Triathlon-Bundesliga
Ejot-Teams auf Plätzen 1 und 2

Absolute Spitze in Düsseldorf: Das Ejot-Frauenteam des TV Buschhütten mit (von links) Einzelsiegerin Anna Maria Mazzetti, Emma Jeffcoat, Yuliya Yelistratova und Klaudia Sebök.
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  • Absolute Spitze in Düsseldorf: Das Ejot-Frauenteam des TV Buschhütten mit (von links) Einzelsiegerin Anna Maria Mazzetti, Emma Jeffcoat, Yuliya Yelistratova und Klaudia Sebök.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

sz Düsseldorf. Der Tross des Ejot-Teams TV Buschhütten reiste mit der Zielvorgabe nach Düsseldorf, zwei Mannschaftssiege beim 2. Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga zu holen. Dieses ambitionierte Unterfangen glückte zwar bei den Frauen wie schon im Kraichgau prächtig, doch bei den Männern, die in der Spitze ein Top-Resultat ablieferten, stotterte der Motor bei drei Athleten, wodurch Platz 1 diesmal dem extrem stark auftrumpfenden Team von Triathlon Potsdam überlassen werden musste (SZ berichtete kurz).

Platzziffer 58 reicht Männern nicht

Nach der Sprint-Distanz (750 m Schwimmen im Medienhafen, 20,8 km Radfahren und abschließenden 4,75 km Laufen) musste sich das Siegerländer Männer-Rekordmeister-Team in der Besetzung Richard Murray (Südafrika), Maximilian Sperl, Justus Nieschlag, Franz Löschke (alle Deutschland) und Domen Dornik (Slowenien) mit Platzziffer 58 wie schon im Vorjahr mit Platz 2 begnügen.
Triathlon Potsdam war an diesem hochsommerlichen Tag mit Temperaturen von um die 30 Grad Celsius der Sieg mit Platzziffer 27 nicht zu nehmen. Auf Rang 3 landete das REA Card Triathlon Team TuS Griesheim mit Platzziffer 79.
Justus Nieschlag zeigte sich bei seinem Bundesliga-Comeback in 54:41 Minuten in hervorragender Verfassung, erzielte nach Timo Hackenjos vom hep Team NSU (9:56 Min.) und zeitgleich mit Mitfavorit Maximilian Schwetz (KiologIQ Team Saar) in 10:06 die zweitschnellste Schwimmzeit. Auf die Radstrecke ging er als Führender vor Mitfavorit Schwetz. Anfangs wechselten sich Schwetz und Nieschlag in der Führungsarbeit ab, später bestimmte einzig der Olympiakandidat aus dem Ejot-Team die Pace.

Justus Nieschlag glücklich

Schwetz musste zu Beginn des Laufens abreißen lassen. Murray holte Schritt um Schritt auf und lag als Tageszweiter (bereits auch 2018) am Ende mit 55:07 Minuten 26 Sekunden hinter Nieschlag und 19 Sekunden vor dem Italiener Dario Chitti vom WMF BKK-Team AST Süßen. Nicht zufrieden mit ihren Leistungen waren der 25. Franz Löschke, der 30. Maximilian Sperl und der 38. Domen Dornik.
Justus Nieschlag nach seinem gelungenen Comeback im roten Ejot-Dress: „Es war klar, dass ich so viel Vorsprung wie möglich mit auf die Laufstrecke nehmen muss. Deswegen war die einzige Chance, auf dem Fahrrad Vollgas zu geben. Das war ziemlich hart. Am letzten Wendepunkt wusste ich, das ist auf jeden Fall genug Vorsprung und du musst nicht mehr ganz im roten Bereich laufen.“ Jetzt folgt für den 27-Jährigen noch ein Trainingsblock bis zum WTS-Rennen in Hamburg.

Kampfansage von Rainer Jung

„Die Männer-Mannschaft war zweigeteilt. Top auf Platz 1 und 2 mit Justus Nieschlag und Richard Murray, durchwachsen mit den anderen drei Athleten. Doch ,durchwachsen’ reicht in der höchsten deutschen Triathlon-Liga nicht mehr aus, um zu gewinnen. Das Team aus Potsdam hat vier Aktive unter die Top Ten gebracht und damit hochverdient gewonnen. Und liegt aktuell punktgleich mit dem Ejot-Team an der Spitze der Tabelle, jedoch mit einer deutlich besseren Platzziffer. Die Männer müssen daher jetzt beide verbleibenden Rennen gewinnen“, bringt Ejot-Team-Sportdirektor Rainer Jung unmissverständlich zum Ausdruck, dass die Bundesliga kein Wunschkonzert ist. „Das Ejot-Team wird sicher keinen Titel kampflos preisgeben. Jetzt sind wir bei den Männern in der ,Jäger-Position’. Ungewohnt, aber sicher nicht minder reizvoll. In Berlin wird abgerechnet“, kündigte der 60-Jährige angriffslustig an.

Gala-Vorstellung der Frauen

Eine „perfekte Arbeit“ bescheinigte er erneut dem Support-Team mit dem Sportlichen Leiter Marco Göckus, den Betreuern Heiner und Claudia Stötzel und Andrea Göckus sowie der neuen Physiotherapeutin Isabelle Eberling.
Die Frauen boten in der von Zuschauern bei weitem nicht so gut besuchten Landeshauptstadt wie noch bei der DM 2018 abermals eine Gala-Vorstellung. Anna Maria Mazzetti (Italien), Yuliya Yelistratova (Russland), Klaudia Sebök (Ungarn) und Emma Jeffcoat (Australien) glückte der souveräne Tagessieg mit der starken Platzziffer 8 vor dem Überraschungsteam ProAthletes KTT01 (Köln) mit 31 Punkten und SSF Bonn Team artegic mit 36 Zählern.

Doppelsieg im Einzel

Im Einzel gelang dem Ejot-Team hier ebenso wie bei den Männern ein ungefährdeter Doppelsieg. Die Italienerin Anna Maria Mazzetti, die vor zwei Jahren zum Buschhüttener Team kam, krönte sich in 1:02:14 Stunden erstmals zur Bundesliga-Siegerin, nachdem sie bereits in einigen Rennen für positives Aufsehen gesorgt hatte, aber nie ganz vorne lag.
Zunächst war die 30-Jährige nach 11:07 Minuten als Fünfte aus dem Wasser gestiegen und trat anschließend in einer gemeinsamen Gruppe mit der Schwimmschnellsten Emma Jeffcoat (11:00 Minuten/TV Buschhütten) und der späteren Gesamtdritten Olivia Mathias (Triathlon Potsdam/1:02:50 Stunden) bei teils auffrischendem Wind mächtig in die Pedale, wodurch sie sich zunächst vom restlichen Feld absetzen konnten. Nahezu zeitgleich mit dem Trio nahmen Ari Graham (Neuseeland/Triathlon Team DSW Darmstadt) und Anja Weber (Schweiz/REA Card Triathlon Team TuS Griesheim) den Wechsel auf die Laufstrecke in Angriff.

Jeffcoat noch abgefangen

Hier bestimmte zunächst die Siegerin vom Kraichgau, Emma Jeffcoat (1:02:25 Stunden), das Geschehen. Doch letztlich musste die Australierin (24) die erfahrene 30-jährige Mazzetti vorbeiziehen lassen und durfte nachher als Tageszweite gemeinsam mit ihr den zweiten Team-Sieg in 2019 feiern (im Vorjahr nur Rang 4 in der Rheinmetropole).
Anna Maria Mazzetti: „Ich bin sehr glücklich. Ich habe in den letzten drei Wochen sehr gut trainiert. Mein Ziel war es, eine gute Schwimmleistung abzuliefern, was mir auch gelungen ist. Dann habe ich auf dem Rad Druck gemacht. In der ersten Laufrunde war ich sehr müde, da konnte ich mit Emma nicht mithalten. Aber in der zweiten Runde habe ich mich wieder besser gefühlt und konnte sie dann ein- und überholen“, strahlte Champion Mazzetti vor dem Landtagsgebäude wie ein Honigkuchenpferd.

Jung hofft auf schnelle Vorentscheidung

„Die Ejot-Frauen haben es erneut hervorragend gelöst und souverän den zweiten Sieg eingefahren. Sie haben beste Chancen, mit einem erneuten Sieg in Tübingen bereits für eine Vorentscheidung zu sorgen“, lobte Rainer Jung. Ejot-Team Managerin Sabine Jung sagte: „Das Rennen der Frauen in Düsseldorf war top. Sie liegen auf Kurs in Richtung Mission Titelverteidigung. Eine Vorentscheidung ist jedoch keinesfalls gefallen.“
Das nächste Rennen der 1. Bundesliga findet am Sonntag, 21. Juli, in Tübingen statt. – Die Ergebnisse von Düsseldorf und der Blick auf die Gesamtwertung:

Männer: Einzelwertung: 1. Justus Nieschlag (Deutschland/Ejot-Team TV Buschhütten) 54:41 Minuten; 2. Richard Murray (Südafrika/TV Buschhütten) 55:07; 3. Dario Chitti (Italien/WMF BKK-Team AST Süßen) 55:26; ...25. Franz Löschke (Deutschland/TV Buschhütten) 57:28; ...30. Maximilian Sperl (Deutschland/TV Buschhütten) 57:58; ...38. Domen Dornik (Slowenien/TV Buschhütten) 58:28 Minuten t Teamwertung: 1. Triathlon Potsdam Platzziffer 27/20 Punkte; 2. Ejot-Team TV Buschhütten 58/19; 3. REA Card Triathlon Team TuS Griesheim 79/18.
Teamwertung nach 2 von 4 Rennen: 1. Triathlon Potsdam 39 Punkte/Platzziffer 67; 2. Ejot-Team TV Buschhütten 39/96; 3. REA Card Triathlon Team TuS Griesheim 34/180.
Frauen: Einzelwertung: 1. Anna Maria Mazzetti (Italien/Ejot-Team TV Buschhütten) 1:02:14 Stunden; 2. Emma Jeffcoat (Australien/TV Buschhütten) 1:02:25; 3. Olivia Mathias (Großbritannien/Triathlon Potsdam) 1:02:50; ...5. Yuliya Yelistratova (Russland/TV Buschhütten) 1:03:21; ...14. Klaudia Sebök (Ungarn/TV Buschhütten) 1:04:35.
Teamwertung: 1. Ejot-Team TV Buschhütten Platzziffer 8/20 Punkte; 2. ProAthletes KTT 01 (Köln) 31/19; 3. SSF Bonn Team artegic 36/18 t Teamwertung nach 2 von 4 Rennen: 1. Ejot-Team TV Buschhütten 40 Punkte/Platzziffer 14; 2. Triathlon Potsdam 36/63; 3. ProAthletes KTT 01 (Köln) 33/97.

Absolute Spitze in Düsseldorf: Das Ejot-Frauenteam des TV Buschhütten mit (von links) Einzelsiegerin Anna Maria Mazzetti, Emma Jeffcoat, Yuliya Yelistratova und Klaudia Sebök.
Justus Nieschlag triumphierte in Düsseldorf und feierte damit ein rundum gelungenes Comeback im Trikot des Ejot-Team TV Buschhütten.
Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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