Zweite Woche des Kita-Streiks

 Lautstark und auch plakativ brachten die Streikenden auf dem Roten Platz ihre Positionen zum Ausdruck. Foto: Anja Bieler-Barth
  • Lautstark und auch plakativ brachten die Streikenden auf dem Roten Platz ihre Positionen zum Ausdruck. Foto: Anja Bieler-Barth
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nja - Die Botschaft, die am Montagvormittag vom Roten Platz aus Richtung Kreuztaler Rathaus gesendet wurde, war klar: Ein Ende des Streiks der kommunalen Erzieherinnen und Erzieher sowie ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Sozialdiensten ist nach Ansicht der Gewerkschaft nicht in Sicht. Dieser Arbeitskampf, so betonte Sabine Uhlenkott vom Verdi-Landesbezirk, sei „kein Sprint, sondern ein Marathon – für den wir gut gerüstet sind“.

Wie berichtet, befinden sich seit Montag vergangener Woche auch im Verdi-Bezirk Siegen-Olpe rund 110 Beschäftigte im unbefristeten Ausstand; betroffen sind davon insbesondere die kommunalen Kitas der Kindelsbergkommune. Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgebern eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe in Form von Höhergruppierungen. Dies macht im Schnitt eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent aus.

Am Montag nun wurden den Arbeitgebern im Kreishaus sowie in den Rathäusern Siegen und Kreuztal die „Forderungspakete“ übergeben – verbunden mit der Aufforderung, sich im kommunalen Arbeitgeberverband dafür einzusetzen, „dass endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt“ werde. Dies ist aus Sicht der Gewerkschaft bislang nicht geschehen.

In Kreuztal  wurden die  Positionen der Streikenden noch einmal klar artikuliert und plakativ unterstrichen: „Löhne rauf – Kitas wieder auf“, war u.a. zu lesen.  Die beruflichen Anforderungen stiegen stetig an, die Entlohnung aber nicht.

Zu Wort meldeten sich auch streikende Erzieherinnen und ein Erzieher: „Ich gehe lieber arbeiten als streiken, aber unsere Arbeit muss positiv aufgewertet werden“, hieß es dabei. Persönliche „Adressatin“ war Kreuztals Sozialdezernentin Edelgard Blümel in Vertretung von Bürgermeister Walter Kiß. Sie wisse, dass in den Kitas sehr wertvolle Arbeit geleistet werde, sagte diese. Vielleicht, so räumte Blümel ein, „haben sie mit ihren Forderungen tatsächlich zu lange gewartet“.

Aber auch die Beigeordnete hatte ein Credo und einen Wunsch: „Ans Ziel gelangt man nur, wenn man miteinander spricht.“ Daher wünsche sie sich, dass beide Seiten im laufenden Tarifkonflikt „aufeinander zugehen und  an den Verhandlungstisch zurückkehren“, um eine Lösung zu finden, mit der alle leben könnten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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