TuS Ferndorf bezwingt TV Hüttenberg
Abwehr schon in starker Form

Ferndorfs Rückraum-Neuzugang Andreas Bornemann suchte immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen und erzielte beim 28:20-Erfolg gegen den TV Hüttenberg zwei Treffer.
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  • Ferndorfs Rückraum-Neuzugang Andreas Bornemann suchte immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen und erzielte beim 28:20-Erfolg gegen den TV Hüttenberg zwei Treffer.
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pm Niederschelden. Das Prunkstück kommt immer besser in Form. Durch eine starke Deckungsleistung mit guten Torhütern dahinter hat der TuS Ferndorf das Duell zweier Zweitligisten gegen den TV Hüttenberg für sich entschieden. Beim im Rahmen der „Tour der Hoffnung“ für krebskranke Kinder ausgetragenen Testspiel in der Rundturnhalle in Niederschelden setzte sich die Mannschaft von Trainer Michael Lerscht am Samstag mit 28:20 (11:11) durch. „Das war ein gutes Spiel, das wichtige Erkenntnisse gebracht hat“, sagte Lerscht im SZ-Gespräch.
Zu diesen Erkenntnissen dürfte folgende zählen: Die viertbeste Abwehr der abgelaufenen Zweitliga-Saison befindet sich schon wieder in einer guten Verfassung. Nachdem am Freitag beim Unentschieden beim ASV Hamm-Westfalen noch 28 Gegentore zugelassen worden waren, gelangen den Gästen aus Hessen am Samstag lediglich 20 Treffer. „Wir haben sehr gut verteidigt. Es war schön zu sehen, dass die Details schon gut funktionieren“, freute sich Michael Lerscht.

Torhüter halten jeden zweiten Wurf

Besonders nach der Umstellung von der 5:1- auf die 6:0-Deckung nach 20 Minuten bissen sich die Hessen immer häufiger die Zähne aus und leisteten sich Ballverluste, die zu leichten Ferndorfer Treffern führten. Und kam der TVH doch zum Abschluss, präsentierten sich die Ferndorfer Torhüter in starker Verfassung. Der unter der Woche verpflichtete Neuzugang Marin Durica hielt in der ersten Halbzeit gegen Hüttenberg – im Trikot des verletzten Lucas Puhl – 50 Prozent der Würfe. Eigengewächs Tim Hottgenroth tat ihm dies nach dem Seitenwechsel gleich.
„Das ist eine überragende Quote“, lobte Lerscht, der außerdem berichtete: „Marin ist Teil unserer Gruppe, die Integration läuft gut. Wir wussten von seinen Qualitäten, deshalb kommt die Leistung jetzt nicht überraschend. Es ist aber natürlich gut, dass es schnell funktioniert.“ Zur Genesung Lucas Puhls gab der Ferndorfer Coach einen neuen Wasserstand ab. Trotz eingegipster linker Hand hat der Torhüter die Sportfreigabe erhalten und kann zumindest im Ausdauer- und Kraftbereich wieder arbeiten. „Das ist wichtig, damit er auf einem guten athletischen Stand zurückkommt“, so Lerscht.

Kreisläufer Rink fehlt - auch zum Saisonstart?

Die Stärke der Ferndorfer Abwehr überraschte indes dahingehend, dass mit Thomas Rink ein wichtiger Bestandteil des Mittelblocks fehlte und auch U-21-WM-Teilnehmer Mattis Michel noch nicht auf der Platte stand. Während Michel nach seinem kurzen Sonderurlaub schon am Mittwoch im Testspiel gegen Gummersbach auflaufen soll, wird Rink jedoch länger zuschauen müssen. „Er ist am großen Zeh am linken Fuß verletzt“, sagte Lerscht und ergänzte: „Wir hoffen, dass es bis zum Saisonstart funktioniert.“
In Abwesenheit von Rink und Michel rieb sich in der Anfangsphase zunächst Rückraumspieler Julian Schneider als Kreisläufer auf, später musste auch Abwehr-Spezialist Branimir Koloper im Angriff ran – und erzielte gleich drei Treffer. Lerscht: „Er hat das sehr gut gemacht. Wir müssen bei ihm aber im Rahmen der Belastungsteuerung aufpassen, dass er nicht zu viel vorne spielen muss. Wir brauchen ihn hinten definitiv.“ Ebenfalls noch ohne Einsatzminuten blieb bei den Testspielen des Wochenendes Moritz Barwitzki. Der Linksaußen laboriert an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel, Untersuchungen Anfang der Woche sollen neue Kenntnisse zum Heilungsverlauf bringen.

Am Mittwoch gegen Gummersbach

Die Ferndorfer Mannschaft absolviert nun nach einem trainingsfreien Montag zwei Einheiten am Dienstag, in denen erstmals auch offensive Abläufe thematisiert werden. „Ohne Ball sind wir schon ganz gut, jetzt wollen wir auch mit Ball besser werden. Im Angriff war es teilweise noch etwas zäh, was wir aber vorher wussten“, erklärte Lerscht. Erste Andeutungen, ob seine Maßnahmen kurzfristig fruchten, gibt es dann am Mittwochabend wenn Erstliga-Absteiger VfL Gummersbach um 19.30 Uhr in der Sporthalle "Stählerwiese" gastiert.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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