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Fußball-Saison 2021/22
Aufstieg des 1. FC Kaan-Marienborn perfekt, wenn...

Noch ist es „nur“ ein Torjubel, spätestens im Juni soll der Aufstiegsjubel folgen: Dawid Krieger (v.l.), Markus Pazurek, Felix Neuhäuser, Arthur Tomas und Kohsuke Tsuda wollen mit dem 1. FC Kaan-Marienborn den Sprung in die Regionalliga schaffen. Sollte die Fußball-Saison beim derzeitigen Tabellenstand abgebrochen werden, wäre der Aufstieg perfekt.
  • Noch ist es „nur“ ein Torjubel, spätestens im Juni soll der Aufstiegsjubel folgen: Dawid Krieger (v.l.), Markus Pazurek, Felix Neuhäuser, Arthur Tomas und Kohsuke Tsuda wollen mit dem 1. FC Kaan-Marienborn den Sprung in die Regionalliga schaffen. Sollte die Fußball-Saison beim derzeitigen Tabellenstand abgebrochen werden, wäre der Aufstieg perfekt.
  • Foto: Pascal Mlyniec
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

rege Siegen. Dezember 2021: Die Fußball-Ampel steht auf „Grün“, jedenfalls in Westfalen. Das Worst-Case-Szenario eines weiteren Saisonabbruchs ist in weite Ferne gerückt, der Ball rollt. Es deutet vieles darauf hin, dass die Spielzeit 2021/22 im Gegensatz zu den beiden vorherigen planmäßig „abgepfiffen“ werden kann. Die Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre haben aber gelehrt, dass die Ampel auch ganz schnell auf „Rot“ springen kann, falls die Inzidenzwerte in die Höhe schießen. Für diesen Fall hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) vorgesorgt und festgelegt, dass in einer Spielklasse 50 Prozent oder mehr Partien absolviert sein müssen, um die Saison unter Anwendung der Quotientenregel zu werten.

rege Siegen. Dezember 2021: Die Fußball-Ampel steht auf „Grün“, jedenfalls in Westfalen. Das Worst-Case-Szenario eines weiteren Saisonabbruchs ist in weite Ferne gerückt, der Ball rollt. Es deutet vieles darauf hin, dass die Spielzeit 2021/22 im Gegensatz zu den beiden vorherigen planmäßig „abgepfiffen“ werden kann. Die Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre haben aber gelehrt, dass die Ampel auch ganz schnell auf „Rot“ springen kann, falls die Inzidenzwerte in die Höhe schießen. Für diesen Fall hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) vorgesorgt und festgelegt, dass in einer Spielklasse 50 Prozent oder mehr Partien absolviert sein müssen, um die Saison unter Anwendung der Quotientenregel zu werten.

Es wird Aufsteiger und Absteiger geben

Die SZ hat in der Winterpause die digitale Form des guten, alten Rechenschiebers aktiviert – und siehe da: In einigen Klassen ist die „magische Grenze“ bereits überschritten, in anderen Ligen fehlen nur noch einzelne Spiele oder ein Spieltag. Das heißt: Es wird Meister, Aufsteiger und Absteiger geben, egal ob die Saison regulär zu Ende gebracht wird oder nicht.

Oberliga: mehr als die Hälfte der Spiele absolviert

Zu den Klassen, die bereits „safe“ sind, gehört aufgrund des geänderten Spielmodus auch die Oberliga Westfalen. 210 Spiele in der Hinrunde, anschließend 45 Partien in der Aufstiegsrunde und 55 Duelle in der Abstiegsrunde macht summa summarum 310 Spiele, von denen 157 – und damit mehr als die Hälfte – bereits angepfiffen wurden. Der ein oder andere Fan des 1. FC Kaan-Marienborn mag sich nun einen Saisonabbruch wünschen, denn würde vor dem 20. Februar abgebrochen, wäre der Regionalliga-Aufstieg bereits perfekt – aber im Falle eines „Aufstiegs mit Würde“ nach einer kompletten Saison wäre die Stimmung bei den Feierlichkeiten sicher ausgelassener.

Vier Olper Kreisligen schon im 50-Prozent-Ziel

Doch zurück zur 50-Prozent-Regel: Auch im Fußballkreis Siegen-Wittgenstein haben die ersten beiden Kreisligen das 50-Prozent-Ziel erreicht, im Kreis Olpe ist die Marke bei sechs von acht Kreisligen sogar schon überschritten. Und sowohl der FLVW als auch die beiden heimischen Fußballkreise sind guten Mutes, dass in allen Klassen trotz der Pandemie bis Ende Juni die 100-Prozent-Marke erreicht wird.

Schnieders: "Haben noch genug Zeit"

„Wir sind optimistisch, dass wir deutlich mehr als 50 Prozent der Spiele austragen können und es ein sportlich faires Ergebnis geben wird. Wir sind da ganz gut im Rennen, Hallensportarten sind von den Einschränkungen deutlich mehr betroffen als der Fußball“, ist FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders positiv überrascht, dass es Corona-bedingt bisher nur so wenig Spielausfälle gab. Das stimme ihn hoffnungsfroh, auch im Hinblick auf die noch ausstehenden Partien, inklusive der Aufstiegsrunde und der Play-downs in der Oberliga. „Wir haben noch genug Zeit, und ich gehe davon aus, dass wir auch die Auf- und Abstiegsrunde noch spielen können. In der Oberliga kann es bei dem ein oder anderen Top-Spiel passieren, das nicht so viele Zuschauer ins Stadion kommen können, wie es wünschenswert wäre, aber damit können wir leben“, kommentiert Schnieders die aktuell gültige Begrenzung auf 750 Zuschauer pro Spiel.

Witterung sorgt für mehr Spielausfälle als Corona

Da die Kreisliga-Teams von solchen Kulissen eh nur träumen können, spielt dieses Thema auch in den sportlichen Gedankengängen der Kreisvorsitzenden keine große Rolle. Wie beim FLVW steht die Durchführung des Spielbetriebs im Mittelpunkt: „Im Vergleich zu den letzten beiden Jahren sind wir auf einem sehr guten Weg. Ich mache mir keine Gedanken, dass wir die 50 Prozent nicht schaffen. Die Saison ist bisher so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Den großen Corona-Ausbruch hat es nicht gegeben. Einzelne Spiele mussten Corona-bedingt abgesetzt werden, aber die meisten Spielausfälle gab es aufgrund der winterlichen Witterung, insbesondere im Altkreis Wittgenstein. Man muss jetzt abwarten, wie es weiter geht, falls die Omnikrom-Variante ruck-zuck viele Fälle hervorruft, aber wir haben ja auch noch Möglichkeiten, im Mai und Juni Spiele nachzuholen“, sieht Marco Michel, der Vorsitzende des Fußballkreises Siegen-Wittgenstein, hinten raus noch Reserven, falls es in der kalten Jahreszeit haken sollte.

Auch sein Olper Kollege Joachim Schlüter sieht insbesondere im Frühjahr noch terminliche Ausweichmöglichkeiten. „Wir haben im April und im Mai noch einige Nachholspieltage, die man vielleicht etwas intensiver nutzen muss als in der Vergangenheit. Dennoch wollen wir aus sportlicher Sicht Wochentagsspiele so gut es geht vermeiden, denn für die ein oder andere Mannschaft ist es unter der Woche schwer, die beste Elf auf den Platz zu bekommen. Ich bin aber guter Hoffnung, dass wir die Saison sportlich ordnungsgemäß abschließen und vermute auch, dass das westfalenweit klappt. Es tut dem Fußball nicht gut, wenn man Spielzeiten annulliert oder abbricht. Es ist auch im Sinne der Vereine, dass die Auf- und Abstiegsregelung in dieser Saison wieder greift, damit es zu einer Bereinigung der Staffeln kommt“, denkt Schlüter dabei vor allem an die Olper B-Kreisliga, in der sich aktuell 18 Mannschaften tummeln.

Schlüter: "Wir schaffen das!"

Er freue sich, dass der Appell des Kreisvorstandes an die Spieler und die im Umfeld der Mannschaften tätigen Vereinsvertreter gefruchtet habe, und der Spielbetrieb bis zur Winterpause schon so weit fortgeschritten sei. Und deshalb ist Schlüter sich auch für den weiteren Saisonverlauf sicher: „Wir schaffen das!“ Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel wird ihm da sicher ebenso wenig widersprechen wie die Oberliga-Kicker aus Kaan-Marienborn oder der D-Kreisliga-Akteur aus Maumke.

Der Überblick: Wie weit sind die einzelnen Fußballklassen?

Westfalen

  • Oberliga Westfalen (21 Mannschaften): 50,6 Prozent (157 von 310 Spielen)
  • Westfalenliga 2 (18 Mannschaften): 46,4 Prozent (142 von 306 Spielen)
  • Landesliga 2 (16 Mannschaften): 44,2 Prozent (106 von 240 Spielen)
  • Bezirksliga 4 (16 Mannschaften): 47,5 Prozent (114 von 240 Spielen)
  • Bezirksliga 5 (16 Mannschaften): 47,9 Prozent (115 von 240 Spielen)

Kreis Siegen-Wittgenstein

  • A-Kreisliga (19 Mannschaften): 49,4 Prozent (169 von 342 Spielen)
  • B-Kreisliga 1 (14 Mannschaften): 48,9 Prozent (89 von 182 Spielen)
  • B-Kreisliga 2 (15 Mannschaften): 45,2 Prozent (95 von 210 Spielen)
  • C-Kreisliga 1 (12 Mannschaften): 50 Prozent (66 von 132 Spielen)
  • C-Kreisliga 2 (11 Mannschaften): 49,1 Prozent (54 von 110 Spielen)
  • C-Kreisliga 3 (11 Mannschaften): 47,3 Prozent (52 von 110 Spielen)
  • D-Kreisliga 1 (12 Mannschaften): 48,5 Prozent (64 von 132 Spielen)
  • D-Kreisliga 2 (13 Mannschaften): 50 Prozent (78 von 156 Spielen)
  • D-Kreisliga 3 (12 Mannschaften): 45,5 Prozent (60 von 132 Spielen)

Kreis Olpe

  • A-Kreisliga (16 Mannschaften): 47,9 Prozent (115 von 240 Spielen)
  • B-Kreisliga (18 Mannschaften): 47,1 Prozent (144 von 306 Spielen)
  • C-Kreisliga 1 (11 Mannschaften): 52,7 Prozent (58 von 110 Spielen)
  • C-Kreisliga 2 (12 Mannschaften): 52,3 Prozent (69 von 132 Spielen)
  • D-Kreisliga 1 (14 Mannschaften): 52,7 Prozent (96 von 182 Spielen)
  • D-Kreisliga 2 (13 Mannschaften): 51,9 Prozent (81 von 156 Spielen)

Frauen-Fußball

  • Frauen-Regionalliga (15 Mannschaften): 50 Prozent (105 von 210 Spielen)
  • Frauen-Westfalenliga (15 Mannschaften): 49 Prozent (103 von 210 Spielen)
  • Frauen-Landesliga 2 (12 Mannschaften): 50 Prozent (61 von 132 Spielen)
  • Frauen-Bezirksliga 3 (11 Mannschaften): 49,1 Prozent (54 von 110 Spielen)
  • Frauen-Kreisliga A Siegen-Wittgenstein (14 Mannschaften): 47,3 Prozent (86 von 182 Spielen)
  • Frauen-Kreisliga A Lüdenscheid/Olpe (7 Mannschaften): 100 Prozent (42 von 42 Spielen) n Anmerkung: Die drei Erstplatzierten TuS Herscheid, SC Drolshagen 2. und TuS Grünenbaum spielen im Jahr 2022 gegen die drei Erstplatzierten der Frauen-Kreisliga A Iserlohn (FC Iserlohn 2., Sportfr. Sümmern 2., Iserlohner Turnerschaft) um den Aufstieg in die Bezirksliga.
Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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