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Von Iserlohn Roosters in neues Abenteuer
"Das ist eine riesige Chance für mich!"

Athletik-Trainer Johannes Sander aus Siegen (rechts) hat nach seiner Tätigkeit beim DEL-Club Iserlohn Roosters (Bild) erneut einen "extrem coolen Job" gefunden.
  • Athletik-Trainer Johannes Sander aus Siegen (rechts) hat nach seiner Tätigkeit beim DEL-Club Iserlohn Roosters (Bild) erneut einen "extrem coolen Job" gefunden.
  • Foto: Marvin Balonier, Iserlohn Roosters
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Siegen. Das Kapitel „Deutsche Eishockey-Liga“ hat Johannes Sander (vorerst) zugeklappt. Ab 2. August bricht der 29-jährige Athletik-Coach aus Siegen, der einst als Jugendfußball-Trainer beim TSV Siegen tätig war und auch schon in Trainerteams der Sportfreunde Siegen und des TSV Steinbach Haiger gearbeitet hat, zu neuen Ufern auf.

"Zeit bei den Roosters war eine wirklich schöne"
„Die Zeit bei den Iserlohn Roosters war eine wirklich schöne, ich blicke absolut im Positiven darauf zurück“, sagt Sander, der in der Saison 2020/21 im Zuge seines Vertragsverhältnisses mit dem Iserlohner Partner „B2B Performance“ im Fitness- und Athletikbereich aktiv war.

krup Siegen. Das Kapitel „Deutsche Eishockey-Liga“ hat Johannes Sander (vorerst) zugeklappt. Ab 2. August bricht der 29-jährige Athletik-Coach aus Siegen, der einst als Jugendfußball-Trainer beim TSV Siegen tätig war und auch schon in Trainerteams der Sportfreunde Siegen und des TSV Steinbach Haiger gearbeitet hat, zu neuen Ufern auf.

"Zeit bei den Roosters war eine wirklich schöne"

„Die Zeit bei den Iserlohn Roosters war eine wirklich schöne, ich blicke absolut im Positiven darauf zurück“, sagt Sander, der in der Saison 2020/21 im Zuge seines Vertragsverhältnisses mit dem Iserlohner Partner „B2B Performance“ im Fitness- und Athletikbereich aktiv war. Die Waldstädter hatten die Hauptrunde der DEL als Tabellenvierter der Nord-Gruppe beendet und standen nach dem 4:3-Husarenstreich im ersten Play-off-Viertelfinale bei den Eisbären Berlin dicht vor einem der größten Erfolge ihrer Vereinsgeschichte. Nun, es sollte nicht sein: Iserlohn vermochte den „Matchpuck“ im heimischen Eisstadion am Seilersee nicht über die Linie zu drücken, die Eisbären holten die Serie durch einen 6:0-Sieg zurück nach Berlin, wo sie dann durch einen 5:3-Erfolg ins Halbfinale einzogen.
„Das war wirklich schade, aber wir haben trotzdem eine tolle Saison gespielt – das war auch der allgemeine Tenor in Iserlohn, wenn man sich unter Fans, Gönnern und Freunden des Vereins umgehört hat“, machte Johannes Sander positive Schwingungen rund um den malerischen Seilersee aus.

„Wir hatten die beste Verletztenstatistik der gesamten Liga, da dürfen wir vom Physio- und Athletikteam uns ruhig mal ein bisschen auf die Schulter klopfen“, schmunzelt der gebürtige Siegener angesichts der ausgezeichneten Verletzungsprophylaxe in Iserlohn. „Es ist schließlich ein Unterschied, ob bei uns drei Leistungsträger längerfristig ausfallen oder in Mannheim, weil die Adler eine ganz andere Tiefe in ihrem Kader haben als wir – umso bedeutsamer ist es für einen kleineren Verein wie die Iserlohn Roosters, möglichst verletzungsfrei durch eine Saison zu kommen.“

Dies ist gelungen, und wohl auch deshalb boten die „Hähne“ aus Iserlohn Johannes Sander einen Vertrag für die kommende Saison an. „Ich hatte aber nur einen Teilzeitvertrag, weil ich noch einen anderen Job in einem Fitness-Studio hatte und Kunden auch daheim betreut habe. Außerdem haben mich Spieler der Roosters oft um Rat gefragt, da muss man natürlich auch abends noch Gewehr bei Fuß stehen.“

Das Fazit von Johannes Sander: „Das war vom zeitlichen Aufwand absoluter Irrsinn, einfach zu viel. Es war gar nicht möglich, zeitlich alles einzuhalten, insgesamt aber auf jeden Fall eine sehr coole Erfahrung in einer tollen Organisation!“

Was Johannes Sander jedoch anstrebte, war ein Vollzeitvertrag, und den hat er nun erhalten – bei der Firma Exos, die von Fitness-Guru Mark Verstegen geführt wird, der besonders durch seine Zeit beim FC Bayern München einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Für Exos wird der noch 29-jährige Siegener – die „Null“ fällt am 29. Dezember – künftig im Bereich „Corporate Wellness“ für Google im Google Headquarter in Zürich arbeiten.

Gleich vier Gyms für die Mitarbeiter der Firma

„Die Firma Google hat auf einem großen Campus in Zürich unter anderem vier Gyms, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trainieren können. Gemeinsam mit zwei weiteren aus der Schweiz stammenden Fitness-Coaches werde ich dort für die Ausarbeitung eines entsprechenden Trainingsprogramms zuständig sein, soll aber auch ganz konkret auf Mitarbeiterziele eingehen. Wenn also jemand in fünf Monaten den Mount Everest besteigen will, müssen wir ihn darauf vorbereitet“, lächelt Sander.

„Nein, ganz im Ernst: Wichtig sind in diesem Zusammenhang auch regenerative Maßnahmen. Auf einen kurzen Nenner gebracht kann man sagen: Google möchte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein gutes Umfeld mit einem angenehmen Lebensstil schaffen. Wenn der Arbeitnehmer gerne dort arbeitet, ist er auch produktiver, so lautet die Firmenphilosophie“, erläutert Sander.

"Freue mich auf einen extrem coolen Job"

Ob er seinen Lebenstraum nun erfüllt habe, wollten wir von Johannes Sander wissen. „Im Moment ist dies genau das Richtige für mich, eine große Chance. Ich freue mich riesig auf einen extrem coolen Job in einer geregelten 40-Stunden-Woche von Montag bis Freitag. Dieser Job wird mein Leben als Athletiktrainer nochmals deutlich aufwerten, denn wer einmal für Exos gearbeitet hat, erhält in der Branche eine Art Gütesiegel.“

Gleichwohl muss der Siegener noch nicht zwingend am Ende seiner beruflichen Wünsche angekommen sein: „Aktuell ist dieser Schritt der passende – mal raus aus Siegen, in eine neue Stadt, ein neues Land, ein ganz anderes Umfeld. Das wird mich auch persönlich voranbringen. Dennoch kann es gut sein, dass ich mich in ein paar Jahren wieder nach Profi-Sport sehne. Entsprechende Angebote aus der 1. und 2. Bundesliga waren ja im Frühjahr schon da, aber da hat das Gesamtpaket nicht gepasst. Genau das ist jetzt in Zürich aber der Fall.“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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