Deutsche Meisterschaften der Kunstturner:
Acht SKV-Turner bei den „Finals“

Unser Archivbild von einem Bundesliga-Wettkampf zeigt (hinten v.l.) die SKV-Turner Philipp Herder, Sebastian Bock, Fabian Lotz, Eric Lloyd Hinrichs, Andreas Jurzo, Jonas Rohleder, Moritz Müller und. Nico Ermert. Es fehlen Dario Sissakis und Daniel Uhlig. Und der jüngste Turnnachwuchs der SKV (vorne) wären allesamt Kandidaten für die Meisterschaften in etwa 15 Jahren. Foto: Verein
  • Unser Archivbild von einem Bundesliga-Wettkampf zeigt (hinten v.l.) die SKV-Turner Philipp Herder, Sebastian Bock, Fabian Lotz, Eric Lloyd Hinrichs, Andreas Jurzo, Jonas Rohleder, Moritz Müller und. Nico Ermert. Es fehlen Dario Sissakis und Daniel Uhlig. Und der jüngste Turnnachwuchs der SKV (vorne) wären allesamt Kandidaten für die Meisterschaften in etwa 15 Jahren. Foto: Verein
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sz Berlin. Nach schweißtreibenden Trainingstagen für die Bundesliga-Turner der Siegerländer Kunstturn-Vereinigung (SKV) wird es bei den Deutschen Meisterschaften am Wochenende in Berlin ernst. Obwohl alle keine Neulinge mehr bei den nationalen Titelkämpfen sind, wird die DM 2019 doch etwas Besonderes sein, weil sie Teil des Multisport-Events „Finals 2019“ mit Deutschen Meisterschaften in zehn verschiedenen Sportarten ist.

Dass über dieses Event ausführlich von ARD und ZDF berichtet wird, ist ebenfalls neu für die Spitzenturner der Siegerländer Kunstturnvereinigung, führt doch ihre Sportart zumindest im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eher ein Schattendasein. Zusätzlicher Anreiz also für Sebastian Bock, Daniel Uhlig, Andreas Jurzo und Nico Ermert, sich bestmöglich auf die Titelkämpfe vorzubereiten, damit sie sich nicht nur den Zuschauern in der 7500 Sitzplätze großen Max-Schmeling-Arena, sondern auch dem TV-Publikum präsentieren können.

Professionell auch die Vorbereitung der Sportler auf die mediale Präsenz durch den Deutschen Turnerbund: Der Innenraum der Halle sollte möglichst aufgeräumt erscheinen, und nach der Übung sollen die Turner in der als „Kiss and Cry“ gekennzeichneten Zone auf ihre Wertungen warten.

Dabei haben die Siegerländer, die in der Reihenfolge Bock, Uhlig, Jurzo und Ermert die ersten vier Plätze bei den NRW-Meisterschaften vor einem Monat in Hamm belegten, und dabei die Qualifikationsnorm des DTB allesamt deutlich übertrafen, mit dem Erreichen der Meisterschaften in Berlin ihr erstes persönliches Ziel bereits erreicht. Jetzt geht es um einen möglichst fehlerfreien Sechskampf für eine Topplatzierung in der Endwertung. Die besten Aussichten hat Sebastian Bock. Nach Platz 13 im Vorjahr könnte er jetzt noch weiter vorne landen.

Gute Mehrkampfleistungen sind auch die Chance, sich für das eine oder andere Gerätefinale zu qualifizieren. Das gelang 2018 neben Sebastian Bock am Reck auch Andreas Jurzo am Sprung sogleich bei seiner ersten DM-Teilnahme. Final-Erfahrungen hat auch Daniel Uhlig, der 2017 den Endkampf am Boden erreichte. Für ihn ist nach langer Verletzungspause aber schon die DM-Teilnahme ein ebenso großer Erfolg wie für den Freudenberger Nico Ermert. Dieser hofft, im Gegensatz zu 2015 und 2018 verletzungsfrei zu bleiben.

Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Philipp Herder in seiner Berliner Heimat sein. Die Nummer 1 der SKV verletzte sich Anfang Mai, ist aber seit einigen Wochen wieder voll im Training und brennt darauf, mit einer guten Mehrkampfleistung seine Chance auf die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Oktober in Stuttgart wahren zu können.

Komplettiert wird das Team der SKV-Turner bei den Deutschen Meisterschaften durch den Bochumer Eric Lloyd Hinrichs, den Berliner Dario Sissakis und vor allem durch den Neuzugang Fabian Lotz. Der bisher für die KTV Obere Lahn gestartete Hesse, der 2018 Vizemeister am Reck wurde, hat inzwischen sein Lehramtsstudium erfolgreich beendet und bereitet sich intensiv im Kunstturnzentrum Wetzlar mit Fabian Hambüchen auf die DM vor. Der Reck-Olympiasieger von 2016, seit dieser Saison auch im Betreuerstab der SKV, wird seinen Freund auch in Berlin durch den Wettkampf begleiten.

Apropos Betreuerteam: Die stattliche Teilnehmerzahl wirkt sich auch auf die Größe der SKV-Delegation für Berlin aus. Neben den Heimtrainern der Berliner Turner und Kampfrichter Bernd Krombach fahren auch Vater Eric Hinrichs, Jonas Rohleder, Mannschaftsarzt Falk Uhlig und Mattis Eckstein in die Bundeshauptstadt. Für den jungen Geisweider Eckstein ist die Akkreditierung in der SKV-Delegation auch als eine besondere Anerkennung für sein großes Engagement in der SKV-Nachwuchsarbeit gedacht.

„Mit insgesamt acht Turnern stellen wir die meisten Teilnehmer aller Erstligisten an diesen Deutschen Meisterschaften. Das zeigt, dass wir einen in Breite und Spitze gut aufgestellten Kader haben. Besonders stolz sind wir darauf, dass vier Athleten aus unserem eigenen Kunstturnzentrum kommen, und mit Eric Lloyd Hinrichs noch ein fünfter Turner dem Westfälischen Turnerbund angehört. Damit gehört der WTB neben Berlin und Schwaben zu den teilnehmerstärksten Landesturnverbänden. Hoffen wir, dass alle verletzungsfrei durch den Wettkampf kommen, damit wir mit unserer stärksten Mannschaft in die zweite Saisonhälfte der Bundesliga gehen können, und wir unsere Chancen auf die Finalteilnahme wahren können“, freut sich SKV-Präsident Reimund Spies über die starken Präsenz seiner Bundesliga-Turner in Berlin.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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