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FCK-Kapitän Waldrich fordert Reaktion
„Brauchen Robustheit und Cleverness“

Daniel Waldrich will mit dem 1. FC Kaan-Marienborn die richtige Reaktion auf die Niederlage in Erndtebrück zeigen.
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  • Foto: Pascal Mlyniec
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krup Kaan-Marienborn. Daniel Waldrich spielt in der sechsten Saison für den 1. FC Kaan-Marienborn, seit 2020 fungiert der 31-Jährige als Kapitän des aktuellen Tabellenzweiten der Fußball-Oberliga Westfalen. Bei der jüngsten 1:2-Derbyniederlage beim TuS Erndtebrück unternahm der zweifache Familienvater eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, da er in der Spielzeit 2009/10 selbst am Pulverwald aktiv war.

„Tja, die Derbys...“, sinniert Waldrich im Gespräch mit der SZ-Sportredaktion. „Wir können es uns selbst nicht so richtig erklären,...

krup Kaan-Marienborn. Daniel Waldrich spielt in der sechsten Saison für den 1. FC Kaan-Marienborn, seit 2020 fungiert der 31-Jährige als Kapitän des aktuellen Tabellenzweiten der Fußball-Oberliga Westfalen. Bei der jüngsten 1:2-Derbyniederlage beim TuS Erndtebrück unternahm der zweifache Familienvater eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, da er in der Spielzeit 2009/10 selbst am Pulverwald aktiv war.

„Tja, die Derbys...“, sinniert Waldrich im Gespräch mit der SZ-Sportredaktion. „Wir können es uns selbst nicht so richtig erklären, warum wir in einer insgesamt so erfolgreichen Hinrunde ausgerechnet die beiden Lokalduelle in Siegen und Erndtebrück verloren haben – wobei ich Siegen sogar ausklammern möchte, denn das war ein verrücktes Spiel, das wir innerhalb weniger Minuten hergegeben haben, da weiß man gar nicht, wie so etwas zustande kommt. In Erndtebrück war es einfach so, dass wir in den ersten 45 Minuten von den Grundtugenden des Fußballs einiges haben vermissen lassen – da hatten uns die Erndtebrücker an diesem Tag einiges voraus.“

Dabei verweist der Käner Spielführer auch auf die Tagesform, die im Fußball eine Menge ausmache: „Wie könnte sonst Gladbach an einem Tag die Bayern mit 5:0 weghauen und dann an einem anderen Tag 0:6 gegen Freiburg untergehen? In der Oberliga ist das ganz ähnlich, da ist auch in jedem Spiel vieles möglich. Zu Beginn der Woche haben wir das Match in Erndtebrück aufgearbeitet und uns im Video angeschaut, was nicht so gut war. Wir Spieler wollen ja auch lernen und uns weiterentwickeln. Natürlich war da vieles Negativ, aber alles würde ich jetzt auch nicht schlecht reden wollen. Wir haben ja nicht total fehlerhaft oder arrogant agiert, sondern eher ein bisschen lethargisch in gewissen Phasen. Das hat der Trainer schon richtig angesprochen. Es bringt auch nichts, jetzt einzelne Spieler an den Pranger zu stellen, denn das betraf alle elf Akteure auf dem Platz – aber letztlich sind wir auch nur Menschen...“

Grundsätzlich freut es Waldrich, „wenn weitere Mannschaften aus unserer Region erfolgreich sind. Gerade der TuS Erndtebrück hat mich im bisherigen Saisonverlauf durchaus positiv überrascht. Es wäre allerdings schön, wenn sie dem Sieg gegen uns noch weitere Erfolge gegen unsere Konkurrenz im oberen Drittel folgen lassen würden“, schmunzelt „Waldi“, der mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern in Neunkirchen lebt.

Nun also folgt am Sonntag (14.30 Uhr) im Breitenbachtal das letzte Punktspiel des Jahres 2021 gegen die 2. Mannschaft des SC Preußen Münster. „Das Schöne am Fußball ist, dass man sich schnell rehabilitieren kann und in kurzer Zeit die Chance zur Wiedergutmachung bekommt. Die müssen wir auch nutzen, denn wir wollen mit einem guten, positiven Gefühl in die Winterpause gehen. Das Verrückte ist ja, dass wir, wenn wir die beiden Derbys mal ausklammern, von den übrigen zwölf Partien elf gewonnen und dabei oft sehr dominant gespielt haben. Gerade gegen die oberen Teams wir wir es super gemacht. Mit unseren 34 Punkten nach 14 Spielen wären wir in anderen Saisons schon mit acht, neun Punkten davon gezogen, aber in diesem Jahr sind in der Oberliga zwei, drei weitere Mannschaften mit einer großen Konstanz am Start, das sorgt für eine große Ausgeglichenheit und eine Menge Spannung. Auch deshalb müssen wir gegen Münster in die Erfolgsspur zurück finden.“

Daniel Waldrich erwartet am Sonntag einen „spielstarken und gut ausgebildeten Gegner. Der Schlüssel zum Erfolg wird sein, genau die Tugenden reinzuwerfen, die wir gegen Erndtebrück in der ersten Halbzeit haben vermissen lassen: Leidenschaft, Galligkeit, absoluten Willen und Zweikampfhärte. In dieser Hinsicht müssen wir zwingend eine Reaktion auf das jüngste Spiel zeigen! Wenn wir der jungen Truppe aus Münster mit genau diesen Attributen sowie mit Robustheit, Cleverness und unserer größeren Erfahrung begegnen, kann es gut für uns ausgehen – spielerisch sind wir selbst ja auch nicht so schlecht unterwegs...“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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