RW Hünsborn verliert auf Schalke
Abenteuer endet mit 1:4-Niederlage

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pm Gelsenkirchen. Einmal wie Profis fühlen durften sich die Landesliga-Fußballer von Rot-Weiß Hünsborn am Samstag-Nachmittag in der Arena auf Schalke. Durch die Aktion „Veltins-Heimspiel“ wurde das Duell beim TuS Langenholthausen nach Gelsenkirchen verlegt, wo sich der Aufsteiger aus Balve mit 4:1 (1:0) durchsetzte.

Waffenschmidt „nicht böse“

„Ich werde heute nicht böse sein, wenn jemand gleich Lähmungserscheinungen bekommen sollte“, hatte RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt noch vor dem Anpfiff gesagt und damit auf die besonderen Begleitumstände verwiesen. Insgesamt 1271 Zuschauer, die riesige Arena, Essen in der Kabine, die Mannschaftsaufstellung auf dem Videowürfel und Kameras überall - ja, es war kein normales Landesliga-Spiel.

Event-Charakter prägt die Partie

In der ersten Halbzeit zeigten sich die 22 Protagonisten auf dem Rasen sichtlich beeindruckt. Besonders die Langenholthausener leisteten sich immer wieder Stock- und Abspielfehler und hatten Glück, dass der Ball nicht ins Tor prallte, als Keeper Sebastian Beutler den heranstürmenden Jan Prothmann anschoss (5.). Die Hünsborner wirkten indes schneller richtig auf dem Platz, kamen aber nicht zu gefährlichen Abschlüssen. Die beste Chance besaß Daniel Jung, der nach energischem Vorstoß und perfekter Flanke von Thomas Alfes zu lange brauchte, um die Kugel zu verarbeiten. Ansonsten war das fußballerische Niveau überschaubar, die Partie lebte von ihrem Event-Charakter.

Fischer trifft aus dem Nichts

Vom TuS kam offensiv lange Zeit fast gar nichts, doch aus dem berühmten Nichts fiel das 1:0. Nach einem Freistoß landete die Kugel bei Falk Fischer, der aus kurzer Distanz RWH-Keeper Marcel Hagenbäumer überwand (37.).

Schock nach Wiederanpfiff

Die guten Hünsborner Pausen-Vorsätze hatten sich nach Wiederanpfiff schnell erledigt. Viel zu einfach ging es für Langenholthausen durch das Zentrum nach vorne, wo Tim Rademacher auf 2:0 erhöhte (49.). Jetzt wurde es bitter für RWH, denn der Aufsteiger nutzte nahezu jede Gelegenheit und schraubte das Resultat durch Fischer (62.) und Gian-Marco De Luca (65.) auf 4:0 in die Höhe. Nach gut einer Stunde war die Partie entschieden.

Großer Moment für Thomas Alfes

Eine Viertelstunde vor Schluss bekam dann noch ein Hünsborner seinen großen Moment. Schalke-Fan Thomas Alfes wurde von Michel Schuchert bedient, traf per Flachschuss ins lange Eck und jubelte, als sei es nicht der Ehren-, sondern der Siegtreffer gewesen. „Das ist natürlich ein Traum, als Schalke-Fan hier zu spielen und ein Tor zu schießen“, so Alfes nach dem Spiel.

Players-Party nach dem Spiel

Mit dem Abpfiff war der Tag noch nicht beendet, denn gemeinsames Essen und die Players-Party standen noch auf dem Programm. „Wir werden es trotzdem genießen und das ein oder andere Bier trinken“, sagte RWH-Kapitän Henrik Blecker trotz der Niederlage. Es war eben ein besonderes Spiel an einem besonderen Tag - da war dann das sportliche Resultat mal zweitrangig.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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