Darüber spricht die Kreisliga
Eine "Fürsten"-Welle der Hilfsbereitschaft

Ahimana Bienvenu Niyonsenga kam erst zu Saisonbeginn zum A-Ligisten VfL Klafeld-Geisweid, hat sich dort auf Anhieb bestens integriert und fällt nun mit einem Schien- und Wadenbeinbruch lange aus. Seine Mitspieler und sein Verein zeigten sich vorbildlich solidarisch.
  • Ahimana Bienvenu Niyonsenga kam erst zu Saisonbeginn zum A-Ligisten VfL Klafeld-Geisweid, hat sich dort auf Anhieb bestens integriert und fällt nun mit einem Schien- und Wadenbeinbruch lange aus. Seine Mitspieler und sein Verein zeigten sich vorbildlich solidarisch.
  • Foto: Verein
  • hochgeladen von Frank Kruppa (Redakteur)

krup Geisweid. Im Geisweider Volksmund werden die Fußballer des A-Kreisligisten VfL Klafeld-Geisweid gern „die Fürsten“ genannt. In den Tagen nach der 2:4-Niederlage bei der SG Hickengrund ist der traditionsreiche Verein, der zu Beginn der 1970er Jahre sogar in der Regionalliga spielte, in der Tat durch eine ausgesprochen noble Geste aufgefallen. Die Kicker der 1. und 2. Mannschaften sowie der Vorstand und der Förderkreis sammelten Geld für ihren Mitspieler Ahimana Bienvenu Niyonsenga, der sich in besagter Partie in Holzhausen bereits nach acht Minuten bei einem unglücklichen Zusammenprall mit dem gegnerischen Torhüter einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte. „Ahi studiert in Siegen und ist hier ziemlich allein auf sich gestellt. Er finanziert seine Wohnung und sein Studium durch einen Nebenjob, ist aber jetzt für längere Zeit verletzt. Einige Spieler haben spontan ihre September-Prämien gespendet, um ihn finanziell zu unterstützen. Auch unsere 2. Welle hat sofort geholfen – generell ist die Bindung zwischen 1. und 2. Mannschaft ausgezeichnet, und die ganze Aktion beweist den starken Zusammenhalt im VfL. Wir sind eben eine große Familie“, erläuterte VfL-Spielertrainer Steffen Öhm am Sonntag nach dem 3:2-Sieg gegen den Siegener SC. „Ahi hatte sich seit Sommer super integriert und war sportlich die erhoffte Verstärkung, dementsprechend groß war für uns alle der Schock über die schlimme Verletzung und es fiel schwer, den Fokus auf das Spiel zu legen. In der Kabine war die Niederlage schnell abgehakt, alle Jungs fragten nur, wie es Ahi geht. Insgesamt bin ich beeindruckt, wie viel Fürsorge und Anteilnahme unsere Mannschaft (und auch die Zweite sowie der Vorstand) Ahi gegenüber zeigen. Das zeigt einmal mehr den tollen Charakter der Jungs und unseren super Zusammenhalt“, stieß der Sportliche Leiter Hanno Schäfer in seinem Vorwort in der Stadionzeitung "VfL aktuell" ins gleiche Horn und versprach dem 22-jährigen Langzeitverletzten: „Wir werden Dir jegliche Unterstützung geben, die du benötigst. Ich bin mir sicher, Du kommst gestärkt daraus zurück. Die nächsten Wochen werden wir alle gemeinsam für Ahi unsere Spiele gewinnen!“

Autor:

Frank Kruppa (Redakteur) aus Siegen

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