Brief des Ex-SFS-Insolvenzverwalters Görg
"Ein starker Fußballverein stiftet Identität"

Zum Abschluss des Insolvenzverfahrens des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Siegen schrieb der ausgeschiedene Insolvenzverwalter Bernhard Görg einen offenen Brief und appellierte darin an die Unternehmen der Region, den Verein künftig (mehr) zu unterstützen.
  • Zum Abschluss des Insolvenzverfahrens des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Siegen schrieb der ausgeschiedene Insolvenzverwalter Bernhard Görg einen offenen Brief und appellierte darin an die Unternehmen der Region, den Verein künftig (mehr) zu unterstützen.
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ubau Siegen. Zum Abschluss des Insolvenzverfahrens des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Siegen hat sich der ausgeschiedene Insolvenzverwalter Bernhard Görg in einem offenen Brief an die Region gerichtet. Darin hebt er besonders den „unermüdlichen Einsatz des Vorsitzenden Roland Schöler“ hervor, „ohne den es den Verein sicherlich nicht mehr geben würde“. Zudem bedankt Görg sich bei Sponsoren, Fans und Unterstützern, „die es überhaupt erst ermöglicht haben, dass der Verein es bis zur Aufhebung des Verfahrens geschafft hat“. Er appelliert aber auch die Unternehmen in der Region, die Sportfreunde zu unterstützen, denn ein starker Fußballverein stifte Identität, von der alle Beteiligten profitieren könnten – die Sportinteressierten, die Politik und die Wirtschaft. - Im Wortlaut heißt es: 

"Liebes Siegerland, liebe Region Südwestfalen, das Insolvenzverfahren der Sportfreunde Siegen wurde vor 2,5 Jahren eröffnet und konnte  nun beendet werden. Ich verabschiede mich daher von allen Mitstreitern aus dem Verein selbst, aber auch von den treuen Sponsoren, Fans und Unterstützern, die es überhaupt erst ermöglicht haben, dass der Verein es bis zur Aufhebung des Verfahrens geschafft hat. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle den unermüdlichen Einsatz des Vorsitzenden Roland Schöler, ohne den es den Verein sicherlich nicht mehr geben würde. Nicht zuletzt danke ich den Gläugigern für die Annahme des Insolvenzplans und dem damit verbundenen Verzicht auf ihre Forderungen.

Gemeinsam ist der Erhalt des wichtigsten Fußballvereins der Region gelungen. Den Verein zeichnet insbesondere seine hervorragende Jugendarbeit aus. Die U-19-Mannschaft wäre sportlich letzte Saison in die A-Jugend-Bundesliga aufgestiegen, wenn wir nicht auch aus finanziellen Gründen auf eine Meldung verzichtet hätten. B- und C-Jugend spielen ebenfalls in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Damit bieten die Sportfreunde als einziger Verein in Südwestfalen talentierten Jugendlichen die Möglichkeit, hochklassig Fußball zu spielen. Die Ausbildung der Jugendlichen kostet den Verein so viel Geld, dass er auf erhebliche Spendenmittel angewiesen ist. Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, hierauf noch einmal aufmerksam zu machen. Talentierte Jugendliche müssten anderenfalls in das Ruhrgebiet oder in das Rheinland ausweichen und gingen so dem Siegener Sport verloren.

Auch der Spielbetrieb der ersten Frauen- und ersten Herren-Mannschaft konnte im Insolvenzverfahren erhalten bleiben. Das Beispiel der SG Wattenscheid 09 zeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist.
Fußball genießt eine große mediale Aufmerksamkeit. Siegen wird außerhalb der Region immer noch auch über den Bekanntheitsgrad der Sportfreunde wahrgenommen. Ich darf mir zum Abschluss des Insolvenzverfahrens wünschen, dass dieser Bekanntheitsgrad wieder genutzt und gefördert wird. Ein starker Fußballverein stiftet Identität, von der alle Beteiligten profitieren können - die Sportinteressierten, die Politik und auch die Wirtschaft.

Ich wünsche den Sportfreunden für Ihre Zukunft viel Erfolg."

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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