Fußball-Bezirksliga 5
Ära Frommann beendet

Eine prägende Figur der Fußball-Bezirksliga sagt servus. Nach sage und schreibe 31 Jahren als Staffelleiter zog der Weidenauer Uwe Frommann (l.) einen Schlussstrich. Sein Nachfolger ist Mustafa Tekir aus Plettenberg.
  • Eine prägende Figur der Fußball-Bezirksliga sagt servus. Nach sage und schreibe 31 Jahren als Staffelleiter zog der Weidenauer Uwe Frommann (l.) einen Schlussstrich. Sein Nachfolger ist Mustafa Tekir aus Plettenberg.
  • Foto: sta
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Drolshagen. Fraglos: Am Montagabend ging am Drolshagener „Buscheid“ eine Ära zu Ende. Beim Staffeltag der Fußball-Bezirksliga 5, den standesgemäß der letztjährige Meister, der SC Drolshagen, ausrichtete, übertrug Uwe Frommann nach 31 Jahren Staffelleiter-Tätigkeit sein Amt an seinen Nachfolger Mustafa Tekir. Einige Funktionäre, die auf den ersten Blick nichts mit der Bezirksliga 5, wohl aber mit Frommann in den letzten Jahrzehnten viel zu tun hatten, waren extra gekommen, um dem letzten, vom 78-Jährigen geleiteten Staffeltag beizuwohnen. Der insgesamt 51 Jahre im Ehrenamt tätige Weidenauer wurde für sein Wirken ausgezeichnet – frei nach dem Motto: Ehre, wem Ehre gebührt.
Marco Michel, der Vorsitzende des FLVW-Kreises Siegen-Wittgenstein, ließ noch einmal den langen Weg Frommanns durch Vereine und Kreisämter Revue passieren. Passend dazu füllte Michels Pendant aus Olpe, Joachim Schlüter, den anfangs leeren Präsentkorb mit Andenken an die Laufbahn des ehemaligen Mitarbeiters der Stahlwerke, der auch für den VfL Klafeld-Geisweid eine prägende Figur war.

Frommann: „Ich bin überwältigt und dankbar“

„Ich bin überwältigt und dankbar“, rang Frommann am Ende um Worte. Er betonte, sein Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu sehen und wies dabei auch auf seine zwei Augenoperationen zuletzt hin, die ihn zwischenzeitlich als Staffelleiter außer Gefecht gesetzt hatten und nun sicherlich auch ein Grund waren, den Staffelstab zu übergeben.

Mustafa Tekir aus Plettenberg ist neuer "BL-5"-Staffelleiter

Sein Nachfolger, Mustafa Tekir, kommt aus Plettenberg. Er ist seit 2010 Staffelleiter im Kreis Lüdenscheid, betreute dort zuletzt die A-Kreisliga und ist auch als Superuser im Einsatz. „Wir werden es zusammen hinbekommen“, rief er den Vertretern der 14 anwesenden Vereine der 15er Staffel zu (RW Hünsborn 2. fehlte unentschuldigt). Aus der „BL 5“ steigen im kommenden Jahr nur zwei Mannschaften ab, und es gibt weiterhin einen festen Aufsteiger.

Entscheidungsspiele  künftig auf neutralem Platz

Tekir wies zudem noch auf weitere Neuigkeiten hin: Spielverlegungen dürfen ab sofort sowohl nach hinten als auch nach vorne erfolgen. „Aber nur bis zum nächsten Donnerstag vom eigentlichen Sonntagsspieltermin ausgesehen. Und das auch nur bis zum 1. Mai“, schränkte Tekir ein. Mögliche Entscheidungsspiele – wie beispielsweise die Aufstiegsrunde zur Landesliga – werden künftig nicht mehr auf neutralem Platz ausgespielt. Der Gastgeber wird ausgelost. Und die Gelben Karten aus der regulären Runde werden nicht mehr mitgenommen in diese Entscheidungsspiele. Auch in der Bezirksliga sind ab sofort vier Einwechslungen möglich.

„Verbalfouls" von der Trainerbank werden bestraft

Der Verbands-Fußball-Ausschuss-Vorsitzende Reinhold Spohn, der zur Verabschiedung von Frommann angereist war, fügte noch hinzu, dass Mannschaften, die nach dem 1. Mai ein Spiel absagen („Wir hatten davon in der letzten Saison insgesamt über 400 – das ist Wahnsinn“) nun nicht nur mit einer Geldstrafe rechnen müssen, sondern auch für die kommende Spielzeit mit einem Abzug von drei Punkten (bis zu neun sind möglich) sanktioniert werden.
Auch Trainer und Offizielle in der „Technischen Zone“ (Coaching-Zone) können persönliche Strafen wie Gelbe oder Rote Karten kassieren. Sollte unklar sein, wer sich beispielsweise zu einem „Verbalfoul“ von der Trainerbank hat hinreißen lassen, erhält der ranghöchste Trainer (also der Cheftrainer) die Bestrafung. Sollte dieser Spielertrainer sein und sich auf dem Feld befinden, so erhält der nächste ranghöchste Coach, also der Co-Trainer, die Strafe.

Sack sackt doppelt ein

Bei den Ehrungen zur abgelaufenen Spielzeit kam der SC Drolshagen gut weg: Der 1. Vorsitzende Alexander Sack durfte nicht nur die Meisterurkunde in Empfang nehmen, sondern auch den WestLotto-Fairnesspreis über 250 Euro, wobei hier das Los entscheiden musste, da sich auch der SC LWL (Frommann: „Beide haben den selben, sehr guten Koeffizienten“) sportlich sehr korrekt verhalten hatte.

Gleich sieben Teams ohne Rote Karte

Die bezirksliga-interne Fairness-Wertung ging diesmal statt an einen gleich an sieben Vereine (SC LWL, SuS Niederschelden, Kiersper SC, Fortuna Freudenberg, TuS Deuz und SC Drolshagen), die allesamt ohne Rote Karte auskamen. „Das ist natürlich ein tolles Ergebnis. Es wird euch als Vereinsvertreter aber nicht so freuen, da ihr euch das Geld teilen müsst“, schmunzelte Frommann, der 1988, damals noch als Stafelleiter der Bezirksliga Siegerland, seine Arbeit begann und diese nun in der Staffel 5 am Drolshagener „Buscheid“ beendete.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.