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Mit den Gießen 46ers in der JBBL
Der große Wurf des Phillip Gregor Becker

Seit dieser Saison trägt Phillip Gregor Becker (Bildmitte) das Trikot der Gießen 46ers Mit dem Nachwuchsteam der Mittelhessen schaffte der 15-jährige Langenholdinghausener den Sprung in die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga. Das Bild zeigt Becker bei einem Korbleger.
  • Seit dieser Saison trägt Phillip Gregor Becker (Bildmitte) das Trikot der Gießen 46ers Mit dem Nachwuchsteam der Mittelhessen schaffte der 15-jährige Langenholdinghausener den Sprung in die Hauptrunde der Jugend-Basketball-Bundesliga. Das Bild zeigt Becker bei einem Korbleger.
  • Foto: Sven Kuczera
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Langenholdinghausen/Gießen. Für die SZ-Sportredaktion war er in der Rangliste des Siegerländer Sports der Aufsteiger des Jahres 2019 bei den jugendlichen Sportlern der Region. Und das aus gutem Grund: Denn dem Basketballer Phillip Gregor Becker ist im vergangenen Jahr buchstäblich ein großer Wurf geglückt. Der junge Korbjäger aus Langenholdinghausen schaffte den Sprung in die Basketball-Akademie des traditionsreichen Bundesligisten Gießen 46ers. Seit dieser Saison spielt der 15-Jährige für das Nachwuchsteam aus der mittelhessischen Universitätsstadt in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL).

Bemerkenswert: Becker avancierte auf Anhieb zum Leistungsträger der „46ers“. Er steht fast immer in der Startformation – oder, wie es die Basketballer sagen: in der „Starting Five“.

ubau Langenholdinghausen/Gießen. Für die SZ-Sportredaktion war er in der Rangliste des Siegerländer Sports der Aufsteiger des Jahres 2019 bei den jugendlichen Sportlern der Region. Und das aus gutem Grund: Denn dem Basketballer Phillip Gregor Becker ist im vergangenen Jahr buchstäblich ein großer Wurf geglückt. Der junge Korbjäger aus Langenholdinghausen schaffte den Sprung in die Basketball-Akademie des traditionsreichen Bundesligisten Gießen 46ers. Seit dieser Saison spielt der 15-Jährige für das Nachwuchsteam aus der mittelhessischen Universitätsstadt in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL).

Bemerkenswert: Becker avancierte auf Anhieb zum Leistungsträger der „46ers“. Er steht fast immer in der Startformation – oder, wie es die Basketballer sagen: in der „Starting Five“. Der Siegerländer hat mit die meiste Spielzeit bei den Gießenern, und Punkte sammelt er auch ganz eifrig. Mit fast 14 Zählern im Schnitt war der flinke Flügelspieler in der Vorrunde zweitbester Werfer seines Teams. Seine Spezialität sind Drei-Punkte-Würfe von Außen. Zudem war er mit vier „Steals“ pro Partie der Beste seiner Mannschaft – beachtliche Zahlen für einen Neuling in der JBBL.

"Man bewegt sich auf einem ganz anderen Level“

„Ich bin bisher sehr zufrieden“, sagt der Siegerländer denn auch im SZ-Gespräch. „Der Schritt, nach Gießen zu gehen, hat sich auf jeden Fall gelohnt“, so Becker, der ganz „nebenbei“ auch noch in der U-18-Oberliga für seinen Stammverein TV Jahn Siegen aktiv ist – das Zweitspielrecht macht’s möglich.
„Es ist schon ein großer Unterschied zwischen den Ligen. Die Mitspieler sind besser – und die Gegner natürlich auch. Man bewegt sich auf einem ganz anderen Level“, erklärt Becker, der die Hauptunterschiede „im Tempo, der Athletik sowie der Intensität“ sieht. Und, so Becker: „Jeder hat dort richtig Bock und gibt 100 Prozent. Man wird Woche für Woche gefordert – im Spiel und im Training. Das ist schon sehr anstrengend.“

Schwieriger Spagat zwischen Schule und Sport

Das ist auch das Programm, das der junge Siegerländer Woche für Woche „abspult“ bzw. abspulen muss, um den Spagat zwischen Schule und Basketball zu schaffen. Becker geht in die 10. Klasse der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule in Siegen, lernt dort bis zum Nachmittag. Dreimal in der Woche geht es danach zum Training – mittwochs und freitags fahren ihn seine Eltern nach Gießen, dienstags trainiert er mit der U 18 des TV Jahn Siegen, die sein Vater Sascha Gregor Becker, in früheren Zeiten ebenfalls ein erfolgreicher Basketballer bei den „Jahnern“, trainiert. Samstags spielt Becker junior dann für den TV Jahn Siegen, sonntags in der JBBL für die Gießen 46ers. Ob sich der Aufwand lohnt? „Ja“, sagt der 1,80 Meter „kleine“ Becker, „ich glaube, ich habe eine gute Entwicklung genommen.“ Schon die reinen Fakten geben ihm Recht!

Bei "Tryouts" der "46ers" durchgesetzt

Und genau um diese (positive) Entwicklung anzustoßen, hatte sich der „Hollekuser“ im Sommer bei den „Tryouts“ der „46ers“ angemeldet. Bei diesen „Probevorstellungen“ zeigt rund 50 talentierte Jugendliche, was sie drauf haben – und Becker setzte sich am Ende durch. Er überzeugte die anwesenden Trainer bei diversen Fitness-Übungen, in Eins-gegen-Eins-Duellen, mit seinem Spielverständnis und natürlich auch mit seiner Treffsicherheit. „Ich wollte schon immer höherklassig spielen“, beschreibt Becker seinen Antrieb, sich der Herausforderung der „Tryouts“ in Gießen zu stellen.
Und Becker hat sich „durchgebissen“. Bei den „46ers“ ist der „Small Forward“ mittlerweile eine feste Größe im Team, das die JBBL-Vorrundengruppe 5 mit fünf Siegen und einer Niederlage als Zweiter hinter den Giants Düsseldorf abschloss und souverän in die Hauptrunde einzog.

27 Punkte gegen Bonn/Rhöndorf

Hier belegen Becker und Co. in der Gruppe 3 aktuell den 5. Platz unter sechs Mannschaften. Der 57:73-Niederlage gegen das Team Südhessen folgte ein 61:91 gegen den bärenstarken Nachwuchs der Frankfurt Skyliners. Im letzten Spiel des vergangenen Jahres gelang den Gießen 46ers mit dem 73:70 beim Team Bonn/Rhöndorf dann aber doch noch der erste Hauptrunden-Sieg. Der überragende Akteur war Phillip Gregor Becker mit starken 27 Punkten!

Zahl der "Turnover" minimieren

Sieben Spiele stehen in der Hauptrunde noch aus. Die nächste Partie der Gießener steigt an diesem Sonntag gegen die Giants Düsseldorf, die man aus der Vorrunde noch kennt – und diesmal besiegen möchte. Ob es am Ende für den Einzug ins Viertelfinale reicht? „Eine kleine Chance besteht natürlich. Aber es wird schwierig“, meint Becker, der die verbleibenden Partien aber auf jeden Fall dafür nutzen möchte, die „Turnover“ in seinem Spiel zu minimieren. „Mir unterlaufen noch zu viele Ballverluste“, merkt der heimische Korbjäger selbstkritisch an.

Nächste Saison wohl im Männer-Team des TVO Biggesee

Und wie geht es für ihn nach der Saison weiter? „Ich bin dann 16 Jahre alt und kann daher nicht mehr in der JBBL spielen. Und für die NBBL bin ich zu jung“, sagt Becker und verweist darauf, dass die Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) eine U-19-Liga ist. Die Tendenz gehe dahin, dass er sich dem Männer-Team des TVO Biggesee anschließen wird. „Die spielen in der Oberliga – und das ist schon eine ganz gute Liga“, erklärt Becker und fügt hinzu: „Mit 17 oder 18 Jahren will ich dann bei den Tryouts eines NBBL-Teams mitmachen. Das ist zumindest mein Ziel, da hätte ich schon Lust drauf.“
Vielleicht gelingt ihm dann der nächste große Wurf. Die SZ-Sportredaktion würde es sicher wieder honorieren . . .

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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