Mountainbiker überzeugt in Übersee
Auch ein Baum-Crash stoppt Textor nicht

Der Würgendorfer Mountainbike-Profi Christian Textor überzeugte auch bei seiner Übersee-Premiere in Kanada und Kalifornien mit den Gesamträngen 14 und 21.
  • Der Würgendorfer Mountainbike-Profi Christian Textor überzeugte auch bei seiner Übersee-Premiere in Kanada und Kalifornien mit den Gesamträngen 14 und 21.
  • Foto: Bulls/Boris Beyer
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Whistler/Northstar. Als vielschichtige, in jedem Falle aber hilfreiche und interessante Erfahrung verbuchte der Würgendorfer Mountainbike-Profi Christian Textor die beiden jüngsten Rennen der Enduro World Series für sich. Bei der sechsten von insgesamt acht Veranstaltungen der Weltserie in Whistler/Kanada landete der 28-jährige Familienvater auf dem starken 14. Gesamtrang, 2:40,61 Minuten hinter dem siegreichen US-Amerikaner Richie Rude, der für die sechs Etappen (Stages) insgesamt 52:41,29 Minuten benötigte.

Letztes Rennen steigt in Zermatt

Bei der nur wenige Tage später stattfindenden siebten Veranstaltung in Northstar (Kalifornien) belegte Christian Textor den 21. Platz im Klassement. Auch hier holte sich Richie Rude wieder den Gesamtsieg, diesmal 1:19,01 Minuten vor dem Südsiegerländer. Nun steht noch ein Rennen aus: Die weltbesten Mountainbiker treffen sich am 21. September in Zermatt (Schweiz), um die EWS 2019 abzuschließen.
„Ich bin zum ersten Mal in Übersee gefahren, war also sozusagen ein Rookie“, schmunzelt Christian Textor im SZ-Gespräch. „Deshalb habe ich viel Neues erlebt und musste mich erst einmal auf die örtlichen Gegebenheiten einstellen. Insofern ist der 14. Platz eine super Sache für mich, denn es ist extrem hart, bei dieser großen internationalen Konkurrenz in die Top 20 zu kommen. So hat mich das gute Resultat ein Stück weit überrascht, wobei mich der 10. Platz in Stage 1 natürlich besonders gefreut hat“, so Textor.

Platter Reifen kostete viel Zeit

Pech hatte der Würgendorfer auf Stage 6, wo ihn ein platter Reifen eine Menge Zeit kostete – Rang 33 war aus diesem Grund ein deutlicher Ausreißer nach unten, denn auf den Etappen 2 bis 5 fuhr Textor mit den Rängen 19, 14, 17 und 12 ausgesprochen gleichmäßig und konstant.
„Entsprechend motiviert sind wir dann nach Kalifornien weitergereist, wo aber äußerst schwierige Bedingungen auf uns Fahrer warteten. Es war staubig, extrem trocken und steinig – ganz anders als in Europa. Dort fühle ich mich spürbar wohler. Gemessen daran war mein 21. Platz gut, ohne Frage im Rahmen des Gewünschten.“
Was beim Rennen in den USA auffiel: „Auf den technisch schwierigen und anspruchsvollen Etappen habe ich mit den Plätzen 7 und 9 meine besten Resultate erzielt, während mir für die mehr physisch geprägten Etappen, auf denen man viel in die Pedale treten musste, einfach die Kraft fehlte“, erklärt Textor. Der Grund: In diesen Tagen war der Fahrer vom Team Mountainbike Siegerland durch eine Erkältung spürbar geschwächt, und auch Söhnchen Theo plagte sich mit Fieber. „Das hat sich natürlich auch auf den Schlafrhythmus ausgewirkt.“ Hinzu kam ein ungewollter Stopp auf der sechsten und letzten Etappe, als Christian Textor gegen einen Baum prallte – Platz 40 war das Ergebnis daraus.
„Das hat eine Menge Zeit gekostet, aber zum Glück ist nicht mehr passiert. So ist der Endurosport eben, da kann jederzeit etwas geschehen, was du nicht auf der Rechnung hast – und dann verlierst du ganz schnell mal 20, 30 Plätze“, erläutert der Würgendorfer die ganz spezielle Herausforderung seines Sports. In Kalifornien verbuchte Textor die Etappenplätze 27, 23, 20, 7, 9 und 40.

Mit Abstand bester deutscher Fahrer

Vor der letzten Veranstaltung der Weltserie in Zermatt liegt Christian Textor mit 1500 Punkten auf dem 23. Rang – und damit über seinen Erwartungen. Der Profi vom Bulls-Team ist zugleich der mit großem Abstand beste deutsche MTB-Fahrer, zweitbester Deutscher ist Leonhard Putzenlechner aus dem oberpfälzischen Weiden auf Rang 85 (261 Punkte). „Jetzt wäre es natürlich toll, den Platz unter den besten 30 der Welt zu behaupten. Aber ich glaube, viel wird sich nach oben und unten nicht mehr verschieben, selbst wenn ich einen positiven oder negativen Ausreißer erwischen sollte, dafür sind die Punktabstände zu groß.“
In der Schweiz steht der 28-Jährige am 21. September übrigens vor einer weiteren Premiere, denn auch dort ist er bislang noch nicht gefahren – aber das muss ja kein Nachteil sein, auch hier kann man wieder hilfreiche und interessante Erfahrungen sammeln...

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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