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Sportfreunde weiter sieglos
"Das Ergebnis geht mir auf die Nerven!"

Enttäuschung pur: Die Sportfreunde-Offensive um Michél Harrer brachte gegen die Zweitvertretung von Preußen Münster keinen Treffer zustande und muss deshalb weiter auf den ersten Saisonsieg warten.
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  • Enttäuschung pur: Die Sportfreunde-Offensive um Michél Harrer brachte gegen die Zweitvertretung von Preußen Münster keinen Treffer zustande und muss deshalb weiter auf den ersten Saisonsieg warten.
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pm Siegen. Die Szenen waren beinahe grotesk: Während die Oberliga-Fußballer der Sportfreunde Siegen mit hängenden Köpfen in die Kabine trotteten oder niedergeschlagen auf dem Rasen des Leimbachstadions saßen, wurde es auf der Tribüne noch einmal laut. Frenetisch feierten die verbliebenen der zuvor 485 Zuschauer einen der Balljungen aus der SFS-Jugend für seinen Schuss ins längst verwaiste Gehäuse der Zweitvertretung von Preußen Münster, das seine Vorbilder aus der ersten Mannschaft zuvor 45 Minuten erfolglos bespielt hatten. Erst nach dem Abpfiff wurde der Torhunger der Sportfreunde-Fans gestillt, die mit vereinzelten Pfiffen auf die Leistung ihrer Mannschaft bei der „Nullnummer“ reagiert hatten.
Viel Leerlauf in Durchgang einsGründe gab es dafür nach dem dritten sieglosen Spiel am 3.

pm Siegen. Die Szenen waren beinahe grotesk: Während die Oberliga-Fußballer der Sportfreunde Siegen mit hängenden Köpfen in die Kabine trotteten oder niedergeschlagen auf dem Rasen des Leimbachstadions saßen, wurde es auf der Tribüne noch einmal laut. Frenetisch feierten die verbliebenen der zuvor 485 Zuschauer einen der Balljungen aus der SFS-Jugend für seinen Schuss ins längst verwaiste Gehäuse der Zweitvertretung von Preußen Münster, das seine Vorbilder aus der ersten Mannschaft zuvor 45 Minuten erfolglos bespielt hatten. Erst nach dem Abpfiff wurde der Torhunger der Sportfreunde-Fans gestillt, die mit vereinzelten Pfiffen auf die Leistung ihrer Mannschaft bei der „Nullnummer“ reagiert hatten.

Viel Leerlauf in Durchgang eins

Gründe gab es dafür nach dem dritten sieglosen Spiel am 3. Spieltag zweierlei. Im ersten Durchgang war es die allgemeine Darbietung der rot gekleideten Hausherren, die gegen offensiv gänzlich harmlose Preußen selbst nur ganz selten Torgefahr entfachten. Wirklich gefährlich wurde es nur nach 13 Minuten, als Michél Harrer die Hereingabe des zuvor als Flügelsprinter in Erscheinung getretenen Innenverteidigers Till Hilchenbach am langen Eck vorbei spitzelte. Ansonsten ging nur etwas nach Standardsituationen, von denen es in der häufig unterbrochenen und zerfahrenen Partie einige gab. „Es war ein wildes und hektisches Spiel“, befand auch Gäste-Coach Kieran Schulze-Marmeling.

Dessen junge Schützlinge standen zumeist tief, versuchten in Ballbesitz aber fast alle Situationen spielerisch zu lösen, was zum zweiten und letztlich entscheidenden Grund für die Pfiffe der SFS-Anhänger überleitet: Ja, Münster gab sich Mühe, mit flachem Kurzpassspiel aus der eigenen Hälfte heraus zu kombinieren, doch das lief längst nicht immer glatt. Gegen immer wieder früh anlaufende Siegener leistete sich Münster mehrere haarsträubende Ballverluste am eigenen Strafraum, doch keines dieser Geschenke waren die Hausherren in der Lage anzunehmen.

Chancenwucher nach der Pause

„Wir sind immer wieder in gute Pressingsituationen gekommen und hatten gute Ballgewinne“, versuchte SFS-Coach Tobias Cramer das Positive zu sehen, erkannte aber auch: „Im Abschluss haben wir immer wieder falsche Entscheidungen getroffen.“

Das galt insbesondere für Arda Nebi, der nach einer Stunde die beste Chance vergab. Rund 20 Meter vor dem Tor luchste er Can Mehmet Pohl die Kugel ab und stand frei vor Keeper Veith Walde. Statt aber den frei stehenden Michél Harrer zu bedienen, der nur noch hätte einschieben müssen, versuchte es der Flügelspieler mit einem Lupfer, der sicher in den Armen des Preußen-Schlussmanns landete.

Joshua Walter und zwei Mal Justin Huber scheiterten in den folgenden Minuten ebenfalls und als Huber endlich ins Netz traf, wurde das Tor wegen eines vorherigen Fouls von Walter zurecht nicht anerkannt. „In dieser Phase müssen wir den Sack zumachen“, meinte Tobias Cramer, der durch die Fahrlässigkeit seiner Mannschaft in der Schlussphase sogar noch um den zweiten Zähler der noch jungen Saison bangen musste. Beim Schuss von Pascal Koopmann war aber noch ein Abwehrbein im Weg und der völlig alleingelassene Francesco Di Pierro kam nicht ganz an eine Hereingabe heran.

So blieb es beim 0:0, das für die Sportfreunde die nächste Enttäuschung darstellt. Tobias Cramer konnte seinen Frust nach dem Schlusspfiff nicht mehr verbergen. „Das beschissene Tor fehlt. Das Ergebnis geht mir auf die Nerven“, unterstrich der SFS-Coach. Mit diesem Gefühl war er ganz sicher nicht allein.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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