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TSV Steinbach Haiger
Alipour: „Wir wollen unser Ding durchziehen“

Beim 1:0-Sieg im Rückspiel gegen den 1. FC Saarbrücken (blau-schwarze Trikots) zeigte der TSV Steinbach Haiger Ende November auf, dass er über das Potenzial für ganz oben in der Fußball-Regionalliga Südwest verfügt.
  • Beim 1:0-Sieg im Rückspiel gegen den 1. FC Saarbrücken (blau-schwarze Trikots) zeigte der TSV Steinbach Haiger Ende November auf, dass er über das Potenzial für ganz oben in der Fußball-Regionalliga Südwest verfügt.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sq Haiger.  „Die Akkus sind wieder voll aufgeladen“, sagt Adrian Alipour. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger hat die fußballfreie Zeit zwischen den Jahren genutzt, um Kraft für die bevorstehende Restrunde zu tanken. „Der stressige Alltag hatte einen aber schnell wieder eingeholt“, schmunzelt der gebürtige Dortmunder, der dem Start in der Fußball-Regionalliga Südwest am Wochenende entgegenfiebert.
Auftakt am Samstag bei Bayern Alzenau„Ich habe keine Lust mehr auf Freundschaftsspiele gegen Mannschaften, die nicht in unserer Liga spielen. Wir wollen uns endlich wieder im Wettkampf messen und freuen uns sehr darauf, dass es wieder losgeht.“ Zum Auftakt tritt der TSV am Samstag bei Bayern Alzenau an. Das Nachholspiel vom 20.

sq Haiger.  „Die Akkus sind wieder voll aufgeladen“, sagt Adrian Alipour. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger hat die fußballfreie Zeit zwischen den Jahren genutzt, um Kraft für die bevorstehende Restrunde zu tanken. „Der stressige Alltag hatte einen aber schnell wieder eingeholt“, schmunzelt der gebürtige Dortmunder, der dem Start in der Fußball-Regionalliga Südwest am Wochenende entgegenfiebert.

Auftakt am Samstag bei Bayern Alzenau

„Ich habe keine Lust mehr auf Freundschaftsspiele gegen Mannschaften, die nicht in unserer Liga spielen. Wir wollen uns endlich wieder im Wettkampf messen und freuen uns sehr darauf, dass es wieder losgeht.“ Zum Auftakt tritt der TSV am Samstag bei Bayern Alzenau an. Das Nachholspiel vom 20. Spieltag findet um 14 Uhr in der Main-Echo-Arena in Alzenau statt. Der Aufsteiger ist nach furiosem Start in die Saison mittlerweile auf den 13. Rang abgerutscht. Im Hinspiel musste sich der „kleine“ FCB trotz guter Leistung unter Wert mit 1:4 in Haiger geschlagen geben.

„Alzenau hat damals einen ordentlichen Auftritt hingelegt, das war ein enges Spiel“, erinnert sich Alipour. „Sie sind schwer zu bespielen und können in dieser Liga jeden schlagen. Bei ihnen ist die Anfangseuphorie verflogen, sie sind mittlerweile im Liga-Alltag angekommen, aber ich traue ihnen einen souveränen Klassenerhalt zu.“

Haider Kamm Al-Azzawe und Kirchhoff sind gesperrt

Personell kann der Steinbacher Linienchef nahezu aus dem Vollem schöpfen. David Haider Kamm Al-Azzawe und Benjamin Kirchhoff müssen aber jeweils noch einmal gesperrt zusehen. Für sie werden aller Voraussicht nach Nico Herzig und Michael Schüler in die Innenverteidigung rücken. Noch keine Kaderoption ist Moritz Göttel. Der Mittelstürmer, der seit vergangenem Juni an einem Kreuzbandriss laboriert und bislang noch kein einziges Saisonspiel absolviert hat, trainiert wieder mit der Mannschaft, wurde aber noch nicht in Spielformen eingebunden. Wieder voll mit dabei ist Tino Bradara, der ebenfalls noch keine Partie in der laufenden Spielzeit absolviert hat. Der Rechtsverteidiger, der vor einem halben Jahr vom Ligakonkurrenten SSV Ulm nach Haiger wechselte und sich in der Vorbereitung eine langwierige Schambeinentzündung zuzog, ist im Gegensatz zu Göttel bereits eine Kader-Alternative.

„Bei Tino ist es so, als wäre er nie weg gewesen. Er gibt im Training Vollgas und zeigt, dass er eine gute Verstärkung für uns ist“, freut sich Alipour. „Man kann sowohl ihn als auch Moritz als Neuzugänge sehen, womit wir unsere beiden Abgänge schon kompensiert haben.“ Den Verein verlassen haben im Winter nämlich Gani Sevim (Rot-Weiß Koblenz) und Nikola Trkulja (Kickers Stuttgart). Der 20-jährige Sevim konnte sich in anderthalb Jahren beim TSV nicht durchsetzen und kam auf lediglich zehn Regionalliga-Einsätze, davon nur einmal über die volle Distanz. Abgesehen von einem elfminütigen Kurzeinsatz am 4. Spieltag beim FC Gießen fand auch Nikola Trkulja überraschenderweise in der Hinserie „nicht statt“. Im Dezember trennten sich somit nach vier Jahren die Wege.

"Hatten ein überragendes Trainingslager in der Türkei"

Ferner ist auch der bisherige Co-Trainer Frank Döpper seit einigen Wochen nicht mehr Teil des Trainerteams. Döpper bat den Verein um Freistellung und übernahm eine Trainerposition im Jugendbereich. Neu an Bord ist hingegen der auf dem offensiven Flügel beheimatete Florian Bichler. Der 28-Jährige kommt von West-Regionalligist Rot-Weiß Essen. „Flo hat sich überragend eingefügt. Er ist sowohl menschlich als auch sportlich eine echte Verstärkung“, lobt Adrian Alipour seinen neuen Schützling. Auch insgesamt zeigte sich der Steinbacher Coach sehr angetan von der abgelaufenen Wintervorbereitung. „Wir hatten ein überragendes Trainingslager, wo einfach alles gestimmt hat. Zudem hatten wir Glück mit Verletzten und auch in den Testspielen haben wir gute Ergebnisse erzielt.“ Aus drei Begegnungen ging seine Elf als Sieger vom Platz, lediglich die Generalprobe gegen die klassentiefere Eintracht aus Stadtallendorf wurde mit 1:2 verpatzt.

„Das Spiel war trotz des Ergebnisses nicht schlecht. Wir haben das aufgearbeitet und Fehler, die behoben werden müssen, erkannt, und angesprochen, wo wir den Fokus drauf richten müssen“, so Alipour. Der TSV-Trainer erwartet eine schwere Rückrunde für seine Mannen. „Teams wie Aalen, Ulm und Offenbach haben sich gut verstärkt und wollen sich in der Rückrunde im Hinblick auf die nächste Saison einspielen, um dann anzugreifen. Es wird schwer, gegen diese Mannschaften zu bestehen, aber das wird es auch für Saarbrücken“, weiß der 41-Jährige.

"Für Saarbrücken ist der Aufstieg wichtiger als der Pokal"

Angesprochen auf die Möglichkeiten im restlichen Saisonverlauf mit Blick nach oben rudert der ehemalige Wuppertaler aber zurück: „Es macht noch keinen Sinn, in die Zukunft zu schauen. Wir wollen unsere Spiele gewinnen und eine Welle der Euphorie erzeugen.“ Die aktuell sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aus dem Saarland könnten sich durch einen Sieg am Wochenende in Alzenau bereits auf vier reduzieren.

Den Viertelfinal-Einzug des FCS im DFB Pokal sieht Alipour nicht als entscheidenden Nachteil für den Spitzenreiter im Meisterschaftsrennen. „Das ist kein Faktor. Sie wollen unbedingt aufsteigen und haben im Pokal bereits jetzt schon sehr viel erreicht. Ihnen ist die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg wichtiger als der Pokal.“ Seine Mannschaft sieht der Haigerer Übungsleiter jedenfalls gut aufgestellt. „Wir wollen unser Ding wie schon in der Hinrunde weiter durchziehen und uns für eine harte Vorbereitung belohnen. Was am Ende dabei heraus kommt, werden wir dann sehen.“

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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