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Vredens Trainer sieht "amtierenden Meister"
1. FC Kaan-Marienborn zurück in der Spur

Typische Szene: Daniel Hammel (rotes Trikot) und seine Sturmkollegen standen bei vielen hohen Bällen im Fokus, zogen aber häufig den Kürzeren.
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  • Typische Szene: Daniel Hammel (rotes Trikot) und seine Sturmkollegen standen bei vielen hohen Bällen im Fokus, zogen aber häufig den Kürzeren.
  • Foto: Pascal Mlyniec
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Kaan-Marienborn. Nein, Engin Yavuzaslan besitzt keine Glaskugel und lebt auch nicht in der Zukunft. Als der Trainer des Fußball-Oberligisten SpVg Vreden also nach dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaan-Marienborn erklärte, seine Mannschaft habe gegen den „amtierenden Meister“ verloren, handelte es sich um nichts anderes als einen Versprecher. Einen allerdings, der in etwa sechs Monaten die Realität treffend beschreiben könnte, denn eine Woche nach der bitteren 2:3-Niederlage im Stadtderby sind die Käner in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben die Tabellenspitze verteidigt. Die Leistung war dabei zwar nicht in allen Belangen meisterlich, erwarten konnte das aber angesichts der Geschehnisse in der Vorwoche auch niemand.

pm Kaan-Marienborn. Nein, Engin Yavuzaslan besitzt keine Glaskugel und lebt auch nicht in der Zukunft. Als der Trainer des Fußball-Oberligisten SpVg Vreden also nach dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaan-Marienborn erklärte, seine Mannschaft habe gegen den „amtierenden Meister“ verloren, handelte es sich um nichts anderes als einen Versprecher. Einen allerdings, der in etwa sechs Monaten die Realität treffend beschreiben könnte, denn eine Woche nach der bitteren 2:3-Niederlage im Stadtderby sind die Käner in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben die Tabellenspitze verteidigt. Die Leistung war dabei zwar nicht in allen Belangen meisterlich, erwarten konnte das aber angesichts der Geschehnisse in der Vorwoche auch niemand.

„Es war auch eine mentale Geschichte“, wusste Kaans Trainer Nehrbauer, dass sieben Tage nach der katastrophalen Schlussphase im Leimbachstadion allein das Ergebnis zählen würde. „Bei der Leidenschaft, dem Willen und der Laufbereitschaft, die der Gegner gezeigt hat, war es die erwartet schwere Aufgabe, die die Jungs aber erfüllt haben“, so der Ex-Profi.

Hoch und weit bringt Sicherheit

Einen Schönheitspreis gab es vor lediglich 187 Zuschauern nicht zu gewinnen und die Gastgeber versuchten es von Beginn an erst gar nicht mit Schönspielereien. Viele lange Bälle waren das Mittel der Wahl, vorzugsweise auf die durchstartenden Angreifer Dawid Krieger und Daniel Hammel hinter die Abwehrkette gespielt. Letzterer, erstmals seit dem 4. Spieltag zurück in der Startelf, hatte auch schon nach zwei Minuten die erste gute, Chance, scheiterte aber in dessen kurzem Eck an Victoria-Keeper Tom Breuers.

Hammel per Flachschuss und Hacke, Kohsuke Tsuda und der auffällige Felix Neuhäuser vergaben in den ersten 25 Minuten weitere Gelegenheiten auf den Führungstreffer, ehe die Gäste ihre Reihen besser schlossen und selbst erste offensive Akzente setzten. Nachdem Maximilian Hinkelmann nach mutigem Pressing und frühem Ballgewinn am langen Eck vorbei gezielt hatte (27.), sorgte Torwart Julian Bibleka mit einem tollen Reflex gegen den Abschluss von Nicolas Ostenkötter (40.) für den torlosen Pausenstand.

Entscheidung entsteht "flach"

„Wir hatten in der ersten Halbzeit fünf bis sechs Hunderprozenter, da müssen wir ein Tor machen. Dann geht es auch alles etwas leichter“, fand Thorsten Nehrbauer, dessen Schützlinge sich nach Wiederanpfiff weiter schwer taten. Die Bälle flogen zwar nach Ecken, Freistößen und langen Einwürfen von Daniel Waldrich minütlich in den Gäste-Strafraum, die Lufthoheit hatten dort allerdings zumeist die großgewachsenen Innenverteidiger der Gäste.

Phasenweise schien es sogar, als fehlte den Känern an diesem Tag der Plan B, doch einer der ganz wenigen flach vorgetragenen Angriffe brachte schließlich doch die erlösende Führung. Daniel Hammel wurde rechts im Strafraum freigespielt und passte scharf in die Mitte, wo die Kugel bis zu Felix Neuhäuser durchrutschte. Mit seinem schwächeren rechten Fuß traf der Flügelspieler zum 1:0 (73.). „Dass der Ball da so durchrutscht war der Bonus an Glück, wenn man oben steht“, meinte Gäste-Trainer Yavuzaslan.

"Hätten einen Punkt verdient gehabt"

Dessen Schützlinge, die sich im zweiten Durchgang fast gänzlich auf die Defensivarbeit konzentriert hatten, starteten in der Folge zwar noch eine Mini-Schlussoffensive, anders als gegen die Sportfreunde verteidigte der Tabellenführer die Standards aber diesmal souverän.

Für Yavuzaslan, der „brutal stolz“ auf seine Mannschaft war, blieb so eine „ärgerliche Niederlage“. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt für den Willen und Einsatz, den wir hier gezeigt haben“, fand Vredens Trainer. Das konnte man so sehen, die Analyse von Thorsten Nehrbauer traf es aber ebenfalls: „Mit Willen, Geduld und Kontrolle haben wir es geschafft, das Tor zu machen. Deshalb ist der Sieg für mich absolut verdient.“ Der eine Treffer von Felix Neuhäuser reichte jedenfalls für drei Punkte – und neun Siege in elf Partien klingen dann doch wieder „meisterlich“.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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