nicht von Anfang hinten 'reinfallen!« In der Tat, das hatte man sich bei den »Sportfreunden«, im Trainerstab und natürlich bei den Fans ein wenig anders vorgestellt. Doch nach zwei Spieltagen mit fünf Gegentoren und nur einem erzielten Punkt werden an diesem Wochenende für Siegen (und etliche andere Teams) schon die Weichen gestellt. Einige sind in der glücklichen Lage, sich oben fest zu setzen, andere werden wohl auf längere Sicht die untere Tabellenhälfte bevölkern. Dazu könnte neben Siegen auch dessen Gegner am Sonntag (15 Uhr), Ex-Zweitligist Schweinfurt 05 gehören, der bislang sogar noch überhaupt keinen Zähler auf der Habenseite verbuchte.

Die Nordbayern verloren ihr erstes Match gegen die eigentlich immer stark startenden Bayern-Amateure und gerieten dann am Dienstag in einem Nachholspieltag des 1. Spieltages beim VfR Aalen vor den Augen des Siegener Trainers mit 1:3 auf die Verliererstraße. Feichtenbeiner bekannte nachher, dass er »gerne am Dienstag gegen Schweinfurt gespielt habe«, weil die Elf des Trainer Hans-Jürgen Boysen in der Defensive ungeordnet gewirkt habe. Leider spielt aber Siegen erst übermorgen in diesem richtungweisenden Duell gegen Schweinfurt, und Feichtenbeiner befürchtet, dass sein Kollege die Konsequenzen aus dem mäßigen Auftritt seiner Mannschaft auf der Ostalb ziehen und in Siegen mit anderer Besetzung und Motivation auflaufen werde.

Wieder dabei sein und womöglich als neuer Libero deutlich besser mit seinen Mitspielern harmonieren dürfte in der 05-Abwehr Neuzugang Dubravko Kollinger. Der ehemalige Bundesliga-Spieler (Karlsruhe, St. Pauli) wurde erst letzte Woche verpflichtet. Damit den Schweinfurtern aber keine Zeit zur Eigen-Organisation verbleibt, sollen die Siegener ähnlich wie gegen Wehen den Gast von Beginn an unter Druck setzen. »Wir wollen jedermann im Stadion mit unserer Laufbereitschaft zeigen, dass uns Unentschieden nicht wirklich weiter helfen«, betonte der Coach, der im Gegensatz zum Spiel in Erfurt hinsichtlich der Sturmbesetzung wohl nicht mehr »aus dem letzten Loch pfeifen« (O-Ton Feichtenbeiner) muss. Denn allem Anschein nach steht zumindest John van Buskirk nach seinem Kurzeinsatz am Mittwoch im Westfalenpokal wieder zur Verfügung. Das könnte bedeuten, dass weitestgehend die gleiche Mannschaft (Schlabach und Kotula auf den Außenbahnen) wie zu Beginn gegen Wehen aufläuft, auch wenn Trainer-Kollege Boysen genau bei diesem Spiel hinschaute.

Dennoch könnte es eine Änderung in der Hintermannschaft geben, da sowohl Islamoglu als auch Lukin zuletzt Formschwäche an den Tag legten. Feichtenbeiner setzt aber weiter auf den türkischen Abwehrspieler, der »mehr Spiele brauche«, um zu alter Form zurück zu finden. Diese Aussage ließe sich freilich auch dahin interpretieren, dass sich Eric Lukin auf der Bank wieder findet und die Abwehrkette von Islamoglu, Tobias Zott, der am Dienstag 26 Jahre alt wurde, Oliver Unsöld und Sascha Bäcker gebildet wird.

Großen Respekt hat der Siegener Trainer in diesem Zusammenhang vor Torjäger Veselin Popovic bekundet, von allen Goalgettern der letzten Saison der einzig in der 3. Liga verbliebene Top-Torschütze. Konter der Gäste dürfe man daher nicht zu lassen. Im Gegenteil: Feichtenbeiner erinnerte an die optimale Ausgangslage nach der frühen 1:0-Führung in Erfurt, die seine Elf so dann verspielte: »Ich zahle gerne fünf e ins Phrasenschwein, aber wir müssen nach einer Führung einfach ruhiger spielen, länger den Ball in unseren eigenen Reihen halten und damit unsere Vorteuile nutzen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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