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Enduro World Series
Defekt, Sturz - fordernde Tage für Textor

Bei der zweiten Doppelveranstaltung der Enduro World Series im italienischen La Thuile zeigte sich der Würgendorfer Christian Textor in guter Form und verpasste die Top 20 jeweils nur knapp.
  • Bei der zweiten Doppelveranstaltung der Enduro World Series im italienischen La Thuile zeigte sich der Würgendorfer Christian Textor in guter Form und verpasste die Top 20 jeweils nur knapp.
  • Foto: Boris Beyer
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Würgendorf. Schmerzhafte Blessuren eingesteckt, aber respektable Resultate abgeliefert  –  so lässt sich die Bilanz von Christian Textor nach den ersten vier Saisonrennen der Enduro World Series kurz und knackig auf den Punkt bringen. Der 30-jährige Würgendorfer beendete drei der vier Veranstaltungen als bester Deutscher, obwohl er einen technischen Defekt und einen Sturz verarbeiten musste.

Bei der Auftakt-Session in Val di Fassa landete der für das Team BULLS fahrende Südsiegerländer auf dem 27. Gesamtrang mit 1:13,36 Minuten Rückstand auf den Sieger Richard Rude jr. aus den USA. „Das war solide, obwohl ich mir meiner fahrerischen Leistung nicht zufrieden war“, zeigte sich Textor selbstkritisch.

krup Würgendorf. Schmerzhafte Blessuren eingesteckt, aber respektable Resultate abgeliefert  –  so lässt sich die Bilanz von Christian Textor nach den ersten vier Saisonrennen der Enduro World Series kurz und knackig auf den Punkt bringen. Der 30-jährige Würgendorfer beendete drei der vier Veranstaltungen als bester Deutscher, obwohl er einen technischen Defekt und einen Sturz verarbeiten musste.

Bei der Auftakt-Session in Val di Fassa landete der für das Team BULLS fahrende Südsiegerländer auf dem 27. Gesamtrang mit 1:13,36 Minuten Rückstand auf den Sieger Richard Rude jr. aus den USA. „Das war solide, obwohl ich mir meiner fahrerischen Leistung nicht zufrieden war“, zeigte sich Textor selbstkritisch.

Speichen am Hinterrad zerstört

Auch beim zweiten Rennen der Weltserie, das nur zwei Tage später an gleicher Stätte ausgetragen wurde, war der zweifache Familienvater lange Zeit auf Kurs unterwegs, bewegte sich zwischen den Positionen 31 und 45. Doch auf der letzten „Stage“ (Etappe) machte das Schaltwerk den „Abflug“ und zerstörte die Speichen am Hinterrad. „Damit war die Wertung natürlich hinüber“, kommentierte Christian nüchtern und trocken.

„Ich habe dann dem Waliser Leigh Johnson, der ebenfalls Pech hatte, dabei geholfen, sein Vorderrad zu flicken. Die Männer, die an uns vorbeigerauscht sind, haben wir angefeuert und motiviert. In solchen Momenten hilft es einfach nicht, den Kopf in den Sand zu stecken oder in einer Kurzschlussreaktion sein Rad auf die Strecke zu schmeißen oder ähnliches. Ich bin nicht der Mensch dafür, in solchen Situationen mit Wut zu reagieren, auch einen Defekt muss man sportlich nehmen und immer das Positive aus der Gesamtlage herausfiltern“, sagte Textor, der dann kurz vor Johnson ins Ziel kam  –  als 150. und Vorletzter, mit am Ende 18:38,18 Minuten Rückstand auf den australischen Gewinner Jack Moir.
„Die letzte Etappe hat das Gesamtresultat zerstört, aber mein Mechaniker Jan Bölts, Sohn der Radsport-Legende Udo Bölts, hat mein Rad sehr schnell wieder auf Vordermann gebracht“, wollte sich Christian Textor in der Tat nicht lange mit dem Defekt aufhalten, sondern richtete den Blick sofort wieder nach vorn.

Dieser galt der zweiten Doppelveranstaltung in La Thuile/Italien. „Hier ist es für mich besser gelaufen, wobei das extrem wechselhafte Wetter die Piste unberechenbar gemacht hat, das war nicht einfach“, konstatierte der Würgendorfer, der die erste Veranstaltung auf Position 24 abschloss  –  wiederum als schnellster Deutscher, mit 1:06,63 Minuten Abstand zum siegreichen Richard Rude jr. „Das Level in dieser World Series ist extrem hoch, jeder fährt absolut am Limit. Da kommst du mit sicherem und bedachtem Fahren einfach nicht mehr weit, du musst selbst ein hohes Risiko gehen, um letztlich im Vorderfeld zu landen“, schilderte Textor den Spagat zwischen Wagnis und Vorsicht.

"Aha, es funktioniert noch!"

Vor der zweiten Veranstaltung in La Thuile war eine „Pro Stage“ vorgeschaltet, „und da ist bei mir der Knoten geplatzt“, freute sich Christian Textor. „Trotz eines Fehlers habe ich die erste Etappe auf Rang 15 beendet, da habe ich gemerkt: Aha, es funtioniert noch!“ Auf der vorletzten Stage stürzte der Siegerländer, flog dabei über den Lenker und zog sich leichte Verletzungen zu. „Zum Glück nichts Schlimmes“, winkte Textor ab, der in der Endabrechnung 1:43,8 Minuten hinter Gewinner Jack Moir auf dem 23. Platz landete.

„Ich sehe mich grundsätzlich schon unter den Top 20, das ist zumindest das Ziel, das ich stets anpeile. Daran bin ich jetzt drei Mal knapp vorbeigeschrammt, aber die Ergebnisse waren  –  mit Ausnahme des negativen Ausreißers nach dem technischen Defekt  – in Ordnung“, zog Christian Textor in erstes Fazit.
Weiter geht es in der Enduro-Weltserie mit einer weiteren Doppelveranstaltung am 2. und 5. September in Loudenvielle im Südwesten Frankreichs.

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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