Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft
Blechs Jubel über Bronze

Stabhochspringen mit Blick auf das historische Marathon-Tor des Berliner Olympia-Stadions. Torben Blech aus Gosenbach sicherte sich gestern die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften.
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  • Stabhochspringen mit Blick auf das historische Marathon-Tor des Berliner Olympia-Stadions. Torben Blech aus Gosenbach sicherte sich gestern die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften.
  • Foto: Wolfgang Birkenstock
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sz Berlin. Die Medaille ist es geworden, aber sie leuchtete im Berliner Olympia-Stadion dann doch „nur“ bronze: Torben Blech, als ehemaliger Zehnkämpfer in diesem Jahr bei den Stabhochspringern kometenhaft aufgestiegener Leichtathlet aus Gosenbach, musste sich bei den „Finals“ in der Haupt stadt in der Tageswertung hinter Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken) und seinem Vereinskollegen bei Bayer Leverkusen, Bo Kanda Lita Baehre, einreihen. „Das ist für mich auf jeden Fall ein Gewinn, denn mein Ziel war eine Medaille. Leider habe ich heute nicht die ganz hohen Höhen hinbekommen wie noch bei der Universiade in Neapel“, meinte der Gosenbacher in einer ersten Reaktion.

Comeback für Raphael Holzdeppe

Für Blech begann der Wettkampf bereits merkwürdig, als er sich an seiner Anfangshöhe (5,31) einen Fehlversuch leistete. „Die Windverhältnisse in Berlin waren zwar schwierig, aber das waren sie für alle Stabhochspringer. Mir macht das normal nichts aus. Den Fehlversuch hatte ich, weil ich einen zu weichen Stab gewählt hatte“, so Blech in der Wettkampfanalyse. 5,41 m und 5,51 m meisterte er dann mit härterem Material sicher im 1. Versuch scheiterte jedoch dreimal an 5,61 m. Höher ging es bei den Konkurrenten, denn Lita Baehre holte sich die Silbermedaille mit 5,71 m und der Weltmeister von 2013 in Moskau, Raphael Holzdeppe, steigerte sich sogar noch auf die Siegeshöhe von 5,76 m.

Kommendes Wochenende Team-EM in Polen

Am Sonntagabend ging es für Blech mit dem Flieger zurück nach Köln, denn Zeit und Ruhe sind derzeit kostbar. Schließlich vertritt der Siegerländer am kommenden Wochenende im polnischen Bydgosz die deutschen Farben als einziger Stabhochspringer bei der Team-EM. Danach macht Blech „fünf Tage frei“, ehe ein zweiwöchiger Trainingsblock und danach das ISTAF wieder in Berlin sowie das Aachener Domspringen folgen. Alles in Vorbereitung auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften vom 28. September bis 6. Oktober in Doha.

Jennifer Köhne nahe an Bestzeit

Neben Blech waren mit 400-m-Läuferin Lara Hoffmann und Hürdensprinterin Jennifer Köhne (CLV Siegerland) zwei weitere Einzelathleten am Start. Die lange verletzte Hilchenbacherin war schon mächtig froh gewesen, sich überhaupt für Berlin qualifiziert zu haben. Nach 56,02 Sekunden war für die 28-Jährige, die für den ASV Köln startet, dann der Arbeitstag beendet. Im Halbfinale über 110 m Hürden kam derweil Jennifer Köhne in 13,74 Sekunden nahe an ihre Bestzeit heran.

Olpe/Fretter mit jüngster Staffel

Der Schwerpunkt der heimischen Leichtathletik lag indes auf den Staffelwettbewerben. Über 4x100 m der Männer musste die LG Kindelsberg Kreuztal kurzfristig den Ausfall ihres schnellen Läufers Gassimou Kake wegen Leistenbeschwerden beklagen. Somit reichte es für Julius Knoche, Damian Corbalan Arevalo, Louis Vieweg und Collin Klein in 41,73 Sekunden nur zu Platz 19. Rang 21 stand am Ende für die jüngere der beiden Staffeln der StG Olpe/Fretter. Das Quartett mit Startläuferin Emma Rehse, Annica Deblitz, Alina Hoberg und Julia Hippler könnte nämlich noch bei der U 18 starten und war somit das jüngste Staffel-Team im Olympia-Stadion. Mit 47,04 Sekunden kam das Quartett nahe an die eigene Bestzeit (46,90) heran. Die zweite StG-Staffel mit Johanna Heuel, Sophia Werthenbach, Cathrin Eiden und Julia Springob, die aus verschiedenen Gründen nicht immer optimal trainieren konnte, brachte den Staffelstab nach 48,84 Sekunden ins Ziel. Zeitlich dazwischen reihte sich noch das Sprinterinnen-Quartett der LG Sieg ein: für Anna Ermert, Patrizia Müller, Julia Trapp und Lea Lemke standen die Uhren nach 47,79 Sekunden still.Deutlicher schneller war die LG Olympia Dortmund im Ziel, für die die Wilnsdorferin Nina Braun den Staffelstab in die Zielkurve brachte. Ihre Zeit 46,47. Disqualifiziert wurde dagegen das Team der LT DSHS Köln mit der Siegerländerin Laura Sophie Großhaus.

Stabhochspringen mit Blick auf das historische Marathon-Tor des Berliner Olympia-Stadions. Torben Blech aus Gosenbach sicherte sich gestern die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften.
Großer Erfolg für Jennifer Köhne vom CLV Siegerland, im Halbfinale im Olympiastadion starten zu dürfen.
Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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